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Archiv: Mittwoch, 1. April 2015

Bücher im März

Im März habe ich Zeit gefunden, mehr zu lesen. Und zwar:

  1. David Emerson / Elizabeth Hopper: Trauma-Yoga. Heilung durch sorgsame Körperarbeit. Das Buch richtet sich an Traumatisierte, Therapeuten und Yogalehrer gleichermaßen und gibt eine Fülle von praxisorientierten Hinweisen zu traumasensiblem Yoga. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mir immer wieder verdeutlicht, warum Yoga für mich so wichtig ist und welche Benefits ich im Kontext meiner komplexen PTBS bereits aus der Praxis gewonnen habe (oft auch ohne mir dessen bewußt zu sein). Kann ich nur wärmstens empfehlen.
  2. Nathalie Schweighoffer: Ich war zwölf… Die erschütternde Geschichte eines sexuellen Mißbrauchs. Bücherschrankfund. Nathalie Schweighoffer erzählt in diesem Buch ihre Geschichte. Ich werde auf den Inhalt nicht weiter eingehen, jedenfalls bewegt mich das Buch sehr.
  3. Gudula Steiner-Junker: Lach-Yoga. Irgendwann in der letzten Zeit hatte ich mal einen kurzen Bericht über Lachyoga geguckt und als ich neulich in der Bibliothek war, fiel mein Blick auf das Buch, also nahm ich es mit. Die Autorin erklärt, warum Lachen und Humor so wichtig und gesund sind und gibt dafür auch wissenschaftliche Erklärungen (was für mich ganz wichtig war). Anschließend folgt ein ausführlicher Teil zu Lachübungen und Lachmeditation. Das Buch war für mich sperrig zu lesen. Viele der Übungen würde ich als definitiv nicht traumasensibel bezeichnen und schon die Konfrontation mit der bloßen Idee, mich an Fremden zu reiben (Rücken an Rücken), löste eine leichte Panikattacke aus. Ich würde sagen: gelesen und Ende. Lachyoga ist nichts für mich.
  4. Ezra Bayda: Zen oder die Kunst, einen Weg aus den Sümpfen des Alltags zu finden. In diesem Buch geht Bayda auf all die Dinge ein, die sich einem Zen-Übenden in den Weg stellen können. Durchaus unterhaltsam geschrieben und voller hilfreicher Tips und Gedanken.
  5. Katharina Schober und Renate Hartmann: Die gesunde Wildkräuter-Küche. Wunderschön bebildertes Wildkräuter-Kochbuch mit vielen netten Rezeptideen. Leider ist das Buch aber wirklich nur ein Kochbuch und hilft bei der Bestimmung der Kräuter nicht, weil die Kräuter teilweise nicht oder nur in Teilen gezeigt werden. Ich hätte mir außerdem ein besseres Lektorat gewünscht: die Sprache klingt schon sehr holprig, was für ein so wertiges Buch einfach schade ist.
  6. Heinrich Thies: Hilferuf aus dem Folterkeller. Die Hamburger Säurefassmorde – eine Spurensuche. Ja, warum in aller Welt lese ich solche Bücher? Aus demselben Grund, wieso ich manchmal brutale Horror- und Splatterfilme schaue. Wie auch immer. In dem Buch erzählt Thies, wie eine engagierte Ermittlerin dem als Säurefaßmörder bekannt gewordenem Lutz Reinstrom (im Buch wird er Seifert genannt) auf die Spur gekommen ist.
  7. Axel Petermann: Im Angesicht des Bösen. Petermann erzählt von ein paar seiner Fälle, die er als Profiler in Bremen begleitet hat. Petermann schreibt sehr lebhaft und durchaus auch witzig, was angesichts des schwierigen Themas eine gute Mischung ist. Finde ich jedenfalls.

Begonnen habe ich drei weitere Bücher, aber die stelle ich dann im kommenden Monat vor 🙂

Liam, 01.04.2015, 19:28 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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