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Kategorie: Der Garten

Der Garten am 10. August 2015

Wie Alys Fowler ganz richtig schreibt: im späten Sommer gibt es im Garten nicht mehr allzu viel zu tun. Vieles wird nun reif und kann geerntet werden.

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Wir schmeißen öfter mal unseren Speiseplan um, weil gerade so viele Tomaten reif werden 🙂 Die Borretsch-Schößlinge sind groß geworden und sollen bald in einen eigenen Kasten umziehen. Vielleicht muß ich auch welche verschenken, immerhin wird Borretsch ja bis zu 50 cm hoch und recht breit…

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Die Mini-Auberginen erweisen sich als echte Bereicherung. Sie sind sehr robust (Blattläuse sind gar nicht an ihnen interessiert) und die Früchte sind mild im Geschmack, dabei nicht so styroporartig wie die großen aus dem Supermarkt…

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Da ich schon so lange kein Bild mehr von Tripmadam und Oregano gezeigt habe, hole ich das jetzt nach. Ich hatte gedacht, daß das Oregano sich allmählich den Platz erobern würde, den früher der Salbei hatte, aber irgendwie hat es dazu keine Lust 🙂

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Vor allem der Wirsing hat jetzt einen ordentlichen Schuß gemacht. Die beiden jüngst angepflanzten Salate schauen noch etwas skeptisch drein.

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Die Perspektive dieses Photos ist ein bißchen komisch, aber man erkennt, daß Blumenkohl, Mangold und Grünkohl prima wachsen. Allerdings waren diese Woche auch mal wieder die Kohlweißlinge da…

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Ganz besonders habe ich mich über die erste Habanero-Ernte gefreut. Die scharfen Schoten enthalten keinerlei Kerne (was wohl bedeutet, daß man sie sich nicht selbst anpflanzen lassen kann…), sind aber sehr aromatisch und wirklich scharf. Yum!

Liam, 10.08.2015, 14:18 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 31.7.2015

In dieser Woche sind zwei neue Bewohner in die Kübel eingezogen, nämlich ein Frisée und ein Lollo Rosso. Sie ersetzen den verunglückten Broccoli. Zu ihren Füßen habe ich Rucola ausgesät.

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Mangold und Blumenkohl wachsen und gedeihen. Zu ihren Füßen habe ich Feldsalat gesät. Der Grünkohl, von dem es heute mal kein Bild gibt, hat auch einen neuen Mitbewohner, nämlich Sauerampfersamen.

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Die kleinen Borretschs, die sich selbst ausgesät hatten, habe ich inzwischen pikiert und in Töpfe gesetzt. Die ersten Tage nach dem Pikieren sahen sie etwas schlapp aus, haben sich aber inzwischen gefangen. Frage mich allerdings, wo ich mit insgesamt elf Borretschpflanzen hin soll, denn immerhin werden sie ja ordentlich groß…

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Die Mini-Aubergine trägt im Moment vier Früchte, von denen zwei schon recht groß sind.

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Von der Tomate konnte ich diese Woche zweimal reife Früchte ernten. Interessant ist, daß ein paar davon mehlig waren, andere nicht. Keine Ahnung, woran das liegt.

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Alles in allem gibt es im Garten gerade wenig zu tun. Ein bißchen gießen, ein bißchen ernten, aber alles sehr übersichtlich.

Liam, 31.07.2015, 18:27 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 25.7.2015

Dieses Wochenende ist leider etwas passiert, vor dem ich große Angst hatte: eine meiner Pflanzen (der Broccoli) wurde von einem Sturm umgelegt und abgerissen. Merkwürdigerweise dauerte das emotionale Tief, nachdem ich den Broccoli gefunden hatte, nicht allzu lange an. Ich habe recht zügig damit begonnen, Pläne für den entstandenen freien Platz zu machen.

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Ich habe dann wenigstens noch die Blätter geerntet, die zusammen mit dem ersten Mangold ins Abendessen gewandert sind.  Zu Füßen von Wirsing und dem nun nicht mehr vorhandenen Broccoli hatte ich diese Woche Rucola gepflanzt, damit das Erdreich nicht bloß liegt. Mal gucken, ob der noch keimfähig war, denn das Saatgut war eigentlich bereits 2013 abgelaufen.

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Und was lerne ich daraus? Vielleicht kann ich meinen Garten doch mehr als organisches Ganzes begreifen, ohne die Angst davor, daß ihn mir jemand zerstören könnte. Ich kann hier Vertrauen lernen. Jedenfalls ein bißchen…

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Mangold und Blumenkohl sind wieder ein ganzes Stück gewachsen. Interessanterweise wird der Mangold so gut wie gar nicht angeknabbert, der Blumenkohl jedoch scheint eine besondere Delikatesse zu sein. Ich probiere, die Löcher in den Blättern als positives Zeichen zu sehen: es ist ein gesunder Blumenkohl. Alys Fowler schreibt in einem ihrer Bücher, daß sie es ok findet, wenn ihre Pflanzen angeknabbert werden, solange sie nicht vollständig abgeweidet sind. Vielleicht kann man diese Gelassenheit ja lernen, wenn man sieht, daß am Ende trotz der Fraßstellen noch genug für einen selbst übrig bleibt. Zu Füßen dieser beiden Pflanzen habe ich die Woche Feldsalatsamen ausgestreut, die auch schon abgelaufen waren. Vielleicht habe ich ja Glück und es kommt noch was.

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Die Mini-Auberginen haben in den letzten Tagen einen ganz schönen Schub gemacht. Noch Anfang der Woche war von Früchten nichts zu sehen, und jetzt sind sie schon gut erkennbar. Das Beste ist, daß die Pflanze noch voller Blüten ist.

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Der Grünkohl wächst und wächst. Habe ihn zusammen mit den anderen Bewohnern meiner Kübel diese Woche gedüngt.

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Die Habaneros werden immer größer. Wenn es alle Früchte an dieser Pflanze schaffen, wird sie mir rund 50 scharfe Schoten spendieren.

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Highlight dieser Woche war die erste Tomatenernte. Die Tomaten sind sehr lecker, schön aromatisch und nicht wässrig. Ich würde sagen, da habe ich alles richtig gemacht 🙂

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Das ist die Nana-Minze, die immer noch blüht. Zu den kleinen, schlanken Wildbienen haben sich nun vor allem schillernde Fliegen gesellt, die ganz scharf auf den Nektar sind. Bin gespannt, ob sich die Minze selbst aussät.

Liam, 25.07.2015, 18:15 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 20.7.2015

Diese Woche ist im Garten eine ganze Menge los!

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Die Mini-Aubergine, die ich anstelle des komplett von Blattläusen ausgesaugten Borretschs eingepflanzt habe, trägt das erste Mal Blüten. Ich fand sie so hübsch, daß ich sie direkt auch aquarelliert habe.

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Mangold und Blumenkohl wachsen super. Ich denke, diese Woche werde ich das erste Mal ein paar Blätter Mangold ernten können. Wenn man genau hinguckt, erkennt man, daß sich zwischen die beiden großen Gemüsenpflanzen junge Pflänzchen mit runden Keimblättern selbst ausgesät haben…

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…nämlich Borretsch! Der wuchs im Kasten direkt über dem großen Kübel und hat nach für Nachwuchs gesorgt 🙂 Die jungen Borretschpflänzchen werde ich diese Woche pikieren, auf der Terrasse hegen und sobald sie groß genug sind, in einen eigenen Bottich setzen.

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Neben dem Broccoli, der ein totaler Schädlingsmagnet ist, habe ich diese Woche einen jungen Wirsing gesetzt. Die charakteristische Struktur der Blätter ist bereits erkennbar.

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Der Grunkohl prosperiert, aber ich möchte mit der ersten Ernte noch immer warten.

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Und last but not least werden die ersten Tomaten rot. Noch sind sie nicht erntebereit, da ich sie an der Pflanze belasse, bis sie sich ganz leicht von hren Stielen lösen lassen, aber ich freue mich schon jetzt auf das erste Brot mit Tomate, Knoblauch und Basilikum…

Liam, 20.07.2015, 21:43 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 9.7.2015/Garten und Trauma

Diese Woche mußte ich leider meine beiden großen, blühenden Salatpflanzen aus dem Kasten reißen, denn sie nahmen zum Teil dem wachsenden Blumenkohl den Platz weg und wurde zum anderen Teil vom starken Wind umgeknickt. Demnach werde ich leider keine Salatsamen ernten können, aber immerhin weiß ich jetzt, wie er blüht (nämlich klein und gelb).

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In dem Beet haben nun Blumenkohl und Mangold das Sagen, doch angeregt durch die Lektüre von Alys Fowlers Buch überlege ich gerade, zu deren Füßen etwas anzupflanzen, das den Boden bedeckt. Mal sehen.

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Die Habanero-Chilis werden größer ♥

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Und genau das tun auch die Tomaten. Da ich die beiden Pflanzen optismistisch wie ich war in einen Kübel gesetzt und dann versäumt habe, frühzeitig auszugeizen, bilden sie einen ziemlichen Busch und ich muß ständig kontrollieren, ob die Früchte genug Platz zum wachsen haben. Habe aber in einem Tutorial gehört, daß man keinesfalls Blätter entfernt, also abwarten und Tee trinken 🙂

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Der Grünkohl wächst sehr schnell. Alys Fowler empfiehlt, ihn wie Salat von außen nach innen zu ernten, damit man länger was von ihm hat, aber ich denke, ich gebe ihm erst noch ein paar Wochen, bevor ich ihn koste.

In ihrem Buch, das ich übrigens ganz fabelhaft finde, hat mich ein kurzer Abschnitt bis ins Mark getroffen. Darin schreibt sie sinngemäß, daß man, da die meisten Pflanzen ja ohnehin nur eine Saison lang leben, im folgenden Jahr Fehler, die man gemacht hat, nicht wiederholen muß, sondern etwas Neues ausprobieren kann, selbst wenn man auf diesem Erkenntnisweg nun ein paar Pflanzen verloren hat, ob nun an Schädlinge oder andere Widrigkeiten. Mir ist bei der Lektüre dieses Abschnitts bewußt geworden, daß ich das bei weitem nicht so locker sehen kann. Natürlich, das Gartenprojekt sollte eigentlich ein entspannendes Fun-Projekt sein, bei dem hin und wieder etwas Eßbares abfällt. Mein Ziel war, ein paar Pflanzen besser kennenzulernen, und gemäß Hugh Fearnley-Whittingstall wenigstens einen kleinen Bruchteil dessen, was ich zum Leben brauche, selbst anzubauen. Gehofft hatte ich, daß das eine befriedigende Freizeitbeschäftigung wird, der ich auch mit meinen eingeschränkten Mitteln nachgehen kann. Tatsächlich hat mein kleiner Kübel-Garten schon eine Menge abgeworfen: wir hatten mehrere Male Mahlzeiten mit Kohlrabi, unzählige Salate und warme Speisen mit Salat, wir konnten jede Menge Kräuter ernten und wenn auch nur 60% der Tomaten reifen, ist das mehr als reichlich.

Aber dennoch quälen mich ständig Gedanken, deren Wurzeln in den Traumatisierungen liegen, die ich erlitten habe. Ich habe die Befürchtung, daß meine Pflanzen mich hassen, daß ich mich nicht anständig um sie kümmere, sei es nun aus Unwissenheit oder weil ich sie an Schädlinge verloren habe wie die beiden Kapuzinerkressen. Ich fühle mich gerade angesichts von Schädlingen macht- und hilflos, zupfe dann jedes einzelne Schmetterlingsei und jede einzelne Blattlaus von meinen Pflanzen, im Bemühen, sie zu hegen und zu pflegen. Ich fühle mich grundsätzlich stark besorgt in Hinblick auf meinen Garten, denn ich habe nicht alles unter Kontrolle, was in ihm passiert – und die Kontrolle zu haben (zumindest scheinbar, denn wie wir alle wissen, ist absolute Kontrolle eine Illusion), ist für mich essentiell wichtig, weil mir das das Gefühl vermittelt, daß ich zumindest irgendwo in dieser Welt einen „sicheren“ Platz habe. Traumatisierungen crashen ja meist absolut unkontrolliert in das Leben hinein und alles, was dann ungeplant und spontan passiert, ohne daß man Einfluß darauf nehmen kann, ist für viele Menschen mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) schwer zu ertragen. Manchmal habe ich den Gedanken, daß es einfacher wäre, wenn ich alle Pflanzen herausreißen würde – das wäre dann eine kontrollierte Zerstörung und nicht dieser Kampf mit inneren Zweifeln und äußeren Umständen. One part of PTSD is fucking things up regularly.

Ein weiterer belastender Aspekt ist die ständig im Hinterkopf existierende Frage, wie der Garten von anderen wahrgenommen und bewertet wird. Manchmal ist es so schlimm, daß ich mich nicht vor die Tür traue, um die Pflanzen zu wässern. Es ist mit äußerster Willensanstrengung verbunden, mich dazu zu überwinden und mich auf den Garten und nicht „die Leute“ (wer immer das sein mag) zu fokussieren. Dabei kann ich noch nicht einmal erklären, was genau mich so streßt, denn eigentlich wäre es doch schön, von anderen Gärtnern noch etwas dazuzulernen und Tips zu bekommen oder andere Greenhorns zu inspirieren, selbst etwas anzubauen.

Ich will damit sagen, daß mein Garten für mich weit mehr als ein nur ein paar eßbare Pflanzen ist. Ich habe es nicht erwartet, aber er bringt meine kPTBS ziemlich auf den Punkt.

Liam, 09.07.2015, 22:13 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 3. Juli 2015

Diese Woche gab es in meinem Gärtchen ein bißchen mehr zu tun als sonst. Zunächst mal hat eine winzige Schnecke meinen gesamten Sellerie vernichtet. Von dem war gar nichts mehr übrig, nicht einmal ein Stielchen! Die Schnecke wurde zwangsumgesiedelt in den verwilderten Teil des Gartens und der Sellerie durch einen Mangold ersetzt:

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Ich habe außerdem rausgefunden, wie überhaupt Schnecken in die großen Kästen, die ja immerhin auch noch auf einer meist wassergefüllten Wanne stehen, gelangen können: sie erklimmen die Grashalme, die rund um die Kästen wachsen. Also habe ich da jetzt auch alles ausgerupft. Schade, denn eigentlich mag ich das Gestrüpp in meinem Hof.

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Dann mußte ich einige Eier der weißen Fliege und noch mehr Eier vom Kohlweißling vernichten. Beide Insektenarten stehen offenbar auf alles Kohlartige (Grünkohl, Broccoli, Kohlrabi). Ich habe die Eier wieder einfach zerdrückt, denn auch wenn diese Schmierseifensuspension als unbedenklich gilt, ist es so noch etwas ökologischer. Denke ich. Der Grünkohl jedenfalls wächst und gedeiht ganz prächtig in seinem Topf.

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Der Blumenkohl ist größer geworden und hat viele neue Blätter bekommen. Auch der Salat ist wirklich riesig geworden und hat einen daumendicken Stamm bekommen.

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Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Blüten sich öffnen ♥

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An der Habanero-Chili haben sich die ersten Fruchtknoten ausgebildet. Ich kann es kaum erwarten, sie zu kosten.

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Den Blaubeeren geht es in ihrem frisch gemulchten Beet gut. Sie sind diese Woche erst blauer geworden, um dann wieder grüner zu werden. Ich hoffe, das ist normal 😀

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Last but not least: der Blick in den Kohlrabikasten. Obwohl ein, zwei Kohlraben erntebereit wären, gebe ich ihnen noch etwas Zeit. Sobald ich sie alle geerntet habe, wird der Kasten mit Broccoli bestückt, der schon auf der Terrasse wartet.

Ansonsten gibt’s nur noch zu erzählen, daß mein Basilikum blüht und meine Tomaten immer größer werden und vermutlich bald die Weltherrschaft an sich reißen.

Liam, 03.07.2015, 19:27 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 26. Juni 2015

Diese Woche sind zwei neue Pflanzen in unserem Garten einzogen:

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Als wir die Blaubeerbüsche gekauft haben, waren die Beeren noch ganz grün, und in dieser knappen Woche sind sie schon ordentlich blau geworden 🙂

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Das Beet sieht noch etwas unordentlich aus. Jetzt am Wochenende werden wir einen Sack Mulch kaufen und ihn um die Pflanzen herum verteilen. Ich hoffe, daß wir im kommenden Jahr das Geld dafür haben, Kies zu kaufen und die häßlichen Gehwegplatten damit zu bedecken. Dann wäre der Teil des Gartens schon mal fertig.

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Der Salat ist noch ein kleines Stück in die Höhe gewachsen und es zeigen sich richtig viele Blütenansätze. Der Blumenkohl ist enorm gewachsen:

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Der Sellerie hat mehr Blätter bekommen:

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An der Peperoni hängen schon einige kleine grüne Peperoni. Im oberen Teil der Pflanze sind noch jede Menge Blüten.

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Der Grünkohl ist auch ein großes Stück gewachsen…

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…allerdings hat er Befall von Weißer Fliege 🙁 Am Wochenende werde ich mich im Gartenmarkt beraten lassen, was ich tun kann. Habe schon gelesen, daß man es mit einem Gemisch aus fester Schmierseife und Wasser oder mit gelben Klebeschildern versuchen kann.

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Nach den Blattläusen, die meine beiden Kapuzinerkressen gekillt haben, sind das nun die ersten Schädlinge. Durch die Übersichtlichkeit meines kleinen Gartens bekomme ich recht schnell mit, wenn sich irgendwo etwas tut, und kann gut darauf reagieren und dabei auch noch eine Menge lernen. Das gefällt mir 🙂 Ich merke allerdings auch, daß bestimmte mit der kPTBS verbundene Glaubenssätze sogar hier, im Garten, in mir arbeiten. Sowas wie „ich kann mich nicht adäquat/gut genug um meine Pflanzen kümmern“ oder „meine Pflanzen hassen mich bestimmt“ begleitet mich ständig und es ist schwer, positiv zu bleiben und meine Arbeiten rund um die Pflanzen (vor allem das regelmäßige Gießen und Düngen) nicht zu vernachlässigen, weil ich sowieso davon überzeugt bin, daß ich nicht zum Gärtner tauge.

Liam, 26.06.2015, 19:23 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 18. Juni 2015

Ich habe die Tage meine vier grünen Pflücksalate geerntet. Sie waren zu richtig großen Köpfen herangewachsen und begannen, sich aufzurichten. Die beiden roten Pflücksalate habe ich belassen. Ich würde Salat gern mal blühen sehen und wer weiß, vielleicht kann ich sogar Samen ernten, aus denen ich im kommenden Jahr neuen Pflücksalat ziehen kann. Mein kleiner Garten ist ja definitiv auch mein Versuchslabor 🙂

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Nun war jedenfalls Platz im Salatkasten. Ich habe einen Blumenkohl…

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…und einen Knollensellerie gepflanzt. Bin sehr gespannt darauf, ihre Entwicklung mitzuverfolgen.

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Leider haben es meine beiden Kapuzinerkressen nicht geschafft. Sie sind von Blattläusen überrannt und gekillt worden – da half nicht einmal mehr das Zerdrücken der Insekten oder die Behandlung der Pflanzen mit einer Mischung aus Wasser, Schmierseife und Spiritus. Darüber bin ich echt traurig, denn Kapuzinerkresse gefällt mir optisch und geschmacklich. Ich habe nun stattdessen ein kleines Lorbeerbäumchen…

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…und einen jungen Grünkohl gepflanzt.

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Ob der Grünkohl in dem Topf etwas wird, weiß ich nicht. Ich habe überhaupt keine Erfahrungen mit Gärtnern und muß mich da erstmal rantasten. Falls der Topf zu klein sein sollte, würde ich einen größeren kaufen, den Kohl umtopfen und hoffen, daß er das mitmacht.

Den Kohlraben habe ich jetzt nochmal etwas Dünger gegeben. Wie oft ich was mit wie viel Dünger behandeln muß, weiß ich auch noch nicht, also mache ich das nach Gefühl. Sobald ich die Kohlraben geerntet habe, möchte ich versuchen, einen Hoccaido-Kürbis in dem Kasten zu ziehen. Eventuell werde ich die Früchte – falls sie auf das Pflaster runterranken – dann mit Stroh unterpolstern.

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Meinen beiden Tomatenpflanzen geht es auf der regengeschützten, aber dennoch sonnenverwöhnten Terrasse sehr gut, wie man sehen kann 🙂 Sie sind ordentlich gewachsen und tragen bereits die ersten Früchte. Die Tomaten sind zusammen mit dem riesigen Borretsch und den beiden Minzen die durstigsten Pflanzen, die ich zu versorgen habe. Was mich doch sehr wundert, ist, daß die Blattläuse sich von der Tomate fernhalten. Hätte ich nicht gedacht.

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Die englische Minze ist riesig geworden. Ich möchte am Wochenende einen guten Teil abernten und daraus ein Minzpesto mixen.

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Meinem Salbei geht es leider nicht gut. Er ist viel zu naß geworden, was ein Gießfehler meines Mannes war, als ich den Hexenschuß hatte und mich nicht um die Pflanzen kümmern konnte. Ich gebe ihm noch eine Weile Zeit, sich zu erholen, und falls er es nicht schaffen sollte, werde ich ihn herausnehmen und durch etwas anderes ersetzen. Direkt neben dem Salbei rechts sprießt irgendwas Wildes, das ich noch nicht identifizieren kann. Vielleicht eine kleine Weide?

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Soweit die Neuigkeiten aus dem Garten, teilweise mit Regenphotos. Ich bin angenehm davon überrascht, wie sich das Gartenprojekt entwickelt hat. Ich schaue jeden Tag danach, ob gegossen werden muß, und zupfe hier und da ein wenig Unkraut, das war es eigentlich an regelmäßiger Pflege. Der Salat hat sich für mich und meine Familie auf jeden Fall gelohnt – wir haben einige Euros gespart. Auch die Kohlraben sind sehr dankbare Kastenbewohner. Die beiden Minzen sind derart gewuchert, daß wir kaum hinterherkommen 🙂

Liam, 18.06.2015, 12:35 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 29.5.2015

In den vergangenen Wochen hat sich in meinen Kübeln und Kästen einiges getan. Zunächst mal konnte ich schon mehrfach Salat ernten. Da ich immer nur die äußeren, großen Blätter schneide, bildet der Salat von innen heraus immer neue Blätter nach. Ich bin gespannt, wie oft ich noch ernten kann, bevor der Salat blüht.

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Die Kohlraben sind riesig geworden. Anfangs konnte ich es nicht richtig identifizieren, aber das, was ich für einzelne Pflanzen gehalten hatte, entpuppte sich jeweils als Bündel von zwei bis drei Pflanzen, so daß ich demnächst eine Kohlrabischwemme haben werde 🙂

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Meine beiden winzigen Tomaten sind inzwischen ordentlich gewachsen und blühen gerade. Nachdem ich gestern die Photos gemacht hatte, habe ich den einen Ast hochgebunden, damit er mir nicht abknickt.

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In diesem Kräuterkasten habe ich Tripmadam, Oregano und Salbei vergesellschaftet. Vor allem den Oregano benutze ich gern; in Pasta- und Pizzasaucen ist er herrlich.

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Hier teilen sich Nana-Minze und Borretsch einen Kasten. Die Nana-Minze trinke ich gern als Tee. Dazu streue ich einfach zwei bis drei Blättchen in einen fertigen Schwarztee. Das ist auch eine tolle Medizin gegen Magengrummeln. In der unteren rechten Ecke erkennt man meine Peperoni und einen kleinen Teil der Habanero-Chili. Beide Pflanzen sind schon gut gewachsen, zeigen aber noch keine Blüten.

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Der Borretsch steht kurz vor der Blüte ♥

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Das ist englische Minze, die u.a. für die traditionelle Mint Sauce (Minzsauce) verwendet wird, für die die englische Küche berühmt-berüchtigt ist.

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Von Rosmarin, Thymian und Kapuzinerkresse habe ich gestern kein Bild gemacht, aber die sind auch alle gewachsen und konnten schon mehrmals geerntet werden. Insgesamt bin ich mit meinem kleinen Kasten-Garten total glücklich. Man braucht nicht viel Zeit, um die Pflanzen zu pflegen. Tägliche Kontrollen und ggf. Gießen reichen. Ab und zu knipse ich verwelkte Blätter ab. Ich hatte jetzt vor allem an den scharfen Kräutern (Habanero und Kapuzinerkresse) sowie an den Tomaten ein paar Blattläuse. Wenn ich einen Eierhaufen von ihnen finde, zerdrücke ich diesen. Ansonsten behandle ich die Pflanzen mit einer Mischung aus Niem-Tinktur und Wasser, weil das ein für den Menschen ungefährliches Spritzmittel ist.

Wenn das so weitergeht, werde ich meinen kleinen Garten nächstes Jahr um zwei Kästen aufstocken. Würde gern mal Broccoli (am liebsten PSB, also Purple Sprouting Broccoli) und Blumenkohl anbauen.

Liam, 29.05.2015, 13:27 | Abgelegt unter: Der Garten,Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Ein kleiner Anfang

Ich hatte schon mal darüber geschrieben, daß ich dieses Jahr gern ein paar Dinge auf der Terrasse anbauen würde. Im Grunde hätte ich wahrscheinlich genug Garten, um mich und meine Familie komplett selbst zu versorgen, doch der Garten wurde seit Jahren nicht benutzt und ist daher eine Art Brombeerhecke mit Gestrüpp und Fliederwildwuchs geworden. Bevor ich dort ernsthaft etwas anbauen könnte, müßte ich wohl erstmal über 100 Stunden Arbeit in das „Entgnomen“ stecken. Nur mit einem Traktor ginge es schneller…

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Um überhaupt mal einen Anfang zu machen, habe ich beschlossen, die zugänglichen Bereiche meines Grundstücks mit Pflanzkübeln zum Anbau zu nutzen. Da ich keinerlei gärtnerische Vorkenntnisse habe, hoffe ich, daß ich am Ende wenigstens ein bißchen Gemüse und Salat ernten kann und mir nicht alles eingeht.

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Vor der Haustür habe ich zwei Kübel mit Rosmarin und Thymian stehen. Beide Büschchen sind schon ein Stück gewachsen und ich konnte das erste Mal ernten. Nun gab es neulich in unserem Supermarkt vorgezogene Kohlrabi, Salate und Radieschen. Von allen habe ich eine Kiste mitgenommen. Am Wochenende möchte ich die Kohlrabi und den Salat in größere Pflanzkästen setzen. Außerdem möchte ich beim Gartenmarkt schauen, ob ich wieder eine Chili-Pflanze finde – und vielleicht ein, zwei Tomaten oder so. Der Anfang ist gemacht 🙂

Liam, 16.04.2015, 13:55 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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