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Archiv: Januar 2015

Gay Spirit Gedanken, Teil 1

Im Moment arbeite ich das Buch „Gay Spirit“ von John R. Stowe durch. Ich habe mir vorgenommen, wirklich jede Übung zu machen und das alles in einem eigens dafür vorgesehenem Tagebuch festzuhalten.

In den ersten Kapiteln und Übungen geht es um alte Glaubenssätze bezüglich des eigenen Schwulseins und den inneren Kritiker. Welche Position er zur eigenen Homosexualität einnimmt, ist ja ziemlich entlarvend, zumal sich darin einige Aussagen wiederfinden, die er 1:1 von anderen Menschen übernommen hat – meist aus der Kindheit und Jugend. Nachdem ich mir diese alten Glaubenssätze vergegenwärtigt habe, ist mir plötzlich klar geworden, warum ich manchmal nicht besonders nett von mir selbst denke bzw. mich nicht besonders gut behandle. Das war ganz schön schockierend, denn im Grunde arbeite ich damit ständig den Menschen (oder Energien) zu, die mich verletzt haben und mir nicht sehr wohlgesonnen begegnet sind.

Die letzte Übung, die ich gemacht habe, bestand darin, negative Gedanken über mich selbst auf Zettel zu schreiben, jeden Gedanken nochmal zu lesen und laut auszusprechen, daß ich ihn loslasse, und die Zettel dann ins Ofenfeuer zu werfen. Meine Aufgabe in den nächsten Wochen wird sein, positive Affirmationen, die ich erstellt habe, täglich laut zu lesen und leise für mich zu wiederholen, um sie zu manifestieren. Ich bin gespannt, wie sich das anfühlen wird. Ich könnte mir vorstellen, daß es Teile des Unterbewußtseins gibt, die erstmal mit Ablehnung und Unbehagen auf diese Veränderung reagieren – denn selbst wenn der alte Zustand nicht förderlich war, so war er doch vertraut.

Liam, 30.01.2015, 13:14 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Geschenke-Meditation

Im Moment mache ich täglich eine „Geschenke“-Meditation aus dem Kundalini Yoga. Ich sitze dazu im Schneidersitz und forme mit den Händen eine Schale etwa 6 Inch vor der Brust. Ich schließe die Augen und stelle mir vor, welche Geschenke und Segnungen das Universum für mich in diese Schale regnen läßt.

Manchmal sind das ganz konkrete Geschenke, wie z.B. eine Tüte voller Brötchen, die neulich alle Kunden bei einem neuen Bäcker in unserem Ort bekommen haben. Manchmal sind das Geschenke im immatriellen Sinne wie Zeit für mich, eine warme Dusche mit meinem Lieblingsduschgel oder das wohlige Gefühl, mit Katze vorm Kamin zu kuscheln. Und manchmal sind es spirituelle Geschenke wie eine vielschichtige schamanische Reise, eine hilfreiche Tarotlegung oder ein kreativer Flow.

Liam, 29.01.2015, 19:32 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Imbolcgedanken

Ich mag Imbolc. Es war viele Jahre lang das Jahreskreisfest, mit dem ich am wenigsten anzufangen wußte, aber irgendwann ist der Groschen gefallen, und seither ist es eins meiner liebsten Feste. Noch scheint alles zu ruhen, aber im Verborgenen walten die Kräfte, die bald alles Leben explodieren lassen. Für mich fühlt sich die Imbolc-Energie ein bißchen wie das berühmte Warten auf die Bescherung am Weihnachtstag an. Man weiß, daß es passieren wird, die Vorfreude liegt knisternd in der Luft, aber noch ist der Zeitpunkt nicht da. Mich erinnert das an eine Yoga-Kriya, bei der man mit ausgestreckten Armen visualisiert, daß man gleich in die Unendlichkeit – versinnbildlicht als große Wasserfläche – hineinspringen und eintauchen wird. Aber noch nicht – noch nicht – noch nicht.

Zu Imbolc denke ich darüber nach, welche Projekte, Ideen und Wünsche für das junge Jahr ich in mir trage. Man könnte auch sagen, ich versuche, den Kurs für die kommenden Monate zu bestimmen. In diesem Jahr sieht meine Wunschliste so aus:

  • ich möchte in einer Herzensangelegenheit weiterkommen. Ich befinde mich in der luxuriösen Situation, mir sicher sein zu können, daß sie sich praktisch ganz von allein weiterentwickeln wird. Es braucht nur Zeit. Ich freue mich auf die Veränderungen und hoffe, ich kann sie alle ganz bewußt willkommenheißen.
  • ich würde gern abnehmen. Mein Gewicht ist eigentlich seit ich denken kann ein leidiges Thema (über das ich vielleicht mal separat bloggen werde). Ich sondiere gerade Hilfsangebote und überlege, was ich nachhaltig ändern kann, ohne mich zu verbiegen und ohne auf Genuß und Sattwerden zu verzichten.
  • ich möchte gern ein paar Gemüsesorten auf der Terrasse in Kübeln ziehen. Nicht viel, nur ein bißchen Chili, etwas Salat, vielleicht Bohnen oder so. Um mal einen Anfang zu machen.
  • ich habe einige kreative Projekte, an denen ich gern arbeiten würde. Dazu gehören ein Patchworkquilt, ein Projekt aus Tonkeramik und eine Gipsmaske.

Es gibt noch andere Pläne und Wünsche für dieses Jahr, aber ich möchte mir auch nicht zuviel vornehmen 🙂

Liam, 29.01.2015, 12:16 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Dieses Wochenende war richtig kalt und es hat auch geschneit. Brrr!

[Gemacht] Samstag waren mein Mann und ich in der Stadt und Sonntag bei zwei Bücherschränken, wo wir einige Bücher ausgesetzt und drei gefunden haben 🙂 Das ganze Wochenende war diesmal für mich nicht so schön, weil ich gerade mit ziemlich miesen Nebenwirkungen von einem Medikament zu tun habe, das ich noch nicht mal direkt absetzen kann, sondern ausschleichen muß -.- Mir war also ständig übel, mein Kreislauf schraubte sich erst hoch, um dann wieder in den Keller zu krachen, und ich war klapprig.

[Crafts’n’Arts] Mal wieder gar nichts. Ich weiß, daß es mir guttun würde, endlich mal wieder etwas Kreatives zu machen, aber ich fühle mich im Moment einfach nicht gut genug dafür und schaffe es nicht, mich zu motivieren.

[Gesportelt] Leider auch nichts.

[Gehört] Wovenhand. Drei Fragezeichen. Herr der Ringe. Agnostic Mountain Gospel Choir.

[Gelesen] Ich habe endlich eine Zeitung ausgelesen, die schon seit fast einem Jahr hier rumfliegt. Und ich habe angefangen mit „A Cook On The Wild Side“ von Hugh Fearnley-Whittingstall.

[Gesehen] Ich hätte gern Predator geguckt, aber irgendwie hat sich die DVD verabschiedet. Jetzt habe ich sie mir nochmal gekauft. Ich denke, alle 15 Jahre geht das klar^^ Geguckt habe ich außerdem noch Jarhead.

[Getrunken] Leitungswasser, schwarzen Tee und ein paar Schlucke Cola.

[Gegessen] Einen McChicken samt Pommes. Spaghetti mit einer Sauce nach Jamie Oliver. Falafel. Massaman Curry. Gebratener Reis mit Gemüse und Ei. Aprikosen-Pistazien-Kuchen.

[Gedacht] Wie praktisch jedes Jahr im Winter kommen gerade einige nicht so ermutigende Gedanken hoch. Ich habe keinen Vitamin-D-Mangel und auch keine Depressionen, aber die Dunkelheit und Kälte laden ja geradezu dazu ein, sich mit den „Skeletten“ im Keller der Seele zu befassen, oder?

[Gekauft] Ich habe mich endlich dazu überwunden, mir einen neuen Rucksack zu kaufen. In der hintersten Ecke des Kaufhauses habe ich sogar einen gefunden, der um über 50% reduziert war – über sowas freue ich mich durchaus 🙂 Außerdem habe ich mir einen großen Ringbuchordner für wichtige Dokumente gekauft, die schon viel zu lange lose herumfliegen.

[Spirituelles] Ich habe begonnen, das Buch „Gay Spirit“ durchzuarbeiten, ein Self-Empowerment-Programm für Männer, die Männer lieben. Ich glaube, das wird spannend und fordernd…

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe luxuriöserweise gar keine Termine und würde einfach nur gern die Kurve bekommen, um die Zeit für mich zu nutzen: Yoga, Kreatives, …

Liam, 25.01.2015, 17:51 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Massaman Curry Rezept

1 bis 2 Chilischoten waschen und in Scheiben teilen. Ich verwende normalerweise rote Chilis, aber im Grunde geht jede andere Sorte auch, und besonders scharf wird es mit Habanerochilis 🙂 2 bis 3 Knoblauchzehen pellen. Beides zusammen mit 1 TL Bockshornkleesamen, 1 TL schwarzen Senfsamen und 1 TL Koriandersamen in einem Topf ohne Zugabe von Öl unter gelegentlichem Wenden ca. 3 Minuten anbraten. In einen Blender geben. Dazu kommen außerdem ein daumengroßes Stück Ingwer, 1 TL Zimtpulver und 1 TL Kreuzkümmelpulver. 400 ml Kokosmilch angießen und alles fein pürieren.

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2 EL Erdnußöl in einem großen Topf erhitzen und 3 geputzte, grob zerteilte Paprikaschoten sowie 400 g geschälte, gewürfelte Kartoffeln darin anbraten, bis sie leicht Farbe annehmen. Mit der Kokos-Gewürzmilch ablöschen. 2 EL Sojsauce, 2 EL Agavendicksaft, 3 TL Gemüsebrühpulver und 1 Sternanis dazugeben. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

250 g frische, gewürfelte Ananas und 3 EL geröstete, gehackte Erdnüsse dazugeben und im Curry warm werden lassen.

Mit Reis oder Brot servieren.

Liam, 24.01.2015, 19:02 | Abgelegt unter: Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #5

Mein Mann und ich haben beschlossen, in den kommenden Wochen freitags einkaufen zu gehen. Früher haben wir das immer gemacht und wir wollen mal gucken, ob wir dadurch unser Wochenende nicht ein bißchen entzerrt bekommen. Unser Speiseplan für die kommende Woche:

  • Samstag: Massaman Curry mit Kartoffeln, Paprika, Ananas und Erdnüssen, dazu Brot (vegan)
  • Sonntag: gebratener Reis mit Gemüse und Ei (vegetarisch)
  • Montag: Gemüsesuppe mit Nudeln (vegetarisch)
  • Dienstag: Hühnchen Tikka Masala mit Basmatireis (omnivor)
  • Mittwoch: Pasta mit Blumenkohl-Walnuß-Sauce (vegetarisch)
  • Donnerstag: glasierter Süßkartoffelbrei, Baked Beans, Bratfisch im Brötchen, Salat (omnivor)

Dieses Wochenende werde ich außerdem einen Aprikosen-Pistazien-Kuchen backen.

Liam, 24.01.2015, 13:01 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Traum von einer neuen Küche

In unserer ersten gemeinsamen Wohnung hatten mein Mann und ich eine Küche vom Möbelschweden. In den späten Neunzigern gab es in Deutschland noch nicht diesen Koch- und Küchenhype, der einige Jahre später einsetzte, und damals gab es in den anderen Möbelhäusern Küchen nur für horrende Summen. Unsere Schwedenküche habe ich total geliebt. Sie hatte schlichte Fronten in einem freundlichen Vanillegelb, bot viel Stauraum und war gleichzeitig praktisch und gemütlich. Unsere Küche hatte eine Dachschräge und war in einem schönen Lavendelton gestrichen und wir haben oft einfach nach dem Essen noch zusammengesessen und geredet.

Nach unserem ersten Umzug 2009 haben wir die Küche unserer Vermieter genutzt. Das war ein Schätzchen aus den Siebzigern mit neuerer Arbeitsplatte, die aber nicht darüber hinwegtäuschte, daß die Fronten in Eiche rustikal gehalten waren. Die Unterschränke waren viel niedriger als bei unserer alten Küche (der ich sehr hinterhertrauerte), so daß wir – beide über 1,80 m – entweder buckeln mußten oder uns einen Stuhl ranzogen. Zum Verweilen hat sie nicht eingeladen.

Seit dem zweiten Umzug 2011 leben wir nun mit einer provisorischen Küche, die aus einem alten Schreibtisch, ein paar offenen Regalen, einem zusammengewürfelten, zu kleinen Vorratsschrank und einer ramponierten Arbeitsplatte mit Spüle und Herd samt wackligem Unterschrank besteht. Diese Küche macht mich jeden Tag traurig. Natürlich funktioniert sie im eigentlichen Sinne: alle Geräte tun ihren Dienst und wir essen jeden Tag warm. Aber es macht einfach keine Freude, sie zu benutzen, geschweige denn sauberzuhalten. Durch den fehlenden Stauraum fliegen nämlich auch viele Sachen herrenlos herum, und dann dauert es nie lange, bis sich zu ein paar herumstreunenden Zutaten auch noch eine Zeitung und ein Schraubendreher gesellen… Wir haben versucht, etwas mehr Ordnung durch ein Krutschelkörbchen und Hängeleisten zu schaffen, aber aus irgendeinem merkwürdigen Grund lassen diese Dinge den Raum nur noch unordentlicher aussehen.

Im letzten Herbst kam dann vor allem bei mir immer stärker der Wunsch nach einer schönen, funktionalen Küche auf. Im Winterurlaub meines Mannes haben wir uns zusammengesetzt und mit einem längst beim Möbelschweden mitgenommenen Prospekt „unsere“ Küche geplant. Von der Aufteilung her soll sie ungefähr so bleiben, weil alles andere mit ziemlich viel Aufwand verbunden wäre (Wasser- und Elektroleitungen umlegen und ein neues Fenster, um mal das Wenigste zu nennen). Es soll eine Küchenzeile mit Spüle, Spülmaschine und Herd geben und an einer anderen Wand eine Küchenzeile mit Unter- und Oberschränken sowie einem Hochschrank, der dann endlich alle unsere Vorräte fassen soll. Die Mülleimer sollen in eine große Schublade umsiedeln (bisher stehen sie frei rum, was durchaus praktisch, aber auch hinreichend häßlich ist). Der Kühlschrank wird bleiben: er steht neben der zweiten Küchenzeile frei an der Wand.

Im Zuge der Planung habe ich mal angemerkt, daß ich eigentlich gern unsere Mikrowelle abschaffen würde. Ich benutze das Teil nie. Nie. Nie. Vielleicht klingen da noch zu Unrecht die Achtziger in mir nach, in denen es hieß „stell‘ Dich bloß nicht direkt vor das laufende Gerät, davon kannst Du unfruchtbar werden!“ *lach* Und wahrscheinlich höre ich auch immer noch die Worte einer bekannten Vollwertautorin und -lehrerin, die vor der Benutzung von Mikrowellen warnte, weil diese die Zutaten praktisch „verstrahlen“ und ihre Gene „verändern“ (wie auch immer…). Jedenfalls ist es für mich bequemer und gewohnter, Essen beim Wiederaufwärmen auf den Herd zu stellen. Da bin ich jedoch auf taube Ohren gestoßen, denn mein Mann benutzt die Mikrowelle durchaus. Na schön.

Auf meiner Küchen-Wunschliste stand noch eine Arbeitsflächenbeleuchtung, aber beim Besuch der Ausstellung vom Möbelschweden mußte ich leider feststellen, daß die LED-Lichtleisten ziemlich funzelig sind – und wenn ich koche, muß ich sehen, was ich da tu. Wahrscheinlich werden wir also unsere stinknormalen Arbeitsplatzleuchten montieren.

Bei den Fronten haben wir uns für etwas Elfenbeinweißes entschieden, dazu eine Eichennaturholzplatte und schwarze Griffe. Möglichst zeitlos also, denn diese Küche sollte ruhig mal 20, 25 Jahre halten. Außerdem möchte ich wenigstens einen Vitrinen-Oberschrank haben, damit meine in Jahren gesammelten Teetassen und -kannen besser zur Geltung kommen als jetzt 🙂

Nun heißt es noch die Zeit bis zum Herbst rumbringen in meiner „Rumpelküche“…

Liam, 21.01.2015, 19:22 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Regnerisch und neblig.

[Gemacht] Samstag war ich bei zwei etwas weiter weg gelegenen Bücherschränken und als ich nach Hause kam, wartete leider eine böse Überraschung auf mich: mein Mann hatte an einer Baustelle im Haus gearbeitet und ein feiner, weißer Film hatte sich überall verteilt. Ü-ber-all. Also haben wir in einer dreistündigen Hauruck-Aktion das gesamte Haus geputzt, gesaugt und gewischt. Danach waren wir so kaputt, daß wir auf dem Sofa versackt sind. Sonntag hatten wir alle merkwürdige Kreislaufprobleme und konnten uns zu nicht viel aufraffen. Am Ende haben wir superspät gefrühstückt, einen Kuchen gebacken, ein bißchen aufgeräumt und sind dann wieder auf dem Sofa versackt. Was für ein Wochenende…

[Crafts’n’Arts] Dazu bin ich leider gar nicht gekommen. Überhaupt kommt dieser Teil in meinem Leben gerade viel zu kurz 🙁

[Gesportelt] Ein bißchen geradelt.

[Gehört] Wovenhand, aber nur einen einzigen Song: Obdurate Obscura. Dauerschleife.

[Gelesen] Annie Proulx: Brokeback Mountain.

[Gesehen] Three Days To Kill mit Kevin Costner.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Orangensaft.

[Gegessen] Grünkohlsuppe mit Maronen. Röstgemüsesuppe. Joghurt mit Blutorangen. Gebratener Reis. Frühstückskram. Bananen-Schoko-Walnuß-Brot.

[Gedacht] Viel zuviel.

[Gekauft] Nichts.

[Spirituelles] Leider auch nichts.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe zwei Termine und einer davon wird mein Leben stark verändern. Bin aber nur ein bißchen nervös deswegen – ich freue mich drauf.

Liam, 18.01.2015, 17:16 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #4

Diesmal habe ich versucht, den Speiseplan so zu gestalten, daß ich möglichst viele Vorräte verwenden kann, die allmählich wegmüssen.

  • Samstag: Zwiebelkuchen (omnivor)
  • Sonntag: Röstgemüsesuppe mit Fenchel und Tomaten, dazu Baguette (vegan)
  • Montag: gebratener Reis mit Gemüse und Ei (vegetarisch)
  • Dienstag: Baked Beans mit Rösti, dazu Salat (vegetarisch)
  • Mittwoch: Pasta mit Tomaten, Mango und Oliven (vegan)
  • Donnerstag: geschmorter Wirsing mit Mandelsauce, dazu Salzkartoffeln (vegan)

Heute gab es in meinem Lieblingssupermarkt eine Aktionsfläche zum Thema Italien und obwohl lauter verlockende Sachen angeboten wurden, habe ich mich echt beherrscht und nur zwei Packungen Suppennudeln, einmal Passata mit Basilikum und etwas italienisches Gebäck gekauft. Gerade bei solchen Aktionen bin ich nämlich immer total sterblich…

Außerdem werde ich ein Bananen-Walnuß-Schoko-Brot backen.

Liam, 16.01.2015, 18:54 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Männerspiritualität – was mir fehlt

Wie ich schon schrieb, habe ich mich lange und intensiv mit gynozentrisch-feministisch ausgerichteter Spiritualität befaßt. In diesem Bereich gibt es inzwischen unzählige Publikationen: Bücher, Blogs, aber auch Orakelsets und allerlei mehr. Im Bereich männlicher Spiritualität ist es damit nicht so weit her. Zwar gibt es glücklicherweise Autoren, die darüber schreiben, aber verglichen mit der Menge auf weibliche Spiritualität ausgerichtete Werke, sind das (noch) nicht so viele. Immer wieder merke ich, daß mir bestimmte Dinge in Hinblick auf männliche Spiritualität fehlen, und ich möchte das hier mal festhalten, um sie nicht aus dem Fokus zu verlieren.

  • es gibt zahlreiche Kräuterbücher, die auf weibliche Themen ausgerichtet sind. So etwas würde ich mir auch für Männer wünschen.
  • ein Orakeldeck mit Göttern (und „Helden“). Ich muß fairerweise hinzufügen: eins, das mich anspricht^^
  • Publikationen über (Lebens)rituale für Männer
  • Online-Workshops
  • Bücher über männliche Symbolik
  • mehr Bücher mit Anregungen für spirituelles Schaffen (Feuer machen, wilde Nahrung finden, magische Gegenstände herstellen etc.)
  • Männerspiri-Kalender
  • Blankobücher zur Benutzung als magisches Tagebuch mit männlichen Motiven
  • Bücher über den männlichen Zyklus bzw. männliche (Lebens-/Tages-/whatever-) Rhythmen

Spannend ist für mich die Frage, warum es nur so wenig, auch so wenig Produkte, zu männlicher Spiritualität gibt. Leben Männer ihre Spiritualität anders als Frauen? Introvertierter, versteckter?  Ich habe oft den Eindruck, daß Männer sich für ihre spirituelle Sehnsucht durchaus schämen, vielleicht weil sie sie für sentimental und zu subjektiv halten oder weil sie damit in Bereiche vorzudringen fürchten, die ihnen bereits in der Kindheit als suspekt und nicht männlich verkauft wurden. Mir erscheint der „männliche Geist“ als einer, der auf Objektivität, Distanzierung und Leistung gedrillt wurde – da bleibt für sensitives spirituelles Erleben nur wenig Platz.

Oder ist männliche Spiritualität gar nicht so verborgen, sondern sehr gegenwärtig? Mein Partner behauptet z.B. immer, daß es Teil der männlichen Spiritualität sei, in den Baumarkt zu gehen oder auf einvernehmliche Weise bei einem Glas Bier ein Gespräch nicht zu führen. Es scheint in unserer Kultur bestimmte Nischen zu geben, die vorrangig von Männern besetzt sind, die darin ihre Spiritualität ausleben, ohne das so zu nennen, ja womöglich ohne sich dessen überhaupt bewußt zu sein. In Dingen wie Grillevents, Angeln, Fußballturnieren und dem Interesse an Survival-Abenteuern in der Natur erkenne ich durchaus männliche Spiritualität bzw. die Sehnsucht nach ihr. Aber da diese Räume, diese Möglichkeiten etabliert existieren, werden sie vielleicht weniger wahrgenommen und noch seltener reflektiert.

Liam, 15.01.2015, 18:09 | Abgelegt unter: Spirit & Verse | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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