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Archiv: März 2015

Briefbeschwerer mit Ammonit

Gestern Abend habe ich bei einem schönen Hörbuch einen limonengrünen Speckstein bearbeitet. Da er recht flach war und mir seine Struktur gefiel, habe ich einen Briefbeschwerer aus ihm geschnitzt.

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Neulich habe ich einen Stein mit einem herausgeschliffenen Ammoniten gesehen, der mir von der Form her so gut gefiel, daß ich versucht habe, ihn nachzubilden.

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Ich denke, ich hätte die einzelnen Spiralen noch an ihren jeweiligen Rändern etwas verflachen können, weil der Ammonit dann wohl plastischer ausgesehen hätte, aber alles in allem bin ich zufrieden 🙂

Liam, 12.03.2015, 13:25 | Abgelegt unter: Craft & Creation | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Am ganzen Wochenende war es ausgesprochen sonnig und mild bei 15°C. Richtig tolles Frühlingswetter.

[Gemacht] Am Samstag waren mein Mann und ich bei zwei Bücherschränken und sind einen ordentlichen Packen losgeworden – haben allerdings auch wieder einige mitgenommen. Ich habe einen Kuchen gebacken, nochmal Orangenlikör angesetzt und einen Sirup gekocht, über den ich noch bloggen werde. Ich habe mein Zimmer auf- und umgeräumt und bis spät nachts gelesen. Sonntag haben wir unseren Sohn zu einer Freundin zum Spielen gebracht und dann spontan beschlossen, nochmal in den Schloßpark zu fahren, um zu gucken, wie weit die Krokusse schon heraus sind. Nach dem Spazieren waren wir seit langem mal wieder in einem Café und haben über Energie, Masse und Reibung geplauscht 🙂

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[Crafts’n’Arts] Ich habe eine Kurzgeschichte geschrieben.

[Gesportelt] Geradelt und einzelne Asanas, um meine Schultern zu entspannen.

[Gehört] Ganz viel Wovenhand. Ein bißchen Drei Fragezeichen.

[Gelesen] Gudula Steiner-Junker: Lach-Yoga. Ich gebe zu, das Konzept von Lach-Yoga finde ich sehr befremdlich…

[Gesehen] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, beide Teile.

[Getrunken] Leitungswasser, schwarzen Tee, Getreidekaffee und ein paar Schlucke Cola.

[Gegessen] Außer den Sachen vom Wochenplan: jede Menge Blutorangen. Fantakuchen. Einen Burger und ein Falafelsandwich. Vollkornbrot mit scharfem Humus und Camembert. Feldsalat mit frischem Bärlauch von unserem liebsten Bärlauch-Spot <3

[Gedacht] Wie wenig traumasensibel ich so vieles finde…

[Gekauft] Nichts.

[Spirituelles] Ich habe gebetet.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe drei Termine, die mich hoffentlich nicht zu sehr anstrengen werden. Und ich möchte mehr Yoga machen als in den letzten Tagen.

Liam, 08.03.2015, 19:53 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #11

In der kommenden Woche haben wir alle eine Menge Termine und darum gibt es vor allem Speisen, die wir schon öfter gemacht haben und die daher weniger aufwendig zu kochen sind.

  • Freitag: Chili sin carne mit Brötchen, dazu Salat (vegan)
  • Samstag: den Rest vom Chili, dazu Toast (vegan)
  • Sonntag: Hähnchen Tikka Masala mit grünen Bohnen und Reis (omnivor)
  • Montag: Gemüsesuppe mit Rolldinkel, dazu Baguette (vegan)
  • Dienstag: Pasta mit Chorizo-Zucchini-Tomatensauce (omnivor)
  • Mittwoch: Schupfnudeln mit Pilzrahm, dazu Salat (vegan)
  • Donnerstag: Hugh’s Linsensuppe mit Speck, dazu Brot (omnivor) habe ich kurzfristig geändert, weil andere Sachen da waren, die schneller wegmußten. Es gab stattdessen Vollkornpasta mit Tomaten-Mango-Sauce und Oliven, dazu Salat mit Joghurtdressing (vegan)

Am kommenden Wochenende feiert unser Sohn außerdem Kindergeburtstag, so daß ich morgen Abend noch einen Fantakuchen mit Mandarinen backen werde. Den habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen 🙂

Liam, 05.03.2015, 23:16 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Kreative Blockaden durchschwimmen

Letzte Woche habe ich mir bei meinem Lieblingskünstlerbedarf fast 5 kg Speckstein in verschiedenen Farben gekauft. Als ich mir daheim die Menge angeguckt habe, sah das doch etwas…mehr aus als im Laden. Fast ein bißchen entmutigend. Ich meine, ich gebe gern Geld für kreative Tools aus, und inzwischen habe ich eine zwar nicht überbordende, aber doch anständige Sammlung verschiedener Materialien und Werkzeuge. Aber oft, wenn ich Zeit und Muse hätte, kreativ zu werden, renne ich gegen eine Mauer. Ich bin blockiert. Nicht, weil es an Ideen mangeln würde (oder an Material), sondern weil ich mir selbst nicht zutraue, etwas zu erschaffen, das es wert wäre, erschaffen zu werden.

Es ist, als würde ich glauben, ich wäre es nicht wert, Materialien zu verbrauchen und Werkzeug möglicherweise zu verschleißen, wo ich oft gar nicht weiß, wie das Ergebnis aussehen wird. Das steht im krassen Gegensatz zu meinen kreativen Impulsen, aus denen oft Dinge hervorgehen, die ich wirklich mag. Wirklich verstehen kann ich das noch nicht. Ich bin es mir zwar wert, gute Dinge zu essen und (inzwischen) die Kleidung zu tragen, die mir gefällt, aber wenn es darum geht, daß ich auch nur ein Blatt Papier oder Farben oder gar einen ganzen Klumpen Speckstein „vergeuden“ könnte, dann kneife ich. Lieber lasse ich es dann sein, als das Material zu verschwenden, wenn die Umsetzung mißlingt.

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In der Kunsttheorie gibt es ja grundsätzlich zwei unterschiedliche Ansätze. Der Erste besagt, daß Kunst zu 99% aus Kreativität und zu 1% aus Können besteht, der Zweite behauptet genau das Gegenteil und deklariert, daß Technik und Können fast alles seien. Ich tendiere leider dazu, meine Meinung zu diesem Thema zu ändern, wie es gerade paßt. Es gibt kreative Bereiche (z.B. Nähen, Kochen und Schreiben), da traue ich mir praktisch alles zu. Da bin ich im Flow und habe auch kein Problem mit vermeintlichen Fehlschlägen, aus denen man ja doch immer noch Erfahrung für spätere Projekte zieht. Und dann gibt es kreative Bereiche (z.B. Malen), da traue ich mir rein gar nichts zu. Ich habe versucht, das Problem dadurch zu lösen, es einfach zu tun. Das Ergebnis war, daß ich mich als einen untalentierten Idioten empfunden habe, der überhaupt nichts malen kann. Nicht mal ein Strichmännchen. Ich habe versucht, dem Problem beizukommen, indem ich Technik gepaukt habe. Das hat zumindest dazu geführt, daß ich mir nicht mehr ganz tölpelhaft vorkomme. Aber wirklich wohl ist mir beim Malen dennoch nicht – und das, obwohl ich so gern male.

Ich denke dann gern an meine Kindheit zurück. Bis ich zwölf, dreizehn war, war es mir egal, was andere davon hielten, wie ich zeichnete. Ich fand es sogar überaus befremdlich, daß im Kunstunterricht Noten verteilt wurden. Und dann ist es irgendwie gekippt. Daß ich mir heute beim Zeichnen und Malen nichts zutraue, ist das Ergebnis verschiedener Beeinflussungen von außen und innerer Prozesse. Ich würde das gern ändern. Ich würde gern besser von meinen Fähigkeiten und meinen Werken denken, aber Zeichnen scheint so tief in meine Seele hineinzureichen, daß es schwieriger als beim Nähen oder Specksteinschleifen ist, die Denkmuster aufzulösen, die mich blockieren. Doch was ich bei anderen als individuellen Zeichenstil, als charmant, individuell oder interessant empfinde, finde ich bei mir selbst nur naiv und blöd. Verdammt schade. Schade auch, daß mich die Arbeiten anderer eher entmutigen als mich zu inspirieren – denn das ist in anderen kreativen Bereichen total anders.

Gestern und heute jedenfalls habe ich mich an mein drittes Specksteinprojekt gewagt. Diesmal habe ich keine Bilder vom Prozeß gemacht (Memo an mich selbst: wenigstens immer ein Bild vom ursprünglichen Stein machen!), sondern nur vom fertigen und bereits polierten Seehund.

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Ich bin sehr zufrieden. Er ist nicht ganz ebenmäßig und ein wenig mopsig, aber ok – für Specksteinarbeit Nummer 3 echt gut. Die Schwanzflossen habe ich darzustellen versucht, indem ich den Stein mittig mit der Säge geteilt und dann die „Zehen“ eingeritzt habe. Ich finde, das ist ganz gut gelungen. Interessant war an diesem Projekt, daß ich mir vorgenommen hatte, einen Seehund zu schleifen, als mein Blick auf einen schwarzen Speckstein fiel, der bereits ein wenig an einen Seehund erinnerte. Ich mußte die Form nur herausarbeiten und verfeinern. Vielleicht ist das ja überhaupt der Trick: mich darauf einlassen, was ohnehin schon vorhanden ist, und das dann „einfach“ in die Existenz holen.

Ursprünglich sollte der Seehund aufrecht sitzen, aber schwimmend gefiel er mir noch besser. Als Kind war der Seehund eine Weile bei mir. Meine Mutter hat mir einen Stoffseehund geschenkt, weil sie immer gesehen hat, wie ich bei einem Hörspiel, in dem ein Seehund vorkam, jedesmal ganz verzückt war, wenn er auftauchte. Und im Zoo meiner damaligen Heimatstadt gab es auch Seehunde, denen ich stundenlang zugucken konnte. Die Erinnerung an damals und meinen Seehundbegleiter scheint mir gerade zur passenden Zeit zu kommen. Es ist eine Verbindung in eine Zeit, die ich als heil und unbeschwert erlebt habe, nicht nur in kreativer Hinsicht. Ein bißchen was davon könnte ich gerade sehr gut gebrauchen…

Liam, 02.03.2015, 19:40 | Abgelegt unter: Craft & Creation | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Samstag hatten wir hellblauen Himmel mit strahlendem Sonnenschein. Der Sonntag verschwand hinter grauen Wolken und feinem Nieselregen.

[Gemacht] Mein Mann und ich waren im Schloßpark spazieren und haben – vermutlich – jeden einzelnen Krokus photographiert, während unser Sohn bei einem Kindergeburtstag eingeladen war. Man konnte schon den ersten Bärlauch naschen 🙂 Ich habe nochmal Ruchbrot gebacken. Sonntag waren wir bei zwei Bücherschränken und haben einen dicken Packen Kochbücher und Romane ausgesetzt. Mitgenommen habe ich diesmal nur zwei neue Bücher. Nachmittags haben wir einen Kuchen gebacken und ich bin zu Regensounds eingenickert. Ich habe einen Brief fertig gemacht und ein bißchen Tagebuch geschrieben.

[Crafts’n’Arts] Ein Bild aquarelliert.

[Gesportelt] Samstag blieb dazu leider keine Zeit, aber Sonntag bin ich 10 km geradelt und habe eine Kriya gemacht.

[Gehört] INXS. Godsmack. Die drei Fragezeichen. Der Herr der Ringe.

[Gelesen] David Emerson/Elizabeth Hopper: Trauma-Yoga. Heilung durch sorgsame Körperarbeit.

[Gesehen] Harry Potter und der Orden des Phönix. Eine Folge IRT – Deadliest Roads.

[Getrunken] Leitungswasser, schwarzen Tee, ein paar Schlucke Cola und den letzten Orangenlikör. Der war so lecker, den mache ich bestimmt nochmal!

[Gegessen] Pasta mit Spinat-Kokos-Zitronen Sauce. Einen Eintopf mit dem Rest Pasta drin. Ein Falafelsandwich. Vollkorn-Nuß-Flocken mit Orange. Dinkelpfannkuchen mit Fenchel und Broccoli. Maoam (kann gar nicht mehr verstehen, wieso ich als Kind so scharf auf Süßkram war…).

[Gedacht] Ich habe viel über Trauma-Yoga und Alltagsorganisation nachgedacht. Im Auto haben mein Mann und ich Nachrichten gehört – ich boykottiere normalerweise Nachrichten, und komme so nur alle paar Monate mal in den „Genuß“. Jedenfalls fand ich die Meldungen allesamt so bescheuert, daß ich direkt wieder wußte, wieso ich Nachrichtenfasten mache… Vielleicht soll es einen Impfzwang zur Masernimpfung geben. Oh ja, da freue ich mich schon auf die ganzen ähnlich wie wir eingestellten Eltern, die auf die Barrikaden gehen. In Bremen soll ein möglicherweise gewaltbereiter Libanese eventuell in den Besitz von Schußwaffen gelangt sein und deswegen wurde eine Terrorwarnung ausgesprochen. Mhm, und die ganzen gewaltbereiten Jäger und Sportschützen, die daheim de facto ein Waffenarsenal haben, lösen keine Terrorwarnung aus. Schon klar. Naja, und so ging es in einem fort.

[Gekauft] Ein neues Bett 🙂

[Spirituelles] Eine schöne Meditation zum Mantra „Ong Namo Guru Dev Namo“.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe viel zu viele Termine, alle bei diversen Ärzten. Montag werden wir mein altes Bett auseinanderlegen und Freitag kommt das Neue. Darauf freue ich mich, ich bin aber auch aufgeregt.

Liam, 01.03.2015, 19:14 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Traumasensibles Yoga

Im Moment lese ich das Buch von Emerson/Hopper („Trauma-Yoga. Heilung durch sorgsame Körperarbeit“). Ich kann das Buch allen, die sich für das Thema auch nur ansatzweise interessieren, sehr empfehlen. Es hat mich derart gefesselt, daß ich es  geradezu verschlinge 🙂

Bei der Lektüre ist mir klar geworden, daß Kundalini Yoga viele der Aspekte, die die Autoren in Hinblick auf traumasensibles Yoga für wichtig halten, erfüllt, und daß ich, als ich mich für diese Yogaform entschieden habe, (vielleicht unbewußt) eine für mich goldrichtige Wahl getroffen habe. Kundalini Yoga wird „hands off“ unterrichtet. Das heißt, der Unterrichtende berührt seinen Schüler nicht, sondern gibt lediglich verbal Hinweise, worauf er achten sollte. Oder könnte, denn wie in keiner anderen Yogaform, die ich ausprobiert habe, betont das Kundalini Yoga die Eigenverantwortlichkeit für den eigenen Körper und die eigene Praxis. Das heißt, man ist angehalten, nur soweit in jede Position hineinzugehen, wie es die eigenen (körperlichen oder emotionalen) Grenzen zulassen. Für alle Übungen gibt es Varianten, die ggf. einfacher nachzuvollziehen sind, z.B. im Sitzen oder im Liegen. Man kann die Anzahl der Wiederholungen oder die vorgegebene Zeit reduzieren. Und wenn man sich gar nicht imstande sieht, eine Übung zu machen, dann kann man versuchen, in ihr Atemmuster einzustimmen und sie ansonsten zu visualisieren. Obwohl man dazu aufgefordert wird, sich seinen Grenzen zu nähern oder, falls einem das möglich ist, über sie hinauszugehen, hat man also stets die Wahlmöglichkeit und behält damit jederzeit die Kontrolle über die Situation. Außerdem kommt Kundalini Yoga ohne spezielle Hilfsmittel wie Gurte aus, die für manche traumatisierte Menschen schwer bis unmöglich zu ertragen wären.

Der Atem spielt im Kundalini Yoga eine zentrale Rolle. Die bewußte Atemführung ist essentieller Bestandteil der Kundalini Yoga Erfahrung. Es gibt verschiedene Atemtechniken, die jeweils bestimmte Energien fördern (oder auch dämpfen). Während der Asanas achtet man besonders auf die korrekte Atemführung: beim Hineingehen atmet man ein und denkt „Sat“, beim Hinausgehen atmet man aus und denkt „Nam“. Sat Nam ist eins der wichtigsten Mantren in dieser Yogaform und bedeutet soviel wie „wahrer Name“. Durch das bewußte Atmen lernt man, es überhaupt wahrzunehmen, und erfährt es als lenkbar. Das, was ich beeinflussen kann, entzieht sich mir nicht länger – für Traumatisierte kann das bedeuten, daß sie ihren Körper nicht mehr als Gegner oder Feind betrachten, sondern allmählich lernen, ihn zu kontrollieren und dadurch an Vertrauen zu ihm dazugewinnen. Atem und dynamische Bewegung zusammen helfen dabei, die Rhythmen des eigenen Körpers kennenzulernen, und indem man die Asanas mit den anderen Kursteilnehmern synchron ausführt, begreift man, daß man fähig ist, sich auf andere Menschen einzulassen. Insofern kann Kundalini Yoga dabei helfen, sich anderen Menschen auch im Alltag zu öffnen und sie möglicherweise nicht länger als potentielle Aggressoren wahrzunehmen.

Eine Kundalini Yoga Einheit besteht immer aus einer Einstimmung, einer Kriya (also einer Übungsfolge), einer Entspannungssequenz, einer Meditation und einer Ausstimmung. Durch ihren rituellen Charakter ist sie sehr verläßlich und das wiederum sorgt dafür, daß man Sicherheit dazugewinnt. Gerade für Traumatisierte sind ja solche verläßlichen, ritualisierten Abläufe ein stabilitätsstiftendes Element.

In seiner spirituellen Dimension kann Kundalini Yoga helfen, mit der inneren Stimme, dem inneren Führer oder, wie es in dieser Yogaform formuliert wird, dem inneren Guru in Kontakt zu treten. Die Chance für Traumatisierte liegt hierbei meiner Meinung nach darin, daß sie, wenn sie das zulassen können und möchten, begreifen können, daß sie Teil der Schöpfung und darum in ihrer Individualität und mit all ihren Bedürfnissen, Erlebnissen und Fähigkeiten ganz einzig und wunderbar sind. Das kann zu größerer Wertschätzung für die eigene Person und zu der Erkenntnis führen, daß der ureigene Wert von der Traumatisierung gänzlich unangetastet bleibt.

Alles in allem denke ich, daß Kundalini Yoga ausgesprochen gut für Traumatisierte geeignet ist. Jedenfalls erlebe ich selbst das so. Das Einzige, was mich ein wenig stört bzw. merkwürdig berührt ist der Personenkult um Yogi Bhajan. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, daß er Kundalini Yoga in den Westen gebracht und mit uns geteilt hat, aber ich betrachte ihn nicht als Guru und käme sicherlich nicht auf die Idee, mir ein Bild von ihm in meine Yogaecke zu stellen oder so – aber das muß ich ja auch nicht 🙂

Liam, 01.03.2015, 12:50 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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