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Kategorie: Book & Silverling

Bücher im August

Dieser Monat war etwas durchwachsen. Bis ungefähr Mitte August habe ich es geschafft, fast täglich zu lesen, aber dann hat Spanisch die meisten Kapazitäten und Speicherplätze in meinem Gehirn belegt. Das führte dazu, daß ich abends oft einfach nur noch matt YouTube-Videos glotzen wollte anstatt zu lesen. Daß Lesen gerade etwas unwichtiger ist, merke ich auch daran, daß mein Bücherstapel ungewöhnlich klein ist – nur so sechs Bücher in der Warteschleife.

  1. Bruder Jakobus: Der Weg zu Dir selbst. Das kleine Buch des Pilgerns. Aus der Bibliothek. Der Dominikanermönch Bruder Jakobus pilgert innerhalb von zehn Jahren den Weg von Stuttgart/Kloster Beuron nach Santiago abschnittsweise in einer Gruppe. In diesem Buch sind seine und die Eindrücke seiner Mitpilger festgehalten. Ehrlich gesagt hat mir das Buch nicht besonders gefallen, weil ich seinen Aufbau absolut wirr fand. Man wußte nie, wesen Erlebnisse man gerade liest, weil die einzelnen Abschnitte nicht namentlich gekennzeichnet sind. Auch der Weg wird nicht chronologisch dargestellt, es gibt Vor- und Rückblenden, dann wieder wechselt der Erzähler und so weiter. Sehr sperrig und ermüdend zu lesen. Schade, die Idee fand ich nämlich super.
  2. Egle, Hoffman, Joraschky (Hg.): Sexueller Mißbrauch, Mißhandlung, Vernachlässigung. Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Streßerfahrungen. Aus der Bibliothek. Das Buch zu lesen war in jeder Hinsicht sperrig, dennoch bietet es einen guten Überblick über das komplexe Thema.
  3. Zoran Perowanowitsch: Pilgern auf dem Jakobsweg – Die Suche nach der Quelle des Christentums. Aus der Bibliothek. Das Buch hält nicht, was sein Titel verspricht, denn eigentlich ist es ein Jakobswegbericht wie viele, abgesehen davon, daß er wirklich trübsinnig ist und stimmt. Mehr gibt’s eigentlich nicht zu sagen.
  4. Winfried Hille: Der innere Jakobswegs – Sieben Schritte zu mir selbst. Aus der Bibliothek. In diesem Buch geht es sozusagen ums innere Pilgern. In sieben Kapiteln, die jeweils mehrere Übungen und Anregungen beinhalten, wird der Leser auf den inneren Jakobsweg geführt. Zentrale Frage ist: was macht mich glücklich, was ist meine Lebensaufgabe und wie will ich mein Leben gestalten? Das Buch hat mir ganz gut gefallen, allerdings merke ich auch, daß bestimmte Aspekte, Fragen und Übungen für mich als Mensch mit PTBS ein wenig…merkwürdig und absurd sind. Alles in allem finde ich das Buch eine gute Anregung für alle, die sich auf den Weg machen wollen, ohne zu wandern 🙂
  5. Amy Brill: Die Frau, die Sterne fing. Aus der Bibliothek. Hannah Gardner Price, die Mitte des 19. Jahrhunderts auf Nantucket lebt, wird von ihrem Vater in Astronomie unterrichtet und träumt davon, einen Kometen zu entdecken. Eines Tages steht der Matrose Isaac vor ihrer Tür, der von ihr in Navigation unterrichtet werden möchte. Als sich zwischen der Quäkerin und dem Mann von den Azoren eine zarte Liebesgeschichte entwickeln will, werden sie von ihren Lebensumständen getrennt: Isaac fährt mit einem Walfänger auf See und Hannah entdeckt tatsächlich einen Kometen, was sie berühmt macht und ihr zu Ansehen und Erfolg verhilft. Amy Brill hat ihre Figur Hannah auf Grundlage des Lebens und Wirkens von Maria Mitchell, der ersten amerikanischen Astronomin, entwickelt. Romane lese ich ja doch eher selten, aber diesen habe ich sehr gemocht, wenngleich für mich viele Emotionen und Entscheidungen Hannahs nicht nachvollziehbar waren. Ein interessantes Buch, das mit einem Ende aufwartet, das ich nicht habe kommen sehen.
  6. Silvia Fuller: Eine Frau allein auf dem Jakobsweg. Aus der Bibliothek. Die Autorin schildert in ihrem Buch in nicht-chronologischer Reihenfolge Begebenheiten und Begegnungen von ihrem Jakobsweg, den sie 2010 gegangen ist. Besonders interessant fand ich dabei, daß sie den Camino del norte, den Camino Lebaniego und den Camino Primitivo bis nach Santiago und weiter nach Finisterre gegangen ist, also die eher unbekannten Strecken. Das Buch liest sich wunderbar. Fuller schreibt äußerst sympatisch und lebendig. Das Einzige, was mir leidtat, war, daß das Lektorat nicht so gut war. Das Buch kann ich dennoch sehr empfehlen.
  7. Albrecht Rissler: Zeichnen – Tipps für Kreative. Aus der Bibliothek. Auf jeder Doppelseite gibt Rissler einen Tip für Zeichner, insgesamt über 110. Das Buch hat mir gefallen, weil es auch ein paar Dinge nennt, die ich bisher nicht probiert habe, wie etwa das Malen mit Pflanzenteilen. Gleichzeitig war das Buch – wie die meisten zu dem Thema, sieht man mal von „Mut zum Skizzenbuch“ von Felix Scheinberger ab – total entmutigend. Schon klar, wer seit dreihundert Jahren zeichnet und das auch durchzieht, kann das einfach, aber das hat irgendwie nix mit mir zu tun. PTBS-Baustelle, kein Fehler vom Buch.
Liam, 02.09.2016, 10:49 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Juli

Im Juli hatte ich einen guten Lesefluß und es sind direkt ein paar mehr Bücher geworden.

  1. Ewald Weber: Das kleine Buch der botanischen Wunder. Aus der Bibliothek. In 21 unterhaltsam geschriebenen Kapiteln nimmt Weber den Leser auf eine spanende Exkursion ins Reich der Pflanzen mit. So lernt man die größte einzellige Pflanze und die faszinierenden Kannenpflanzen kennen, lernt etwas über im Dunkeln leuchtende Venusfliegenfallen und die Flughöhe von Samen und darf sich über parasitäre Pflanzen und eine Palme mit Nabelschnur wundern. Hat mir total gut gefallen, kann ich nur empfehlen.
  2. Carmen Mayr: Köstliche Wildpflanzen und Beeren. Selber finden, achtsam sammeln, ganzjährig genießen. Aus der Bibliothek. Das Buch gliedert sich in vier Teile. Zunächst stellt Mayr das dar, was sie unter „natürlicher Ernährung“ versteht, porträtiert im Anschluß einige heimische Wildpflanzen, dann gibt es eine Übersicht über die gängigen Konservierungs- und Zubereitungsmethoden für Wildpflanzen und zuletzt folgt ein großer Rezeptteil. Die Rezepte sind mehr oder weniger vollwertig (in der Vollwertbewegung gibt es ja durchaus die Diskussion, ob Crème fraîche oder Schmand noch als vollwertig gelten, aber ok).  Das fand ich klasse. Gut gefallen hat mir auch die gesamte Aufmachung des Buches, insbesondere die Photos von Ulla Mayer-Raichle. Was mir persönlich nicht so zugesagt hat, war die leicht eso-hafte Stimmung, die im gesamten Buch mitschwingt…ist vermutlich beabsichtigt, spricht mich aber halt nicht an. Außerdem gab es ein paar Schnitzer bei den als vegan gekennzeichneten Rezepten, weil Honig, Sahne und Butter halt nicht vegan sind. Viele Rezepte sind mir persönlich zu aufwendig – ich mag zwar gutes, wildes Essen, aber ich mag es schnell und einfach. Glaube auch, daß schnell und einfach mehr Leute zum Nachkochen inspiriert als kompliziert und aufwendig. Alles in allem ein schönes Buch, aus dem ich jedoch nichts nachkochen werde und das ich auch nicht besitzen muß.
  3. Hans-Ulrich Grimm: Die Kalorienlüge – wie uns die Nahrungsindustrie dick macht. Aus der Bibliothek. In dem Buch berichtet Grimm über Substanzen, die in der industriell verarbeiteten Nahrung eingesetzt werden und die hormonähnliche Wirkung haben. Mit dem Effekt, daß immer mehr Menschen immer dicker werden. Neue Erkenntnisse vermittelt der Autor nicht, andererseits denke ich, daß es wichtig ist, daß das Thema endlich mal in der Mitte der Gesellschaft ankommt.
  4. Margret Merzenich und Erika Thier: Brot backen. Traditionelles aus dem Holzbackofen. Ursprünglich hatte ich mir das Büchlein aus der Bibliothek geliehen, aber weil ich so begeistert war, habe ich es mir auch noch gekauft. Rein optisch ist das Buch nicht besonders auffällig. Eher kleinformatig mit wenigen Bildern und modernes Layout gibt es auch nicht. Aber nach den Informationen, die die beiden Autorinnen hier teilen, kann man lange suchen! Beide backen sie in einem Holzofen und teilen ihre Erfahrungen, gehen auf die Tradition des Backens vor allem in Württemberg ein, erklären den Aufbau und den Betrieb von Holzöfen und bieten eine Fülle an interessanten Rezepten. Schnelle „no knead“-Hefebrote, wie sie gerade modern sind, gibt es hier nicht, dafür jede Menge Inspiration für alle, für die Backen Handwerk, Kunst und Herzenssache ist. Bin total begeistert von diesem Buch und hoffe, es wird noch lange aufgelegt!
  5. Stephan Orth: Couchsurfing im Iran – meine Reise hinter verschlossene Türen. Aus dem Bücherschrank. Der Journalist Orth hält sich für über 60 Tage im Iran auf und lernt beim Couchsurfen eine Menge Leute kennen, von denen die meisten die Gesetze der Mullahs auf die eine oder andere Weise umgehen. Das Buch ist wunderbar. Ich lese sowieso gern Reiseberichte, noch dazu wenn sie so lebendig und lustig, dabei aber auch tiefgründig und nachdenklich verfaßt sind. Sehr empfehlenswert. Wird wieder ausgesetzt.
  6. Marius Jung: Moral für Dumme. Das Elend der politischen Korrektheit. Aus der Bibliothek. In dem Buch widmet sich Jung zusammen mit seinem Co-Autor Oliver Domzalski der Sprachverhunzung im Zuge der politischen Korrektheit. Das Buch versteht sich als Satire, aber ehrlich gesagt finde ich, daß die beiden einfach nur aussprechen, was eh eine Tatsache ist: daß man sich kaum mehr traut, Texte zu verfassen, weil es gang und gäbe geworden ist, die Form über den Inhalt zu stellen, daß der Versuch, alle Minderheiten beim Formulieren miteinzubeziehen einfach nur ein unsägliches Sprachchaos verursacht und daß sich vor lauter Betroffenheit und „Awareness“ viel zu viele Leute ins Höschen machen. Zwei meiner Lieblingszitate: „Warnschilder, Textänderungen und Weichspülbegriffe umgeben uns wie eine allgegenwärtige Gummizelle. […] Unter Erwachsenen (naja…) hat sich die „Triggerwarnung“ inflationiert. Zur Erläuterung: Ein „Trigger“ ist ein Auslöser für die schmerzliche Erinnerung an eine traumatisierende Situation. Der Begriff wurde bis vor einigen Jahren nur im Zusammenhang mit „posttraumatischer Belastungsstörungen“ aufgrund „schwerer seelischer oder körperlicher Verletzungen“ verwendet. Mittlerweile haben ihn sich verhuschte Sensibelchen geschnappt, um ihre Überempfindlichkeit gegen das aufzuwerten, was man da draußen als „das Leben“ bezeichnet, und sich als Opfer fühlen zu können. Sollen die tatsächlich Traumatisierten doch sehen, wo sie einen neuen Begriff herbekommen.“ (S. 26). Und: „Manchmal wirkt es so, als sei die Politische Korrektheit einfach nur die Rückkehr der prüden Etepetete-Moral adliger alter Schachteln des 19. Jarhunderts: „Das macht man nicht. Das sagt man nicht. Über Unangenehmes wird einfach nicht gesprochen – dann geht es vielleicht weg“. Aber Themen, über die man nicht spricht, verschwinden nicht.“ (S. 113). Besonders gut hat mir das Buch übrigens deshalb gefallen, weil ich selbst zu der einen oder anderen Randgruppe gehöre, die unter der Politischen Korrektheit der neuen Moralapostel leidet 😉 Fazit: unbedingt lesen.
  7. Günther Weber und Dieter Ott: Gut Brot will Weile haben – Der Bäcker vom Lorettohof und seine besten Rezepte. Aus der Bibliothek. Das Buch beschreibt den Lebensweg von Günther Weber, der zusammen mit seiner Frau den Lorettohof am Rande der Schwäbschen Alb führt. Dort gibt es Holzofenbrot und Ziegenkäse zu kaufen. Der Leser erfährt, was ein gutes Brot braucht, und warum sich Weber dafür entschieden hat, wieder im traditionellen Holzofen zu backen. Ein Rezeptteil rundet das Buch ab. Insgesamt hat mir die Lektüre sehr gefallen. Das Einzige, was ich schade fand, ist, daß die Rezepte für recht große Mengen (jeweils 4 kg Brot bzw. rund 20 Brötchen/Backstücke) und für den Holzbackofen ausgelegt sind. Zwar könnte man jetzt rumexperimentieren, aber dazu habe ich ehrlich gesagt nicht die Lust. Schön zu lesen, aber kein Must Have.
Liam, 01.08.2016, 20:50 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Juni

Im Juni hatte ich endlich wieder Lust und Gelegenheit, mehr zu lesen. Es gab sogar Momente, die, auch wenn sie nur ein paar Sekunden dauerten, mich daran erinnerten, wie ich als Kind von einem Buch absorbiert werden konnte. In denen ich in diesem Lese-Flow drin war, der heute für mich nur ziemlich schwer zu erreichen ist.

  1. Anneliese Bunk und Nadine Schubert: Besser leben ohne Plastik. Aus der Bibliothek. Bin im Internet auf das Buch gestoßen und da Plastikvermeidung für mich seit ein paar Jahren ein Thema ist, habe ich das Buch gelesen. Besonders gut hat mir gefallen, daß die Autorinnen so viele Alltagstips geben, die wirklich schnell und leicht umzusetzen sind.
  2. Otto Hermann Pesch: Die zehn Gebote. Das Buch habe ich in der Kirche in Altötting zum Mitnehmen ausgelegt gefunden. Also dachte ich, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, und habe, wohl das erste Mal seit meinem Studium, christliche Lektüre gelesen. Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie modern und menschenzugewandt der Autor den Dekalog interpretiert (er ist Katholik und was ich vor knapp 20 Jahren von katholischen Autoren lesen mußte, war gelinge gesagt anders). Ich denke, für katholische Christen ist das Buch wertvoll, ich selbst bin an ein paar Stellen ein wenig zusammengezuckt, aber ok. Das Buch wurde schon wieder ausgesetzt.
  3. Susanne Klingner: Hab ich selbst gemacht. Seit langem mal wieder ein Buch, das ich mir gekauft habe (allerdings gebraucht und sehr günstig). Die Autorin beschließt, ein Jahr lang möglichst viel selbstzumachen, und das Buch, das sie ähnlich wie ein Tagebuch dazu geschrieben hat, dokumentiert diese Reise. Las sich sehr kurzweilig und amüsant. Der wirkliche Nutzen dieses Buchs für mich jedoch lag darin, mir einmal zu verdeutlichen, wie viel ich tatsächlich selbermache bzw. daß ich durchaus am Ende eines Tages müde und erledigt sein darf, weil ich soviel selbermache. Klingner ist es also gelungen, Wertschätzung für meine Selbermachprojekte (Brot, Kochen, Garten, Malen und so) in mir zu entfachen. Allein dafür liebe ich das Buch. Weiß noch nicht, ob ich es in den Bücherschrank stellen oder behalten soll.
  4. Udo Pollmer, Georg Keckl und Klaus Alfs: Don’t Go Veggie! 75 Fakten zum vegetarischen Wahn. Aus der Bibliothek. Das Buch habe ich mir ausgeliehen, weil ich selbst sehr lange vegetarisch und vegan gegessen habe und mir der Name Pollmer daher ein Begriff war. Es gibt Leute, die ihn für den Ernährungsantichristen halten- definitiv Grund genug, sein Buch zu lesen, das als „gepfefferte Kampfschrift gegen den vegetarischen Mainstream“ beschrieben wird. In 75 kurzen und knackigen Kapiteln nehmen die Autoren sich also bestimmte Glaubenssätze der vegetarisch-veganen Fraktion vor, die sie offensichtlich genüßlich auseinanderlegen. Gut gefallen hat mir der Realismus, mit dem das geschieht. Nicht so gut gefallen hat mir, daß bestimmte vegetarisch-vegane Argumente nur einseitig beleuchtet werden (umgekehrt tun das Vegetarier und Veganer ja auch mit den Argumenten von Omnivoren). Alles in allem fand ich das Buch sehr lesenswert und durchaus unterhaltsam. Ich glaube, Veganern würde ich das Buch nicht empfehlen, es sei denn, sie haben ihren Blutdruck im Griff 🙂
  5. Andrea Schwarz: Die Sehnsucht ist größer – ein geistliches Pilgertagebuch. Aus der Bibliothek. Derzeit leihe ich mich etwas wahllos durch Pilgerbücher und da war das eben mit dabei. Schwarz beschreibt ihren Pilgerweg von 1996 (1997?). Sie ist gläubige Christin und hat sich kurz vor ihrem Aufbruch für ein Theologiestudium entschieden. Anders als viele andere Santiago-Bücher gewährt sie daher großzügige Einblicke in die spirituelle Dimension ihres Caminos. Hat mir an sich gut gefallen, ich merkte aber an vielen Stellen wieder einmal, daß ich menschliche Regungen nicht unbedingt verstehen kann…
  6. Jürgen Osterbrink und Franziska Andratsch: Gewalt in der Pflege. Aus der Bibliothek. Das Buch beleuchtet die Ursachen und Ausformungen von Gewalt in der Pflege. Dabei beziehen sich die Autoren immer wieder auf den Pflegeskandal von Lainz (Österreich). Zum Schluß bieten sie Informationen dazu, wie man Gewalt in der Pflege erkennt und vermeiden kann. Das Buch hat mir gefallen, aber es war nicht einfach zu lesen.
  7. Susanne Schaber: Der Jakobsweg. Aus der Bibliothek. Eine der vielen Publikationen über den camino, doch es handelt sich nur im weitesten Sinne um ein Reisetagebuch. Schaber erzählt vielmehr von Begegnungen, von Orten und auch vom Essen. Kurzweilig zu lesen. Mit Rezepten.
  8. Wildes Baden-Württemberg. Dunkle Wälder, grüne Höhen. Herausgegeben von National Geographic. Aus der Bibliothek. Photoband über unser schönes Bundesland ♥ War halt mit wenig Text.
  9. Kirk D. Strosahl und Patricia J. Robinson: In diesem Moment – Stress überwinden und achtsam werden. Aus der Bibliothek. Diese recht neue Veröffentlichung hat mich angesprochen, weil ich mich im Zuge meiner Yoga- und Zenpraxis mit dem Thema Achtsamkeit auseinandergesetzt habe und dachte, es wäre eine gute Idee, das alles nochmal aufzufrischen. Das Buch ist ansprechend und leicht verständlich geschrieben. Besonders gefallen hat mir, daß die beiden Autoren neurowissenschaftliche Erkenntnisse in ihre Arbeit einfließen lassen – was es mir immer einfacher macht, die Prozesse, die mein Gehirn so abwickelt, zu verstehen. Gefallen hat mir auch, daß es jede Menge Übungen zum Nachvollziehen und Erlernen der neuen Denkmuster zur Achtsamkeit gibt. Allerdings gab es für mich insgesamt nicht viel Neues zu lesen. War einfach ein guter Reminder.
Liam, 01.07.2016, 11:29 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Mai

Im Mai hatte ich nicht viel Gelegenheit zum Lesen wegen Kurzurlaub, Wohnzimmerboden und Küche. Daß es dann doch drei Bücher geworden sind, hat mich überrascht 🙂

  1. Jim Thompson: In die finstere Nacht. Aus der Bibliothek. Ich habe das Buch mitgenommen, weil es als „Noir-Thriller“ angepriesen wurde und weil Thompson angeblich so fabelhaft schreibt. Ich nehme an, das hat er auch getan, als das Buch erschien. 1953. Für den Leser von heute erschließt sich die Story nicht so wirklich. Es geht um einen kleinwüchsigen, todkranken Serienkiller, der in einem kleinen Ort einen Kronzeugen erledigen soll. Dazu kommt er gar nicht, weil sämtliche Figuren um ihn herum merkwürdig agieren, und er selbst immer paranoider wird und dabei das Offensichtliche übersieht. Am Ende wird er auch noch paranoid und psycho, so daß der Schluß komplett in Gefasel absäuft. Ziemlich scheußlich, und ich bin überrascht, daß Heyne das Buch überhaupt verlegt hat.
  2. Sylvia Deuse: Jakobsweg auf der Via de la Plata. Bücherschrankfund. Die Autorin beschreibt ihre Pilgerfahrt mit dem Fahrrad von Sevilla nach Santiago. Das Buch hat mich insofern enttäuscht, als daß ich mir mehr Einblicke in innere Prozesse und weniger Wegbeschreibungen gewünscht hätte. Hätte das Buch noch Kartenmaterial geboten, wäre es ein perfekter Reiseführer geworden. Und das interessiert mich persönlich halt nicht so. Wird also wieder ausgesetzt.
  3. Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Bücherschrankfund. Das Buch skizziert Leben und Wirken von Gauß und Humboldt bis etwa zu ihrem 60. Lebensjahr. Mir hat es gut gefallen, weil es durchaus ironisch und urkomisch ist. Das Ende habe ich offenbar ganz anders gelesen als die meisten anderen (zumindest nehme ich das anhand der Rezensionen an), aber egal. Wird wieder ausgesetzt.
Liam, 01.06.2016, 13:28 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im April

Im April fiel mir das Lesen leider nicht so leicht wie noch im März. Ich habe oft nur ein paar Zeilen gelesen, wenn überhaupt.

  1. Jan Grossarth: Vom Land in den Mund – warum sich die Nahrungsindustrie neu erfinden muß. Aus der Bibliothek. In kurzen Kapiteln beleuchtet Grossarth den Widerspruch zwischen dem als gut gelobten Biolandbau, der als böse verschrienen Lebensmittelindustrie und den Anforderungen der modernen, überbevölkerten Gesellschaft. Was mir gut gefällt, ist, daß der Autor hier ein sehr vielschichtiges Portrait komplexer Zusammenhänge bietet, das sich unterhaltsam liest und einen dennoch nachdenklich und irgendwie ein bißchen schlauer zurückläßt. Was mir nicht einleuchtet, ist, daß das schmale Bändchen 18 € kostet, denn es wäre durchaus wünschenswert, daß mehr Menschen es läsen…
  2. Tom und Lauri Holmes: Reisen in die Innenwelt – der Selbsterfahrungs-Guide in Bildern. Aus der Bibliothek. Wir alle bestehen aus vielen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen, von denen in unterschiedlichen Momenten verschiedene im inneren „Wohnzimmer“ auftauchen und dort miteinander agieren. Da wären z.B. der Multitasker, der innere Antreiber, das innere Kind und das „Genußschwein“. Das Buch versucht, unsere innere Dynamik zu erklären und dabei zu helfen, bestimmte Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern. Ich muß gestehen, daß ich mit dem Buch nicht viel anfangen konnte. Zum einen weil es populärwissenschaftlich verfaßt ist und mir daher zig wichtige Informationen fehlen (klar, es soll ja gerade möglichst einfach zu lesen sein), zum anderen weil ich ein massives Problem damit habe, daß der Genuß-Anteil als „Genußschwein“ bezeichnet wird. Da sich das durch das ganze Buch zieht und mir permanent mit seiner latent mitschwingenden Entwertung auf den Keks geht, konnte ich mich nicht voll auf den Inhalt einlassen. Ganz ausgeklinkt habe ich mich dann beim letzten Kapitel, das sich der Verbindung von Spiritualität und inneren Anteilen widmet. Not my cup of tea.
  3. Rae Spoon & Ivan E. Coyote: Goodbye Gender. Das Buch ist das textgewordene Bühnenprogramm „Gender Failure“ der beiden und ist im Grunde eine Sammlung von Texten rund um das Thema Gender. Gefallen hat es mir, weil die enthaltenen Geschichten nachdenklich, lustig, absurd und manchmal auch traurig sind. War unterhaltsam und schnell zu lesen, allerdings glaube ich, daß mir gerade solche auf genderkorrekte Sprache fokussierten Bücher im englischen Original besser gefallen würden. Beim nächsten Mal.

Reingelesen habe ich noch in andere Bücher, aber da ich sie nicht beendet habe, zähle ich sie hier auch nicht auf.

Liam, 01.05.2016, 17:21 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Christ Goodbye

Manche Dinge brauchen einfach etwas Zeit. Ich brauchte 16 Jahre, um endlich einmal Saturnus live zu sehen 🙂

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Schön war’s und wenn es nach mir gegangen wäre, hätten sie gern noch viel länger spielen können.

Liam, 09.04.2016, 17:34 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im März

Der März war offenbar ein guter Monat zum Lesen – habe soviel am Stück gelesen wie schon lange nicht mehr.

  1. Jula Böge: Ich bin (k)ein Mann. Als Transgender glücklich leben. Aus der Bibliothek. Habe ich mir auf Empfehlung eines crossdressenden Freundes ausgeliehen. Im ersten Teil des Buches werden die Grundlagen erörtert, dann folgen praktische Tips (Umgang mit anderen Menschen, Styling, Selbstorganisation etc.) und zuletzt erzählt Böge von mehreren Gelegenheiten, in denen sie ihre Weiblichkeit gelebt hat, indem sie als Frau ausging bzw. über mehrere Tage gelebt hat. Ich bin ehrlich, ich hätte das Buch nicht gelesen, wenn mein Freund mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätte. So jedoch war es für mich ein erhellender Einblick in so vieles, was er mir erzählt hat. Ich denke, für Betroffene bietet das Buch einen guten Einstieg bzw. eine umfassende Übersicht.
  2. Ulrich Detrois: Höllenritt. Ein deutscher Hells Angel packt aus. Aus der Bibliothek. Gemessen an den Büchern, die ich üblicherweise lese, ist dieses Buch genauso ungewöhnlich wie der erste Posten im März. Es stand in der Bibliothek im Regal, es war schwarz, ich brauchte nur den Arm ausstrecken, es versprach eher leichte Unterhaltung – also nahm ich es mit. Der Inhalt hält, was der Titel verspricht: einen Trip in die Welt der Hells Angel. Durchaus unterhaltsam, für mich im Groben und Ganzen aber nicht nachvollziehbar. Was in aller Welt Männer an diesem Biker-Bad-Boy-Lifestyle toll finden, erschließt sich mir nicht. War jedenfalls leicht und schnell zu lesen.
  3. Patrick Mauriès: Das Kuriositätenkabinett. Aus der Bibliothek. In diesem Buch zeichnet Mauriès die Geschichte der Kuriositätenkabinette und Wunderräume von ihren Ursprüngen bis heute nach, wobei sie ihre Blütezeit zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert hatten. Es gibt viele Photos und Zeichnungen und außerdem eine Menge von Informationen in Textform. Sehr interessant!
  4. Marc Elsberg: Blackout. Aus dem Bücherschrank. An einem Tag im Februar kommt Europas Stromversorgung zum Erliegen. Das Buch besteht aus mehreren Erzählsträngen, so begleitet der Leser Behörden, Privatpersonen und Stromversorger durch die ersten 19 Tage des Blackouts. Das Buch hat mir extrem gut gefallen, weil es nicht nur unterhaltsam, sondern auch noch fundiert recherchiert ist. Außerdem hat es mich mal wieder darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig ein gewisses Maß an Preparedness ist…also schnell mal Medikamente und Batterien checken 🙂 Das Buch kann ich jedem empfehlen, der gern Wissenschaftsthriller liest. Ich habe mir jetzt noch das Hörbuch (gekürzt!) gekauft, weil ich die Geschichte so spannend fand.
  5. Petra Oelker: Tod auf dem Jakobsweg. Aus dem Bücherschrank. Journalistin Leo Peheim verbringt ihren Urlaub mit einer 14-tägigen Luxus-Pilgerfahrt in der Gruppe. Just am ersten Pilgertag verunglückt einer der Teilnehmer. Hat sein Unfall mit einem ganz ähnlichen Geschehnis viel weiter hinten auf dem Camino zu tun? Kann einer der Mitreisenden von Leo dahinter stecken? Während die Gruppe sich langsam aber sicher Santiago nähert, wird es auch für Leo lebensgefährlich… Das Buch habe ich mir mitgenommen, weil es auf dem Camino spielt, den ich selbst so gern einmal gehen würde. Im Grunde hat es meine Erwartungen voll und ganz erfüllt: Oelker verknüpft Reisebeschreibung und Krimi. Um Spirituelles geht es nur sehr am Rande und auch nicht für die Hauptperson. War kurzweilig zu lesen und wird wieder ausgesetzt.
Liam, 30.03.2016, 18:33 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Bücher im Februar

Im Februar habe ich folgende Bücher gelesen:

  1. Henning Schmidt-Semisch und Friedrich Schorb (Hg.): Kreuzzug gegen Fette. Sozialwissenschaftliche Aspekte des gesellschaftlichen Umgangs mit Übergewicht und Adipositas. Aus der Bibliothek. Das Buch habe ich zufällig gefunden und wollte einfach mal reinlesen, doch es hat mich ehrlich gefesselt. Es enthält eine Reihe von Aufsätzen, die die „Adipositashysterie“ analysieren: ihre Ursprunge, ihre Ausprägungen, ihre Profiteure und auch ihre sozialen Komponenten. Sehr empfehlenswert und mal ganz abseits vom fit-schlank-Körperkult, der sich in den Massenmedien selbst feiert.
  2. Umberto Eco: Nachschrift zum Namen der Rose. Bücherschrankfund. Der Name der Rose ist eins meiner Lieblingsbücher, schon seit Urzeiten. Da wollte ich natürlich wissen, was Eco noch angemerkt hat. In dem kleinen Bändchen geht es u.a. um den Entstehungsprozeß des Romans, um allgemeine Betrachtungen zu Moderne und Postmoderne und um die Frage, inwiefern der Roman ein Krimi ist. Sehr interessant, wird aber wieder ausgesetzt.
  3. Felix Scheinberger: Wasserfarbe für Gestalter. Aus der Bibliothek. Nachdem mir sein Buch „Mut zum Skizzenbuch“ so gut gefallen hat, mußte ich natürlich auch dieses Buch lesen. Ich bin nicht enttäuscht worden. In den letzten Jahren habe ich viele Bücher zum Thema Aquarellmalerei gelesen, aber dies hier war das Unterhaltsamste und das, welches mich aufgrund seines locker-flockigen Ansatzes am meisten begeistert hat. Netter Gimmick: jedes Cover wird vom Autor individuell mit Aquarellfarbe gestaltet.
  4. Hellmut Lützner: Wie neugeboren durch Fasten. Bücherschrankfindung. Ich habe es mitgenommen und gelesen, weil es gerade in die Zeit hineinpaßt. War ganz interessant und hat mir ein paar Denkanstöße mitgegeben, wird aber wieder ausgesetzt.
Liam, 27.02.2016, 11:32 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Januar

Auch dieses Jahr möchte ich wieder festhalten, welche ich Bücher ich lese. Im Januar waren es:

  1. Eberhard Holder: Sketch and Scrapbook. Aus der Bibliothek. Mir wurde das Buch als gutes Grundlagenwerk empfohlen und das ist es wohl auch. Ich bin dennoch nicht so richtig mit dem Buch warm geworden – der Anspruch war für mich Hobbykritzler einfach zu hoch, die Ausführungen waren mir zu akademisch. Mir liegt beim Skizzieren wohl eher der locker-flockige Ansatz von anderen Autoren und Künstlern.
  2. Pat Ogden/Kekuni Minton/Clare Pain: Trauma und Körper. Aus der Bibliothek. Das Buch ist mit das Beste, das ich je über die körperbasierte Arbeit an Traumata gelesen habe – und es war wahnsinnig anstrengend, es zu lesen. Zum einen lag das an der akademischen Sprache, zum anderen aber auch einfach daran, daß es mich selbst so sehr betrifft und daher fordert. Ich habe mir viele Notizen gemacht und auch in der Therapie bestimmte Dinge angesprochen, die ich für mich wichtig finde. Ganz tolles Buch!
  3. Jutta Gay und Inga Menkhoff: Das große Buch der Bienen. Aus der Bibliothek. Ich interessiere mich seit vielen Jahren für Bienen und Imkerei, ein Thema, das sich praktisch durch mein ganzes Leben zieht. Nachdem ich im Dezember „The Shamanic Way of the Bee“ gelesen hatte, habe ich beschlossen, mich näher mit Bienen und Imkerei zu befassen. Das Buch von Gay/Menkhoff bietet einen guten ersten Einstieg, erzählt von der Anatomie und der Lebensweise der Honigbienen, ihren Zyklen, ihren Feinden und wie wir ihr helfen können. War richtig interessant und hatte jede Menge schöne Bilder im Gepäck.
Liam, 01.02.2016, 19:03 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Das Lesejahr 2015

Nachdem ich gerade meine Statistik für Dezember eingestellt habe, möchte ich noch auf das gesamte Lesejahr 2015 zurückblicken.

Insgesamt habe ich dann doch 52 Bücher gelesen, was statistisch gesehen eins pro Woche gewesen wäre. Tatsächlich hatte ich aber viele Wochen, in denen ich nicht eine Zeile in einem Buch gelesen habe. Die Unfähigkeit, zu lesen, ist an die PTBS gekoppelt (und je mehr ich über mich selbst und diese Krankheit lerne, desto stärker bezweifle ich, daß es Lebensbereiche gibt, auf die sie sich nicht auswirkt). Früher habe ich Bücher geradezu weggesaugt und konnte auch sehr schnell sinnerfassend lesen. Das kann ich heute nicht mehr. Dazu kommt, daß mir oft die Ruhe zum Lesen fehlt, denn ich lebe nunmal nicht allein und scheinbar bin ich für meine Familie vor allem dann ein wichtiger Ansprechpartner, wenn ich ein Buch vor mir habe…

Außerdem ist mir aufgefallen, daß ich dazu neige, Inhalte zu vergessen. Blöderweise passiert das nicht nur, wenn es mehrere Wochen oder gar Monate her ist, daß ich ein Buch gelesen habe – es passiert sogar während des Lesens bzw. wenige Zeilen/Seiten später. Theoretisch müßte ich mir zu jedem Buch, das ich lese, Notizen machen, damit ich auch im Nachhinein etwas davon habe, es gelesen zu haben. In meinem Studium sagte uns ein Professor, man müsse nicht alles wissen – es würde reichen, zu wissen, wo es steht. Aber da ich gern mein Gedächtnis trainieren und über bestimmte Dinge etwas lernen will, wäre es schon hilfreich, wenn ich mir auch mal etwas merken könnte…

Diese frustrierenden Erfahrungen, die mit dem Lesen verbunden sind, führen nicht gerade dazu, daß ich es als harmlos oder gar entspannend betrachten kann. Es konfrontiert mich ständig damit, daß ich nicht mehr so funktioniere, wie ich es von früher gewohnt bin bzw. wie ich mir das wünschen würde. Manchmal macht mir diese eingeschränkte Funktionsfähigkeit sogar Angst, weil ich befürchte, darin Anzeichen für schlimmere Schädigungen oder Krankheiten wie etwa Alzheimer zu erkennen. Leider sind die Zeiten, in denen Lesen reiner Genuß war, vorbei, und dieser Verlust macht mich immer wieder traurig.

Besuche beim Bücherschrank und in der Bibliothek sind für mich dennoch wichtig. Ich mag diese Orte, weil ich mit ihnen Erinnerungen an Zeiten verbinde, in denen Bücher für mich essentielle Nahrung waren und mir Trost und ja, auch so etwas wie Geborgenheit spendeten. Ich wünsche mir, durch beharrliches Lese-Training wieder mehr/schneller/besser lesen zu lernen. Ich glaube, daß ich diesen Parallelkosmos, den Bücher eröffnen, ganz dringend brauche.

Liam, 31.12.2015, 14:08 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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