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Archiv: Februar 2015

Fastenzeit kreativ nutzen

Wie jedes Jahr um diese Zeit herum denke ich über’s Fasten nach. Traditionellerweise beginnt an Aschermittwoch wie 40-tägige christliche Fastenzeit, in der kein Fleisch verzehrt wird (Karne-val von carne und vale = auf Wiedersehen, Fleisch!). Allerdings bin ich kein Christ und habe auch erst im letzten Spätsommer nach dreieinhalb veganen Jahren wieder begonnen, Fleisch zu essen. Und das echt in Maßen. Ich sehe also keinen Anlaß dafür, Fleisch zu fasten. Alkohol trinke ich eigentlich nie, obwohl ich Wein und Brandy gern mal in Speisen mitverkoche oder mitverbacke. Und mein Granatapfelrum braucht ja noch über ein Jahr, um zu reifen 🙂 Zucker zu fasten, würde sich bei mir ebenfalls nicht lohnen. Es macht vielleicht den Anschein, als wäre ich ein Süßschnabel, wo ich doch fast jede Woche einen Kuchen backe, aber dieser Kuchen ist, abgesehen von der einen täglichen Tasse Tee, mein einziger Konsum von Süßwaren pro Woche und ich bekomme maximal drei Stücke ab – meist ist meine Familie schneller. Chips…ja, die sind schon ein Laster, aber ein kleines. Mit einer Tüte von 100 g komme ich meist eine Woche weit.

Bei anderen Bloggern habe ich unterschiedliche Anregungen für alternatives Fasten gefunden, z.B. ein Klamottenfasten, bei dem man mit 50 Kleidungsstücken auskommen soll. 50?! Da müßte ich aber eher noch was dazukaufen… Die Idee, 100 Teile aus dem Haushalt auszusortieren, die man ohnehin nie benutzt, finde ich super, aber mein Haushalt ist inzwischen praktisch clutterfrei, abgesehen vom Keller. Keller entrümpeln? Und mich dabei mit meinem Mann um jedes Schräubchen zanken? Och nee, das kann er schön allein machen 🙂

Dann kam noch die Idee auf, aus der Fastenzeit eine Zeit der besonderen Aufmerksamkeit für die kleinen Glücksmomente und die eigene Dankbarkeit zu machen. Ich weiß, es klingt arrogant, aber auch das brauche ich nicht. Ich lebe sehr bewußt und würde, wenn ich mir diese Dinge nicht ohnehin ständig klarmachen würde, wahrscheinlich noch viel größere Schwierigkeiten mit meiner PTBS haben.

Also, worin könnte für mich die Herausforderung in der Fastenzeit liegen? Das Erste, das mir dazu einfiel, war: endlich einige kreative Projekte vorantreiben! Denn da hat sich in den letzten (für mich leider sehr harten) Monaten ein echter Rückstau gebildet. Konkret geht es um die Folgenden:

  • ein Keramikprojekt
  • eine Maske fertigstellen
  • ein Quilttop beenden
  • ein Specksteinprojekt
  • grundsätzlich: mehr malen

Da ich keinen Druck gebrauchen kann, möchte ich mir keine Deadline setzen, sondern nur meinen Fokus darauf richten, mit den Projekten weiterzumachen. Vielleicht bietet es sich ja an, ein wenig Internetzeit zu fasten, um Raum für mehr Kreatives zu schaffen. Wenn ich etwas von den Projekten fertig bekomme, werde ich darüber natürlich auch bloggen.

Liam, 18.02.2015, 10:58 | Abgelegt unter: Craft & Creation | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

Marokkanische Salzzitronen

Mit den Zitronen und dem Salz (s. Einkauf vom Wochenende) habe ich eingelegte Salzzitronen gemacht, ein klassisches Pickle der marokkanischen Küche. Die Salzzitronen werden gern in Fleischgerichten verwendet, da wir allerdings recht selten Fleisch als Hauptzutat essen (eher mal Bacon als Geschmacksträger), werde ich sie wohl einfach püriert diversen Saucen beigeben 🙂 Da man die Früchte ganz, also mit Schale, verwendet, sollten sie ungespritzt sein. Und so wird’s gemacht:

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Zitronen waschen und längs vierfach einschneiden, ohne die Früchte zu teilen.

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In die Öffnungen grobes Meersalz streuen…

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…und die Zitronen eng in ein großes, sterilisiertes Glas schichten.

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Den Saft einer ausgespreßten Zitrone und weitere 8 EL Meersalz dazugeben, dann mit kochendem Wasser aufschütten.

Die Zitronen sollen einen Monat ziehen und halten sich dann etwa ein Jahr. Wichtig ist, daß man sie nur mit einem sauberen Löffel aus dem Glas fischt, damit keine Bakterien an die Früchte gelangen, die sie zum Kippen bringen könnten. Guten Appetit!

Liam, 16.02.2015, 12:53 | Abgelegt unter: Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Für Samstag war Regen vorausgesagt, aber wir hatten Sonnenschein und es war sogar recht warm. Der Sonntag hüllte sich in Hochnebel.

[Gemacht] Mein Mann und ich wollten Samstag eigentlich nur mal eben in der Stadt ein paar überfällige Besorgungen erledigen und Bücher zum Bücherschrank bringen – und auf einmal….ich weiß nicht, wie das passiert ist…waren wir im Schwarzwald 🙂 Diesmal sind wir das Murgtal hochgefahren, sind zum Mehliskopf abgebogen, waren am Mummelsee, haben an den Allerheiligen-Wasserfällen gepicknickt und sind dann wieder zurück. Schön war’s, aber auch total anstrengend. Sonntag habe ich viel in der Küche gewerkelt, das hat richtig gut getan! Abends waren mein Mann und ich nur kurz bei einem Bücherschrank und haben noch ein paar Schmöker ausgesetzt.

[Crafts’n’Arts] Küchengewerkel 🙂

[Gesportelt] Ich habe es tatsächlich geschafft, Yoga zu machen (Kriya für Nieren, Nebennieren und um mit Streß klarzukommen). Außerdem bin ich 7,5 km geradelt.

[Gehört] Wovenhand. Herr der Ringe.

[Gelesen] Tom Rob Smith: Kolyma. Reddermann/Dehner-Rau: Trauma heilen.

[Gesehen] The Expendables 1&3.

[Getrunken] Leitungswasser, Schwarztee, eine Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Sachen vom Speiseplan: ein tolles, ausgiebiges Frühstück mit selbstgemachten Aufstrichen, Schwarzwälder Schinken und gekochten Eiern. Einen Burger. Karottenrohkost, süß-sauer angemacht. Birnen. Peperoni. Ein Stück Bananenkuchen. Ein Stück Schoko-Chili-Kuchen.

[Gedacht] Dieses Wochenende haben mich vor allem Gedanken rund um meine PTBS beschäftigt.

[Gekauft] Basmatireis kaufen wir immer säckeweise. Diesmal war uns unser normaler Reis aber einfach zu teuer (10 kg für 37 € – also nee) und wir haben einen anderen mitgenommen. Bin gespannt, wie der ist. Außerdem haben wir ein paar vegane Aufstriche und jede Menge Salz und Zitronen eingekauft. Wofür, zeige ich Euch noch 🙂

[Spirituelles] Ich habe versucht, zu meditieren. Obwohl ich seit über drei Jahren regelmäßig meditiere, werden die Zeiten, in denen mein Geist nicht immer wieder abdriftet, nur sehr zögerlich länger.

[Ausblick auf die nächste Woche] Unser Sohn hat Faschingsferien und die nutzen wir für ein paar Arzttermine, die leider mal wieder anstehen. Nix Dramatisches. Ich möchte außerdem möglichst an zwei bis drei Tagen Yoga machen und viiiiiiel lesen.

Liam, 15.02.2015, 23:12 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #8

Mir ist gerade so nach Wohlfühlessen und darum gibt es davon in der kommenden Woche eine ganze Menge.

  • Samstag: Spaghetti Bolognese (vegan)
  • Sonntag: Hähnchen-Tikka-Masala mit Paprika und Reis (omnivor)
  • Montag: Blumenkohl-Kichererbsen-Ananas-Curry mit Reis (vegan)
  • Dienstag: Kohlrabi, Spiegelei, Hollandaise, dazu Salzkartoffeln (vegetarisch)
  • Mittwoch: Kräuter-Wein-Suppe (vegetarisch)
  • Donnerstag: Gnocchi mit Chorizo, Broccoli und Tomaten (omnivor)

Jetzt am Wochenende werde ich einen Schoko-Chili-Kuchen mit Cranberries backen und außerdem eine Tomatenmargarine machen. Die essen wir gern anstelle von normaler Margarine.

Liam, 13.02.2015, 18:26 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Ein Blick in die Küche

Diese Woche mußten mein Mann und ich zwei Kuchen backen, denn er hatte Geburtstag und wollte seine Kollegen damit überraschen. Und so sieht das aus, wenn wir am Werkeln sind:

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Gebacken haben wir übrigens einen Bananenkuchen mit Zartbitterschokolade und einen Mohn-Birnen-Kuchen mit Marzipanbrocken darin. Und der war mir definitiv zu süß 🙂

Liam, 13.02.2015, 12:34 | Abgelegt unter: Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Januar

Ich habe den guten Vorsatz, mal ein ganzes Jahr lang festzuhalten, welche Bücher ich lese. Allerdings lese ich Bücher, die mir nicht gefallen, oft nicht zuende, weil mir meine Zeit dafür zu schade ist. Im Januar lagen auf meinem Stapel:

  • Andrew Miller: Friedhof der Unschuldigen. Bücherschrankfund. Der Ingenieur Jean-Baptiste Baratte erhält 1785 von höchster Stelle den Auftrag, den Friedhof der Unschuldigen, der mitten in Paris gelegen ist, samt seiner Kirche zu entfernen, da der Gottesacker überquillt und mit seinen Ausdünstungen die Menschen krank macht. Die Geschichte ist wundervoll und es ist ein Genuß, sie zu lesen, auch dank der hervorragenden Übersetzung. Dieses Buch werde ich behalten.
  • Sunzi: die Kunst des Krieges. Bücherschrankfund. Dieser Klassiker stand schon lange auf meiner Lese-Liste, allerdings hat sich beim Lesen tatsächlich eingestellt, was ich erwartet hatte, nämlich ein fieses Bauchgrummeln. Ich bin zwar streitbar, aber im tiefsten Herzen doch ein Pazifist und Sonnenblumenanschmachter. Wird wieder ausgesetzt.
  • Tom Rob Smith: Kind 44. Bücherschrankfund. Das Buch spielt im Jahr 1953 in Rußland. Die Bevölkerung leidet unter dem Terrorregime Stalins, das die Existenz von Straftaten leugnet, weil diese in einer egalitären Gesellschaft ja nicht vorkommen dürfen. Dennoch findet der MGB-Agent Leo heraus, daß im weiteren Umkreis um Moskau bestialische Morde an Kindern verübt werden. Zusammen mit seiner Frau Raisa macht er sich auf die Suche nach dem Mörder und wird dabei mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Das Buch ist großartig. Der beste Thriller, den ich seit langem gelesen habe. Smith schildert das Alltagsleben im stalinistischen Rußland eindringlich und erzeugt damit eine beklemmende Spannung, die sich durch das ganze Buch hält. Leos Entwicklung ist mMn authentisch erzählt. Alles in allem keine leichte Kost, aber sehr lohnend.
  • Annie Proulx: Brokeback Mountain. Den Film kennen wahrscheinlich einige, das Buch scheint mir eher unbekannt. Außerdem ist sein Titel etwas irreführend, denn tatsächlich ist Brokeback Mountain nur eine von insgesamt elf Kurzgeschichten, die das Leben in Proulx‘ Wahlheimat Wyoming beleuchten. Das Buch ist großartig, weil es der Autorin gelingt, die karge, schroffe Schönheit und die endlose Weite Wyomings einzufangen, wo ein Menschenschlag lebt, der von der Landschaft geprägt wurde. Ich habe das Buch vorzugsweise nach 23 Uhr gelesen, nur mit einer kleinen Leselampe an, während der Januarsturm ums Haus tobte. Awesome!
  • Ellis Peters: Hexenflug. Der junge Lehrer Tom ist verliebt in Annet, die Tochter seiner Vermieter. Eines Abends beobachtet er, wie das Mädchen den Hollowmount, einen sagenumwitterten Hügel in Wales, besteigt. Erst fünf Tage später kommt Annet zurück und behauptet steif und fest, nur kurz spazieren gewesen zu sein. Lügt sie? Und was verbindet sie mit einem Mord in Birmingham? Das Buch spielt in den 1960ern und entsprechend darf man keine allzu freigeistigen Handlungen und Entwicklungen erwarten, aber unterm Strich ein netter Schmöker.
Liam, 10.02.2015, 15:39 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Über das Wetter kann ich eigentlich nicht viel sagen, weil ich kaum etwas davon mitbekommen habe. Aber kalt war’s.

[Gemacht] In der Nacht von Freitag auf Samstag war ich in der Notaufnahme, weil es mir wirklich schlecht ging. Danach war ich erst gegen 5 Uhr im Bett, habe lang geschlafen und war dann mit meinem Mann ein bißchen unterwegs. Sonntag waren wir auf der Schwarzwaldhochstraße, haben dort oben Schwarzwälder Schinken gekauft und eine Brotzeit mit netter Aussicht gemacht 🙂

[Crafts’n’Arts] Leider gar nichts.

[Gesportelt] Auch nichts 🙁

[Gehört] Der Herr der Ringe. Regensound.

[Gelesen] Tom Rob Smith: Kolyma. Das ist die Fortsetzung von „Kind 44“.

[Gesehen] Die Hard 4.0.

[Getrunken] Leitungswasser, Malzbier, Schwarztee und Kirsch-Marzipan-Tee.

[Gegessen] Abgesehen von den Sachen aus unserem Speiseplan: frische Brötchen mit Schwarzwälder Schinken. Lecker! Weetabix mit Sojamilch. Vollkornflocken mit Nußknusperlies. Berliner Ballen. Eine handvoll Chips zum Film.

[Gedacht] Ich will nicht sterben.

[Gekauft] Das Buch „The Final Frontiersman“ von James Campbell. Er erzählt die Geschichte von Heimo Korth und seiner Familie, die sehr einsam in Alaska leben.

[Spirituelles] Ich habe eine kurze schamanische Reise gemacht.

[Ausblick auf die nächste Woche] Zwei Termine. Ansonsten muß ich versuchen, ein bißchen runterzukommen und möglichst viel zu schlafen.

Liam, 08.02.2015, 20:11 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #7

Für die kommende Woche ist unser Speiseplan noch nicht ganz komplett, aber das werde ich dann nachtragen. Bisher haben wir geplant:

  • Freitag: Erbsen-Pesto-Suppe (vegan)
  • Samstag: Pasta mit Chorizo-Fenchel-Tomatensauce (omnivor)
  • Sonntag: Kichererbsen-Paprika-Pfanne mit Rösti (omnivor)
  • Montag: Pastagratin mit Lauch und Speck (omnivor)
  • Dienstag: Spinat-Apfel-Pastete mit Thymian und Feta, dazu Salat (vegetarisch)
  • Mittwoch: Spätzle mit Champignonrahm, dazu Salat (vegetarisch)
  • Donnerstag: rote Linsensuppe mit Vollkorntoasts (omnivor)
  • Freitag: Sellerie-Apfel-Lasagne (vegetarisch)

Dieses Wochenende habe ich keinen Kuchen gebacken, weil wir Berliner Ballen vom Einkaufen mitgebracht haben.

Liam, 08.02.2015, 20:04 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Foraging

Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich wilde Nahrung, also Nahrung, die man nicht kaufen, sondern nur sammeln oder auch zufällig finden kann. Begonnen hat das irgendwann in der Grundschule, wo ich der festen Überzeugug war, ich würde eines Tages Botaniker werden 🙂 Ich glaube, die ersten wilden Pflanzen, die ich gegessen habe, waren Gras, Löwenzahn und Gänseblümchen. Damals war ich mir übrigens noch nicht einmal sicher, ob sie ungiftig wären, denn ich bin wie viele Kinder in dem Glauben aufgewachsen, daß die meisten Wildpflanzen giftig seien und wenn vielleicht nicht gleich den Tod, so aber doch üble Bauchweh verursachen würden.

Mit 12 habe ich zusammen mit einer Freundin einen Pflanzenclub gegründet, die „MEDPU“s, also die mutigen Erforscher der pflanzlichen Umwelt. Zu unserer Hoch-Zeit hatten wir tatsächlich drei Mitglieder! *lach* Dennoch haben wir die Erforschung der Pflanzenwelt ernstgenommen, haben Bücher in der Bibliothek gewälzt, lateinische Artennamen auswendig gelernt, Pflanzen gesammelt und getrocknet katalogisiert und ich durfte mir sogar ein Mikroskop von meinem Cousin ausleihen, um mir die feinen Strukturen in den Pflanzenteilen anzuschauen. Parallel dazu habe ich den Gewürzschrank meiner Mutter geplündert und ziemlich übelriechende „Hexensuppen“ aus den Kräutern gekocht. Rückblickend denke ich, daß meine Mutter da sehr langmütig war 🙂

Die Faszination für wilde Nahrung hat mich nie verlassen, auch wenn ich nun doch kein Botaniker geworden bin. Ich mußte allerdings feststellen, daß eine wildkräuterbasierte Rohkost (Urkost genannt) nichts für mich ist. Muß ja auch nicht, man kann auch so eine Menge Freude an Wildkräutern und anderer wilder Nahrung haben. Außerdem finde ich es doch ziemlich bedenklich, wie eingeschränkt und monoton das Sortiment an Obst und Gemüse im Supermarkt (auch im Bio-Supermarkt) heutzutage ist. Ich erinnere mich daran, daß es in meiner Kindheit von den meisten Obst- und Gemüsearten sehr viel mehr Sorten gab, wie etwa violetten Kohlrabi, den man heute kaum noch mal sieht, oder auch Kartoffeln in sämtlichen Farbnuancen zwischen Tieforange und Hellgelb. Es gab Radieschen in weiß, gelb, violett und dem heute als Standard geltendem pink, aber auch welche, deren Fruchtfleisch marmoriert war und deren Blätterrippen rot waren. Kurz und gut, es gab einfach mehr Auswahl, mehr Vielfalt, mehr Divergenz.

Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr öfter als sonst wilde Nahrung zu sammeln und zu essen, um noch mehr in Kontakt zu meiner Region und ihrem „Spirit“ zu kommen, um noch mehr eßbare Wildis kennenzulernen und um – last but not least – noch mehr Zeit draußen zu verbringen. Ich möchte etwas gegen das Einerlei auf meinem Teller tun und darüber dann auch bloggen 🙂

Im Moment lese ich zum Thema Foraging, Self Sufficiency und Wild Foods folgende beide Seiten:

Eat Weeds

Selfsufficientish

Außerdem habe ich bei YouTube zahlreiche tolle Videos und Playlists gefunden, u.a. den Kanal von MCQBushcraft und die Foraging Playlist.

Liam, 04.02.2015, 20:22 | Abgelegt unter: Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #6

Ein bißchen spät, aber ich habe ihn nicht vergessen 🙂

  • Freitag: Grünkernsuppe mit Gemüse (vegan)
  • Samstag: Chicoréegratin mit Bacon, Salzkartoffeln und Salat (omnivor)
  • Sonntag: Pasta mit gegrillten Tomaten (vegan)
  • Montag: geröstete Karotten mit Orange, Kartoffelpüree, Spiegelei, Salat (vegetarisch)
  • Dienstag: Thai-Lhaksa (vegan)
  • Mittwoch: Staudensellerie-Cranberry-Rosmarin-Risotto (vegan)
  • Donnerstag: Pasta mit Broccoli und Speck (omnivor)

Letztes Wochenende wollte ich eigentlich einen Rüblikuchen backen, aber dafür hat die Zeit nicht gereicht. Vielleicht hole ich das noch die Woche nach.

Liam, 03.02.2015, 13:32 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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