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Kategorie: Housekeeping

Vollwert-Backlinge

Diese Backlinge habe ich in den letzten Wochen ziemlich oft gemacht, weil sie schnell gehen, sich im Kühlschrank einige Tage halten und, wenn man akut Hunger bekommt, direkt verfügbar sind. Ich besitze eine Getreidemühle und insofern ist es für mich kein Ding, mal eben kleine oder auch größere Mengen Getreide frisch zu schroten oder zu mahlen. Wer keine Getreidemühle hat und trotzdem wirklich vollwertige Backlinge essen möchte, sollte sich sein Getreide im Handel frisch mahlen lassen und es bald verbrauchen. Ansonsten könnte man Getreide auch mit einer Kaffeemühle (Handbetrieb oder elektrisch) oder einem Blender schroten und mahlen.

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125 g Getreide mittelfein schroten. Ich habe bisher Hafer, Dinkel und Gerste ausprobiert, auch untereinander gemischt, und fand, daß pure Haferbacklinge am feinsten schmeckten – aber die anderen sind auch lecker 🙂 25 g geriebenen Hartkäse, 2 EL Öl und 125 ml lauwarmes Wasser dazugeben. Außerdem kann man feingewürfeltes oder geraffeltes Gemüse und Gewürze nach Geschmack unterrühren. Ich selbst verwende gern Gemüsereste (z.B. Karotte, Fenchel, Chili, Lauchzwiebel etc.) und Kräuter (Schnittlauch, Oregano, Thymian, Rosmarin, …), außerdem Salz und Pfeffer. Die Masse eine halbe Stunde bei Raumtemperatur quellen lassen, dann mit feuchten Händen vier Backlinge formen und diese auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. In den kalten Ofen schieben und bei 200°C Umluft (sonst eher 220°C) 30 min. backen.

Ob sich diese Backlinge auch mit Haferflocken machen lassen, habe ich noch nicht ausprobiert, könnte es mir aber vorstellen. Die auf dem Bild oben enthalten übrigens feingewürfelte Jalapeño, Oregano und Knoblauch.

Liam, 09.07.2016, 22:59 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Housekeeping | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Eingelegte Jalapeños

Seit ich mein neues Spielzeug (aka Küche) habe, bin ich ziemlich damit beschäftigt, tausend Dinge zu backen, zu brutzeln und einzukochen. Heute habe ich das erste Mal grüne Jalapeños eingelegt. War ganz simpel.

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Alte Marmeladengläser gründlich spülen und mit kochendem Wasser ausspülen, um sie zu sterilisieren. Deckel nicht vergessen. In jedes Glas kommt 1 TL gelbe Senfkörner und 1 gepellte Knoblauchzehe. Jalapeños waschen und in dicke Scheiben schneiden. Die Gläser vollpacken und nachstopfen, es soll schön eng werden. Nun je 500 ml Wasser und Weißweinessig zusammen mit je 1 EL Rohrohrzucker und Meersalz zum Kochen bringen. Die Gläser mit diesem Sud vollfüllen, verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Nach einer Woche kann man probieren, aber sie sind rund ein Jahr (oder länger) haltbar.

Liam, 25.06.2016, 16:07 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Housekeeping | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Mittsommer 2016

Wie ich schon schrieb, ist mein Terminkalender gerade rappelvoll mit Terminen, die viel Zeit und Energie brauchen. Da ich seit Jahren keine eigentlichen Rituale mehr feiere, war ich etwas überrascht davon, plötzlich wahrzunehmen, daß ich zu Litha gern „irgendwas“ machen wollte. Mir war allerdings auch direkt klar, daß das sicher nichts mit Kerzen, Räucherwerk und unterm Vollmond tanzen zu tun haben würde 🙂

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Am Samstag hatte ich ja meine alte Knetmaschine aus dem Keller geholt und war so begeistert davon, wieder ohne Hilfe Brot backen zu können, daß mir direkt in den Sinn kam, mal wieder ein Flechtbrot bzw. einen Hefezopf zu backen. Backen bzw. Kochen sind meine täglichen Rituale, die dem Alltag Struktur geben. Beides kann aber auch zu einem spirituellen Ritual werden.

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Ich denke, der Unterschied zwischen diesen beiden Ritualformen ist eigentlich nur das Einlassen bzw. die Energielenkung. Im Alltag geht es meist darum, möglichst effektiv und damit zeitschonend zu kochen und dabei gleichzeitig meine Familie und mich selbst mit Nahrung und Gemeinschaft (beim Essen) zu versorgen. Dahinter steckt letztlich auch ein Wert, den ich gern pflege und weitergeben möchte, nämlich sich für die Mahlzeiten Zeit zu nehmen und das Essen bzw. den Koch zu würdigen. Mit PTBS ist es immer wieder ein Thema, für sich selbst gut zu sorgen und sich in jeder Hinsicht zu nähren.

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Dahingegen macht für mich das spirituell-rituelle Kochen und Backen aus, mich auf einer Art Meta-Ebene auf das Geschehen einzulassen. Während ich das Korn mahle, wandern meine Gedanken zu John Barleycorn und zum Kornwolf. Die Eidotter in meiner Schüssel leuchten mir wie kleine Sonnen entgegen und lösen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten aus, wo ich gar nicht fassen konnte, daß in jeder Eierschale so eine perfekte orange-goldene Kugel schwimmt.

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Der Knetvorgang wirft für mich die Frage auf, aus welchen heterogenen Elementen ich selbst bestehe, und wie sie sich zusammen zu einer Einheit fügen. Ich schaue dem Teig zu und prüfe ihn hin und wieder. Es braucht seine Zeit. Wo will ich Dinge überstürzen, wo bin ich geduldig?

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Der Teig muß bei der Wärme eigentlich nur eine halbe Stunde gehen, aber wie bei meinen Broten drücke ich ihn mehrmals zusammen und lasse die Hefe noch länger arbeiten. Wieder kommen Erinnerungen hoch. Vor 20 Jahren habe ich mit einem geschenkten Brotbackautomaten angefangen. War ich damals schon der, der ich heute bin?

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Während ich den Teig auswelle, denke ich an den Tag, als ich das Holz gekauft habe, und während ich die Füllung auftrage und schließlich den Teig flechte, kommen mir Erinnerungen an andere Ritualbrote, die ich gebacken habe.

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Beim Flechten der Teigstränge muß ich auch über die Frage nachdenken, mit wem ich verbunden bin. Bin ich bindungsfähig? Lieber ein einsamer Wolf? Wo bin ich Verknüpfungen eingegangen, aus denen ich mich gern lösen würde? Wo werde ich mit anderen „verbacken“, ohne das zu wollen?

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Daß dazu die Sonne in meine Küche scheint – am bisher einzigen richtig sonnigen Tag seit langem – paßt absolut. Hin und wieder berühren meine Gedanken Dinge, die ich mit vergangenen Mittsommerfesten verbinde, und ehe ich es mich versehe, ist der Zopf im Ofen.

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Am Abend spüre ich meinen Körper schwer und müde. Was sich in einem Blogpost in zwei Minuten liest, hat vier Stunden gedauert – definitiv ein langes Ritual. Ich esse vom Zopf, teile ihn mit anderen, und schaue mir noch einmal im Kurzdurchgang meine Gedanken und Emotionen vom Nachmittag an. Da war Sonne und Schatten, Süße und Bitterkeit. Wenn alles im Ausgleich ist, bin ich in Balance. Mittsommer markiert den Abschied von der Sonne, denn auch wenn uns die richtig heißen Tage noch ins Haus stehen, die Sonne wird von jetzt an weniger lang am Himmel stehen. Wie gehe ich in die Hitze hinein? Wie in die Dunkelheit?

Schatz, ich bin so befriedigt…

Das wollte ich nur mal festhalten, an diesem frühen Samstagabend, und wo ich den Tag mit Brotbacken, Essenkochen und Küche-fertig-Einräumen verbracht habe.

Weil…..manchmal vergesse ich, wie gut sich das anfühlt, Korn zu mahlen, Teig zu kneten und ihn dann stundenlang zu betüddeln, frisches Gemüse und Obst zu schnippeln, in meinen Gewürzen zu schwelgen und am Ende bei Tisch satte, zufriedene Menschen sitzen zu haben.

Manchmal denke ich, Hausarbeit und Haushaltsführung sollte ich quasi „nebenher“ wuppen können, weil „das bißchen Arbeit“, richtig? Falsch. Die Entwertung meiner eigenen Arbeit und Leistung ist Teil meiner kPTBS. Ein Teil, der total tückisch sein kann, denn egal, wie sehr ich mich anstrenge, es ist natürlich nie genug. Das Spielchen kann ich auch bis zum körperlichen und mentalen Zusammenbruch spielen (was ich schon oft genug getan habe, lernfähig, wie ich bin *hüstel*), was mich dann in eine unangenehme Abhängigkeit von anderen treibt (die dann meine Aufgaben übernehmen müssen).

Gerade jetzt also, wo ich am Küchentisch sitze, auf dem Herd ein Massaman Curry brodelt und der Duft von Basmatireis vom Reiskocher aufsteigt, da will ich kurz innehalten und mir bewußt machen, wie wertvoll das hier ist. Das, was ich hier tue.

Ich will mir auch ins Bewußtsein rufen, daß ich soviel mehr kann, als ich selbst oft denke. Klar, irgendwo da draußen gibt es Unversehrte, die das, was ich tue, und einen Vollzeitjob unter einen Hut kriegen ohne zusammenzubrechen (Respekt!), aber für mich ist das alles hier eine große Leistung.

Ich glaube, dafür habe ich mir eine Belohnung verdient. Frisches Brot mit Mozzarella und gegrilltem grünen Spargel nachher in der Halbzeit klingt gut…

Liam, 18.06.2016, 17:15 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Housekeeping,PTBS | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

Plastik und so

Plastik ist schlecht, das wissen wir inzwischen alle. Mich hat seinerzeit der Film „Plastic Planet“ und die daraufhin in sämtlichen sozialen Netzwerken und Blogs losbrechende Diskussion auf das Thema aufmerksam gemacht. Seither ist viel passiert und weil ich gerade „Besser leben ohne Plastik“ lese, will ich mal zurückgucken und eine kleine Bestandsaufnahme machen.

Dauerhaft geändert habe ich einiges an meinem Haushalt. Ich weiß nicht, ob mir jetzt alles einfällt, aber ich zähle mal ein bißchen auf.

Statt teflonbeschichteter Pfannen habe ich auf Keramikpfannen umgestellt. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, daß es da in der Qualität riesige Unterschiede gibt. Ich habe z.B. in eine 40 € Keramikpfanne (20 cm ∅) plus 30 € Deckel investiert, die nach nicht zehnmaliger Benutzung schon nicht mehr vernünftig sauber zu kriegen war. Schrottding. Dann habe ich im Discounter eine gleichgroße Keramikpfanne für 12 € gekauft, die seit Jahr und Tag ihren Dienst tut. Eine keramikbeschichtete Grillpfanne für 70 € entpuppte sich leider ebenfalls als praktisch nicht zu reinigen. Fazit: nur anhand des Preises kann man keine gute Keramikpfanne identifizieren.

Plastikbrotdosen habe ich durch Edelstahldosen ersetzt. Paßt und funktioniert, ebenso wie die Glaszitruspresse. Plastiklöffel und -pfannenwender habe ich durch ebensolche aus Holz ersetzt und hatte dabei sogar noch das Glück, einen Löffelschnitzer zu treffen, der das Ganze aus heimischen Obstgehölzen herstellt. Paßt.

Dann wollte ich Vorratsdosen ebenfalls ohne Plastik kaufen und stellte fest: gibt’s nicht. Immerhin gab es Glasdosen mit Plastikdeckel. Ich glaube, niemals hat mich eine Vorratsdose mehr genervt! Geschickterweise habe ich gleich einen ganzen Schwung von denen in verschiedenen Größen gekauft. Glas ist schwer, Glas ist zerbrechlich, Glas ist schweinekalt, wenn es aus dem Kühlschrank kommt, Glas ist flutschig, wenn es leicht feucht ist (Kondenswasser!). Sie ließen sich nicht ineinanderstapeln. Und noch ein Minuspunkt: der blöde Deckel blieb nicht zu. Also, anfangs schon, dann aber nicht mehr. Nach ungefähr zwei Jahren und einigen zerschmissenen Glasunterteilen habe ich dann wieder reumütig auf Plastik umgestellt. Ein (halb-)reines Ökogewissen zum Preis von Nerverei mache ich nicht mit.

Ansonsten habe ich festgestellt, daß ich alles in allem eine relativ plastikfreie Küche habe. Habe z.B. schon lange Holzschneidebretter, gute Schneidemesser mit Holzgriff, einen Durchschlag aus Edelstahl, Trinkgläser, Keramikbecher, Steingutgeschirr und Edelstahlbesteck. Die Plastikteile, die ich noch besitze, möchte ich behalten bzw. würde sie sogar jederzeit nachkaufen wie etwa bereits erwähnte Plastikvorratsdosen, den Vitamix, die Front meines Ofens, meinen Kühlschrank und so.

Nachdem ich „Plastic Planet“ geguckt hatte, habe ich versucht, auf Plastik beim Einkaufen zu verzichten. Damals habe ich noch vegan gegessen und schwenkte für den Einkauf von Obst und Gemüse einfach auf den Hofladen um. Hat gepaßt. War aber um ein Vielfaches teuer. Meine Familie und ich verputzen pro Tag 1 bis 1,5 kg Gemüse zuzüglich Obst zuzüglich Beilagen. Das ging echt ins Geld. Als ich wieder auf omnivore Kost umstieg, habe ich pragmatisch mit den Schultern gezuckt und wieder auf Discounter-Gemüse umgestellt. Weil ich Käse, Wurst und Co. auch fast nur in Plastik verpackt bekomme. Klar gibt es Alternativen, im Bio-Markt, und in der Regel mit Laktose drin. Geht also selten bis gar nicht. Und ich finde, wenn ich eh schon gezwungen bin, Zeug aus Plastik zu essen, dann spielt es keine Rolle mehr, ob auch mein Gemüse in Plastik verpackt ist. Nach wie vor bevorzuge ich Sachen ohne Plastik, aber ich lasse mir da auch keine grauen Haare mehr wachsen…

…auch, weil ich finde, daß ich an vielen anderen Stellen sehr viel Plastik einspare. Wir trinken ausschließlich Leitungswasser, mein Brot backe ich selbst (Korn ist in Papier verpackt, weil es atmen soll!), Reis, Linsen und Co. muß ich zwar in Plastik eingeschweißt kaufen, nehme aber immer die größten Gebinde, wodurch ich immerhin Plastik einparen kann, und dann versuche ich zumindest, einen Teil meiner benötigten Kräuter und Gemüse selbst anzubauen bzw. sammle gern auch wild. Alles in allem finde ich meine Küche vom Plastikanteil her ok.

Was Kosmetikkram angeht, so fällt in einem reinem Männerhaushalt ehrlich gesagt nicht allzu viel an. Vorrangig Duschgel, denke ich. Ich habe jahrelang mit Stückseife geduscht und erst vor zwei Jahren wieder angefangen, Duschgel zu verwenden, und damit bin ich im Moment auch ganz glücklich – werde ich also nicht ändern. Das ist ein Berührungspunkt von Plastikfreiheit und PTBS. Ich glaube, ich habe viel zu viele Jahre relativ „mönchisch“ gelebt mir nur sehr wenig Annehmlichkeiten zugestanden, die über das Notwendige hinausgingen. Einfach weil ich mir das nicht gegönnt habe. Ich dachte, die einfache Variante von irgendwelchen Dingen (z.B. Zeug zum Duschen) müßte ausreichen. Erst vor knapp zwei Jahren habe ich begonnen, mich zu fragen, was ich eigentlich mag, also z.B. welchen Seifen- oder Duschgelduft, und den gibt es eben nur in der Plastikflasche. Brauche trotzdem nur so etwa zwei Flaschen Duschgel im Jahr, weil das Zeug halt sehr dickflüsssig ist und gut mit viel Wasser aufgeschäumt werden kann. Zusammen mit einer Packung Haargel und zwei Flaschen Shampoo war es das an Kosmetik-Plastik für mich. Ach nein, der Deckel meiner Zahncreme und meine Zahnbürste ist auch aus Plastik. Die Zahncremetube ist aus Alu und elektrische Zahnbürsten gibt es nicht aus Holz.

Reinigungsmittel brauchen wir auch eher wenig. In der Küche spüle ich mit einem Bio-Spüli auf Zuckertensid-Basis, das ich im 10-Liter-Eimer kaufe. Hält ewig, ein paar Jahre. Ist aber auch Plastik. Die Spülmaschine füttere ich mit in Plastik eingepackten Tabs. Als Badreiniger verwende ich im Winter oft Holzasche aus dem Ofen, ansonsten auch mal Entkalkerspray aus der Plastikflasche. Zum Waschen haben wir früher Pulver aus der Pappkiste (wahrscheinlich mit Plastikbeschichtung) genommen, aber das hat geklumpt, was bei vorrangig schwarzer Wäsche einfach doof ist. Seit ein paar Jahren benutzen wir Flüssigwaschmittel aus der 3-Liter-Flasche. Hält auch ewig, weil wir nur waschen, wenn eine Trommel voll ist. Weichspüler benutzen wir nicht.

Überhaupt glaube ich, daß es Sinn macht, nicht nur auf Plastikverzicht, sondern allgemein auf sinnvollen Umgang mit Ressourcen zu schauen. Ich werfe nur sehr wenig weg, und seit wir einen Komposter hinterm Haus haben, ist unser Restmüll oft nur wenig gefüllt. Ich kaufe nicht oft Kleidung, wenn auch inzwischen öfter als noch vor zwei, drei Jahren (hallo PTBS). Ich besitze genau ein Paar Schuhe (die haben aber Kunststoffe verarbeitet, geht nicht anders). Wenn ich Musik kaufe, dann als MP3. Überhaupt leihen wir viele unserer Medien (Bücher, Hörbücher, DVDs) nur noch aus, anstatt sie zu kaufen.

Ein großer Plastik-Posten ist jedoch Hardware (Computer, Notebook, Tablet, Handy und Co.), außerdem natürlich mein Auto (Innenausstattung ist eigentlich purer Kunststoff). Auch bei Möbeln kommt eine Menge Plastik zusammen. Oft gibt es das, was ich schön finde, nicht in Massivholz, und wenn doch, kann ich es nicht bezahlen.

Ich könnte definitiv den Selbermach-Anteil bei Kosmetik, Putz- und Waschmitteln und vermutlich auch bei Kleidung und Möbeln erhöhen. Könnte. Da ich für meine vorhandene menschliche Ressource aber schon sehr viel selbermache, sehe ich mich derzeit nicht mit Natron, Schlämmkreide, NaOH, Stoffbahnen oder Holzbrettern hantieren.

Außerdem muß ich ehrlich gestehen, daß mich die Hysterie, mit der „ecological correctness“ hierzulande oft praktiziert wird, inzwischen etwas….abstößt. Selbstverständlich macht es Sinn, das eigene Konsumverhalten zu überprüfen und das Machbare zu tun. Aber ich persönlich sehe inzwischen keinen Wert mehr darin, mich wegen nicht-fairer Kleidung (die es meist nicht in den Eigenschaften „Übergröße“ und „chic“ zusammen gibt) oder Palmöl in meinem Müsli zu zerfleischen. Nein, ich fühle mich deswegen nicht schlecht und schuldig, und vielleicht kommt mir da mein an Autismus grenzendes nicht vorhandenes Mitgefühl für meine Mitmenschen ja zur Hilfe, aber so ist es halt.

Liam, 04.06.2016, 20:01 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Housekeeping,PTBS | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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