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Archiv: Mai 2015

WochenendRückblick

[Wetter] Durchwachsen, aber ich mag das. Es war nicht so heiß und es ging ein schöner Wind.

[Gemacht] Samstag waren mein Mann und ich in der Stadt. Wir füllen alle paar Monate mal ein paar besondere Vorräte auf (z.B. Hülsenfrüchtekonserven, Couscous und bestimmte Pastasorten im türkischen Laden, vegane Schlagsahne und Lakritze in einem Supermarkt etc.) und es war mal wieder soweit. Nach dem Einkauf haben wir Falafel gegessen. Nachmittags habe ich mich ein bißchen hingelegt, während mein Mann einen alten Teppich rausgeschmissen hat – dafür habe ich dann später gekocht. Abends haben wir Tee getrunken und einen kurzen Film geguckt. Nach der gemeinsamen Zeit am Abend sportele ich meist noch etwas und nähe oder lese anschließend, so auch am Samstag. Sonntag waren mein Mann und ich nach einem ausgiebigen Spätstück bei einem Bücherschrank, während unser Sohn verabredet war. Nachmittags haben wir dann ein paar Vorbereitungen für das Grillen getroffen und abends im Hof gesessen, gegrillt, gegessen und gequatscht.

[Crafts’n’Arts] Beim Quilten meines Sterne-Quilts bin ich gut vorangekommen. Die Hälfte ist jetzt fertig.

[Gesportelt] Bin recht viel geradelt und habe jeden Tag 20 Minuten Oberkörpertraining gemacht.

[Gehört] Subway To Sally. Covenant. Nightwish. Diorama. Diary Of Dreams.

[Gelesen] Martine Provis: Suppe aus Kieselsteinen (Bücherschrankfindung).

[Gesehen] Ice Road Trucker, ein paar Folgen der dritten Staffel.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee mit Nana-Minze, ein bißchen Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Sachen vom Wochenplan: Baklava. Lakritze. Falafel. Brombeeren. Beim Grillen: Hähnchenbrust. Sojawürstel. Brot mit Dip. Salat. Nudelsalat. Banane mit Sojasahne und Schokolade.

[Gedacht] Was ich als nächstes nähen möchte.

[Gekauft] Vorräte. Und Hanteln.

[Spirituelles] Ein bißchen an „Seelenpfade“ weitergelesen.

[Ausblick auf die nächste Woche] Mein Mann hat Urlaub und wir wollen ein paar Ausflüge machen.

Liam, 31.05.2015, 19:57 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Mai

Hier sind die Bücher, die ich im Mai gelesen habe:

  • Frauke Teegen: Wenn die Seele vereist – traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden. Meiner Meinung nach gibt das Buch einen sehr guten und verständlichen Überblick über das Thema Traumatisierung und PTBS. Nicht so gut gefällt mir, daß es überall im Text Fallbeispiele gibt, weil diese stark triggern können.
  • Laurence Claes und Walter Vandereycken: Schmerzen gegen den Schmerz – Selbstverletzendes Verhalten verstehen und bewältigen. Das Buch richtet sich eigentlich an Jugendliche und deren Eltern bzw. Lehrer, aber es hält auch ein paar gute Tips für Erwachsene bereit, die mit dem Problem zu tun haben.
  • Mark Benecke: Mordspuren. Das Buch rückt bekannte und weniger bekannte Mordfälle in den Fokus und versucht zu erklären, was Menschen zum „Bösen“ treibt. Ich gestehe, daß ich es nicht so gut fand wie andere Bücher vom selben Autoren.
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte. Das Buch ist sozusagen ein Kompendium der besten Heilpflanzenrezepte aus der von Bühring gegründeten Freiburger Heilpflanzenschule. Hat mir sehr gut gefallen und hat auch eine sehr ansprechende Aufmachung. Davon werde ich mich gewiß mal inspirieren lassen.
  • Yvonne Dolan: Schritt für Schritt zur Freude zurück – Das Leben nach traumatischen Erfahrungen meistern. Die Autorin stellt die These auf, daß Traumatisierte sich in der akuten Phasen als Opfer, später als Überlebende sehen, doch da sie in diesem Status verharren damit Probleme haben, es sich in ihrem Leben komfortabel einzurichten. Sie gibt unzählige Übungen vor, die helfen sollen, herauszufinden, wer man wirklich ist, was man wirklich mag und wie man positive Veränderungen ins eigene Leben bringt. Die Idee des Buches finde ich toll, aber ich merke auch, daß die Übungen an vielen Stellen schwierig bis gar nicht zu bewältigen sind, wenn man traumabedingt „eingefroren“ ist.
  • Ursula Gast und Pascal Wabnitz: Dissoziative Störungen erkennen und behandeln. Obwohl in dem Buch hier und da auch PTBS-bedingte dissoziative Zustände angesprochen werden, richtet es sich doch eher an Menschen mit der Diagnose DIS. War aber trotzdem spannend zu lesen.

Im Moment komme ich nicht dazu, soviel zu lesen, wie ich gern würde, weil ich mich wieder mehr bewege, mehr nähe und auch ganz viele andere Sachen machen, die eine Menge Zeit benötigen. Ich tröste mich damit, daß der Winter lang genug werden wird…

Liam, 30.05.2015, 18:10 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 29.5.2015

In den vergangenen Wochen hat sich in meinen Kübeln und Kästen einiges getan. Zunächst mal konnte ich schon mehrfach Salat ernten. Da ich immer nur die äußeren, großen Blätter schneide, bildet der Salat von innen heraus immer neue Blätter nach. Ich bin gespannt, wie oft ich noch ernten kann, bevor der Salat blüht.

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Die Kohlraben sind riesig geworden. Anfangs konnte ich es nicht richtig identifizieren, aber das, was ich für einzelne Pflanzen gehalten hatte, entpuppte sich jeweils als Bündel von zwei bis drei Pflanzen, so daß ich demnächst eine Kohlrabischwemme haben werde 🙂

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Meine beiden winzigen Tomaten sind inzwischen ordentlich gewachsen und blühen gerade. Nachdem ich gestern die Photos gemacht hatte, habe ich den einen Ast hochgebunden, damit er mir nicht abknickt.

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In diesem Kräuterkasten habe ich Tripmadam, Oregano und Salbei vergesellschaftet. Vor allem den Oregano benutze ich gern; in Pasta- und Pizzasaucen ist er herrlich.

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Hier teilen sich Nana-Minze und Borretsch einen Kasten. Die Nana-Minze trinke ich gern als Tee. Dazu streue ich einfach zwei bis drei Blättchen in einen fertigen Schwarztee. Das ist auch eine tolle Medizin gegen Magengrummeln. In der unteren rechten Ecke erkennt man meine Peperoni und einen kleinen Teil der Habanero-Chili. Beide Pflanzen sind schon gut gewachsen, zeigen aber noch keine Blüten.

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Der Borretsch steht kurz vor der Blüte ♥

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Das ist englische Minze, die u.a. für die traditionelle Mint Sauce (Minzsauce) verwendet wird, für die die englische Küche berühmt-berüchtigt ist.

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Von Rosmarin, Thymian und Kapuzinerkresse habe ich gestern kein Bild gemacht, aber die sind auch alle gewachsen und konnten schon mehrmals geerntet werden. Insgesamt bin ich mit meinem kleinen Kasten-Garten total glücklich. Man braucht nicht viel Zeit, um die Pflanzen zu pflegen. Tägliche Kontrollen und ggf. Gießen reichen. Ab und zu knipse ich verwelkte Blätter ab. Ich hatte jetzt vor allem an den scharfen Kräutern (Habanero und Kapuzinerkresse) sowie an den Tomaten ein paar Blattläuse. Wenn ich einen Eierhaufen von ihnen finde, zerdrücke ich diesen. Ansonsten behandle ich die Pflanzen mit einer Mischung aus Niem-Tinktur und Wasser, weil das ein für den Menschen ungefährliches Spritzmittel ist.

Wenn das so weitergeht, werde ich meinen kleinen Garten nächstes Jahr um zwei Kästen aufstocken. Würde gern mal Broccoli (am liebsten PSB, also Purple Sprouting Broccoli) und Blumenkohl anbauen.

Liam, 29.05.2015, 13:27 | Abgelegt unter: Der Garten,Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #23

In der kommenden Woche wird unser Sohn an einem Zeltlager teilnehmen, das heißt mein Mann und ich werden öfter mal allein essen und können daher Sachen machen, die nur uns schmecken 🙂

  • Freitag: Sellerieschnitzel, Zwiebelsauce und Kartoffelpüree (vegetarisch)
  • Samstag: Pizza mit Chorizo und Champignons (omnivor)
  • Sonntag: Grillen (omnivor)
  • Montag: Pasta mit Blumenkohl-Parmesan-Sauce (vegetarisch)
  • Dienstag: Graupenrisotto mit Lauch (omnivor)
  • Mittwoch: Pizza (omnivor)
  • Donnerstag: toskanische Bohnen, Ciabatta, gegrillter Feta (vegetarisch)
  • Freitag: Pasta mit Grillpaprika und Tomatensauce (vegan)
Liam, 29.05.2015, 12:08 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Ein paar meiner Quilts

Da ich bisher noch keine meiner Quilts gezeigt habe, dachte ich, ich fasse das mal in einem Posting zusammen 🙂

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Diesen Quilt habe ich nach einer Anleitung von Pam und Nicky Lintott genäht. Er hat eine Rückseite aus Polarfleece und ist etwa 1,70×1,70m groß.

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Das ist mein Kuschelquilt für’s Wohnzimmer. Da unsere Katzen leider dazu neigen, ihre Krallen einzusetzen, wenn sie treteln, zerpflücken sie damit im Laufe der Zeit die Stoffe, so daß ich hier nur ein ganz simples Top aus Quadraten gepieced habe.

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Diese Decke samt Kissen war ein Tauschgeschenk für eine Künstlerin, die im Gegenzug eine Illustration für mich gemacht hat.

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Das war eine Arbeit für eine Ausstellung. Ich habe hier einige neue Techniken probiert – hat viel Spaß gemacht 🙂

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Auch dieser Quilt entstand nach einer Anleitung aus einem Buch von Pam und Nicky Lintott. Es ist aber nicht ihr Design.

Das war nur mal eine kleine Auswahl. Ich habe noch etliche andere Quilts und kleinere Projekte genäht.

Liam, 28.05.2015, 12:23 | Abgelegt unter: Craft & Creation | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Man muß schon Chaos in sich tragen…

…um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Nietzsche)

Ich habe letzte Woche mein Sternen-Patchwork-Top fertiggenäht und wollte dann auch direkt quilten. Vorm Quilten steht allerdings das Bügeln von Top und Rückseite, was nicht ganz unkompliziert ist, da es sich dabei um wirklich große Stoffstücke handelt. Der Lonestar-Quilt ist mein erster Quilt in diesem Jahr (normalerweise nähe ich eigentlich mehr, aber durch viele persönliche Probleme blieb das leider auf der Strecke) und da war ich wohl leicht aus der Übung. Jedenfalls ist mir mein Bügeleisen das erste Mal ever von meinem Nähtisch auf den Boden gekracht und hat da eine fette Macke hinterlassen. Ich war total perplex und dachte, na, hoffentlich ist das kein böses Omen…

Nach dem Bügeln werden die drei Lagen (Rückstoff, Vlies und Top) geheftet. Das kann man mit unterschiedlichen Mitteln machen, aber mein Favorisiertes ist Stoffkleber. Nur leider stellte sich heraus, daß das Polyestervlies sich wellte. Das sollte es eigentlich nicht tun, weil es dann beim Quilten zu Stoffverwerfungen und Falten kommen kann. Mein Mann meinte aber optismistisch, das würde schon gehen. Ich fing also an, den Sandwich zu quilten. Da das eine ziemliche Arbeit ist, kann man das nicht an einem Tag erledigen, doch nach einer Pause mußte ich feststellen, daß sich die drei Lagen voneinander getrennt hatten. Das ist mir auch noch nie passiert.

Mein Mann und ich haben also das Riesenteil nochmal ausgelegt und von Grund auf neu geheftet, mit noch mehr Kleber. Zurück an der Nähmaschine mußte ich bald feststellen, daß das Top Falten warf. Das war der Moment, wo ich dachte, ich habe die Nase voll und möchte das Vlies nicht mehr verwenden! Ich bin zum Patchworkladen meines Vertrauens gefahren und habe mir da ein reines Soja-Vlies gekauft. Das ist deutlich dünner, deutlich weicher und deutlich teurer. Argh. Aber ok, dafür ist der Quilt am Ende wohl auch atmungsaktiv und wird nicht so deckeln wie ein Polyster-gefüllter Quilt.

Nun mußte das gesamte bisherige Quilting getrennt werden. Dabei kam es zu einem kleinen Schnitt im Rückstoff. Diesen kann ich nicht wirklich sauber flicken, und egal, was ich tun würde, man würde den Defekt immer sehen. Da ich aber den Rückstoff schon begradigt hatte, konnte ich die oberen Quiltlagen aber auch nicht verschieben. Sehr ärgerlich. Ich kann nur hoffen, daß diese Stelle durch das Quilting allein halten wird und nicht bei regelmäßigem Gebrauch ausreißt. Die Stiche vom alten Quilting wird man außerdem auch immer sehen 🙁

Nach dem Trennen mußte ich Top und Rückstoff noch einmal bügeln. Und was passiert dabei? Das Bügeleisen kracht noch einmal auf den Boden und haut direkt neben die erste Macke eine zweite! Ich dachte, ich gucke nicht richtig. Jetzt ist mein Boden total ruiniert, runter bis auf 1 cm Tiefe. Mitten im Raum, versteht sich. So ein Mist.

Nach dem Bügeln folgte das neuerliche Heften der drei Lagen, nun deutlich davon erschwert, daß der Rückstoff ja bereits zugeschnitten war. Wir mußten das Top zigmal erneut anheben und wieder auflegen, bis es endlich paßte (und das auch nur knapp), und dann bildeten sich Wellen zwischen Rückstoff und Vlies.

In den ganzen Jahren, in denen ich nun nähe, ist mir sowas noch nie passiert. Was für ein Chaos-Quilt!

Gestern Abend habe ich nun endlich mit dem finalen Quilting begonnen und bin ganz glücklich darüber, wie schön sich das Soja-Vlies verarbeiten läßt. Ich habe mich für ein Quiltmuster aus mäandernden Linien und Sternen/Pentagrammen entschieden.

Liam, 28.05.2015, 12:08 | Abgelegt unter: Craft & Creation | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Es war eher grau und ein bißchen regnerisch, aber ich habe das Wetter wirklich genossen. Schön frischer Wind und nicht so warm.

[Gemacht] Samstag waren mein Mann und ich in der Stadt, ein paar Einkäufe erledigen. Angesichts der Einkaufspanik zu Pfingsten war das irgendwie keine wirklich gute Idee, aber immerhin haben wir bekommen, was wir gesucht haben. Wir haben später noch einen Quilt geheftet (allein ist das nicht zu schaffen) und einen Film geguckt. Sonntag waren mein Mann und ich ein bißchen in den Hügeln unterwegs, später ist er mit unserem Sohn auf einen Mittelaltermarkt gefahren, während ich Hörbuch gehört und rumgekrutschelt habe. Abends haben wir gegrillt – das erste Mal seit Ewigkeiten omnivor. Nach dem Essen haben wir spontan entschlossen, zusammen mit unserem Sohn einen Film zu gucken. Sonntag waren mein Mann und ich spontan im nördlichen Schwarzwald unterwegs, wo wir auf einen kleinen Kunsthandwerkermarkt stießen, den wir uns angeguckt haben. Saßen später in einem Biergarten und haben viel geredet.

[Crafts’n’Arts] Ich habe das Quilttop für meinen Lonestar-Quilt fertigbekommen, wir haben es geheftet und ich habe angefangen, es zu quilten. Ich war ein wenig zu optimistisch bei der Auswahl des Quiltings, denn es ist relativ fein und eng, so daß ich für diesen 2×2 Meter großen Quilt vermutlich eine Ewigkeit brauchen werde… Außerdem habe ich das erste Mal ein neues Volumenvlies verwendet, mit dem ich nicht so zufrieden bin. Es läßt sich nur sehr schwer mit Stoffkleber fixieren, wodurch sich ständig die einzelnen Layer voneinander trennen.

[Gesportelt] Geradelt und einige Yogaübungen für den Oberkörper.

[Gehört] Jussi Adler-Olsen: Erbarmen. Das ist nach langem mal wieder ein richtig spannendes Hörbuch, das ich nur schwer ausschalten kann. Gehört habe ich außerdem Deine Lakaien, Floodland, Wovenhand und einen uralten Gothic-Sampler.

[Gelesen] Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte – die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule. Ein schönes Buch mit einigen wirklich originellen Rezepten.

[Gesehen] Armored, den ich sehr spannend fand. Und den zweiten Teil von Der Herr der Ringe I, extended version.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola.

[Gegessen] Die Sachen vom Wochenplan, außerdem einen Burger. Pommes. Beim Grillabend: gegrillte Tomaten, Gemüsepäckchen mit Feta, Nudelsalat mit Spinat und getrockneten Tomaten, gegrillte Hühnerbrust, Brot und Banane mit Sojasahne und Schokosplittern. Superlecker. Erdbeeren. Honig-Knuspermüsli mit Sojajoghurt. Blaubeeren. Salat aus eigenem Anbau.

[Gedacht] Wie hilfreich ich so vieles finde, das es bei YouTube gibt. Dafür bin ich echt dankbar.

[Gekauft] Ein bißchen Kleidung für den Sohn. Ein paar Neuanschaffungen für den Garten und die Terrasse, u.a. eine kleine Venusfliegenfalle, die auch schon kräftig unsere Mücken dezimiert.

[Spirituelles] Ich glaube, ich verstehe meine Träume jetzt etwas besser.

[Ausblick auf die nächste Woche] Eine kurze Woche dank Feiertag. Ich möchte eigentlich nur jede Menge lesen und quilten.

Liam, 25.05.2015, 17:17 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Viva Emptiness

Die letzten anderthalb Jahre waren für mich extrem belastend. Mir ist klar, daß ich aufgrund meiner komplexen PTBS schon vorgeschädigt bin und daher auf Streß, Veränderungen und andere destabilisierende Faktoren anders reagiere als nicht-traumatisierte Menschen, aber ich habe das Gefühl, daß die Dinge, mit denen ich fertig werden mußte, auch psychisch gesunde Menschen belastet hätten. Wenn mir diese schwere Zeit etwas gezeigt hat, dann daß ich mich auf mich selbst verlassen kann und mir selbst sehr effizient beistehen und helfen kann. Was mir die Zeit aber auch gezeigt hat, ist leider, daß ich ziemlich allein dastehe.

Der erste Schlag war, daß sich Menschen, die ich für meine Freunde gehalten habe, in einer Phase, in der ich akut Beistand und Bestärkung gebraucht hätte, abgewandt haben. Die meisten ganz feige, ohne mit mir darüber zu sprechen. Sie haben sich einfach nicht mehr gemeldet. Es gab aber auch Menschen, die mir erklärt haben, daß sie die Prozesse, durch die ich gehe, nicht mittragen wollen. Das war mutig und ehrlich, aber angesichts der Dinge, die ich für diese Menschen getan habe, armselig.

Ich habe mich vor kurzem aus einem Projekt zurückgezogen, das ich fast sieben Jahre sehr enthusiastisch gepflegt habe. Ich bin sang- und klanglos verschwunden und habe die Tür hinter mir zugezogen. Es war vielleicht nicht ganz fair, doch ich sah keinen anderen Weg mehr, weil ich in diesem Projekt immer sprachloser wurde, weil die Dinge, die ich getan und gesagt habe, stark negativ bewertet wurden. Vielleicht war es auch einfach naiv von mir, offen zu sein, wo mir eigentlich klar ist, daß nicht jeder Mensch für Traumatisierte sensibel genug ist. Da prallen einfach zwei grundlegend andere Weltsichten aufeinander, und darum wird der Dialog schwierig. Oder sogar unmöglich. Es ist gut, daß ich dieses Projekt verlassen habe. Gleichzeitig jedoch verspüre ich so etwas wie Verwirrung und Enttäuschung über die ausbleibenden Reaktion auf meinen Abschied. Ein einziger Mensch hat mich gefragt, warum ich gegangen bin. Einer. Was ist mit all den anderen, die mich die Jahre über begleitet haben, die gern angenommen haben, was ich gegeben habe? Daß da nicht einmal eine Nachfrage kommt („alles ok mit Dir?“), finde ich schon sehr verletzend. Ganz besonders von den paar Individuen, mit denen ich näher zu tun hatte.

In der Folge fühle ich mich jetzt gerade bestürzend frei. Vor allem frei von Bindungen und Verbindlichkeiten. Es ist außer meinem Partner niemand geblieben – ist das nicht verrückt? So allein stand ich noch nie in meinem Leben da und es fühlt sich komisch an. Verunsichernd, aber auch verlockend. Ich habe gedacht, daß es mich verängstigen würde, doch dem ist nicht so. Ich fühle eher Verbitterung und Verletzung angesichts dieses breiten Spektrums menschlichen Versagens.

Darüber, wie sich diese vollständige Leere entwickeln könnte, mag ich noch gar nicht nachdenken. Die kPTBS macht es mir in sozialen Belangen ohnehin schwer genug und angesichts dieser Enttäuschung habe ich gerade keinerlei Offenheit für neue Kontakte. Das ist ok, ich kann diese Leere aushalten, ich kann sie sogar genießen. Vielleicht ist sie die Abwesenheit von Druck, die ich gerade so dringend brauche. Jedenfalls sehe ich auf einmal viele Perspektiven für die Zukunft, die mir bisher eher vage und nicht so wahrscheinlich vorkamen, zum Beispiel ein Leben im Ausland. Hier bindet mich nichts mehr.

Liam, 25.05.2015, 10:53 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #22

Dieses Wochenende ist Pfingsten und ich freue mich darauf, das erste Mal in diesem Jahr zu grillen. Es sind außerdem wieder ein paar neue Rezepte dabei:

  • Freitag: Pasta mit Zucchini und Kirschtomaten (vegan)
  • Samstag: Lasagne mit Kohlrabi, dazu Salat aus dem Garten (vegetarisch)
  • Sonntag: Grillen (omnivor)
  • Montag: Schupfnudeln mit grünem Spargel in Rahmsauce (vegetarisch)
  • Dienstag: Nudelsuppe, dazu Brötchen (vegetarisch)
  • Mittwoch: Farfalle mit Grünkern-Gemüse-Bolognese (vegan)
  • Donnerstag: Spargel mit Salzkartoffeln und Hollandaise (vegetarisch)
Liam, 21.05.2015, 21:59 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Durchwachsen und nicht zu heiß.

[Gemacht] Für uns war es ein langes Wochenende, weil Mann und Sohn den Brückentag frei hatten. Donnerstag haben wir eine kleine Runde an der frischen Luft gedreht und dann Vorhangstangen montiert. Abends haben wir einen Film geguckt und Tee getrunken. Freitag waren wir gemeinsam beim Schuhmacher und in der Bibliothek, danach haben wir unseren Sohn daheim abgesetzt und sind einkaufen gefahren. Samstag waren mein Mann und ich auf der Nadelwelt in Karlsruhe, der größten Quiltmesse Deutschlands. Diesmal hat es mir sehr gut gefallen. Nachmittags habe ich mich ein bißchen erholt, dann ersten eigenen Salat geerntet und gelesen, abends haben wir gemeinsam mit dem Sohn einen Film geguckt. Sonntag waren mein Mann und ich spazieren, haben Wildkräuter genascht und die Sonne genossen. Nachmittags habe ich ein bißchen Sport gemacht und ansonsten den Tag verschlumpert.

[Crafts’n’Arts] Habe mir jede Menge Inspirationen auf der Nadelwelt geholt.

[Gesportelt] Ein paar Kilometer geradelt, aber ich hatte Gelenkschmerzen und daher nicht allzu viel Lust. Habe außerdem ein paar Yogaübungen für den Oberkörper gemacht.

[Gehört] Frank Schätzing: Tod und Teufel. Ich hatte die Version, die der Autor selbst liest, und ich muß leider sagen, das Buch hätte mir besser gefallen, wenn es nicht so anstrengend gewesen wäre, zuzuhören.

[Gelesen] Laurence Claes und Walter Vandereycken: Schmerzen gegen den Schmerz – Selbstverletzendes Verhalten verstehen und bewältigen. Das Buch richtet sich eher an Jugendliche und an deren Eltern bzw. Lehrer, hatte aber dennoch ein paar Tips auf Lager. Frauke Teegen: Wenn die Seele vereist – Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden. An sich finde ich, daß das Buch eine gute Übersicht zum Thema PTBS gibt. Nicht so gut gefällt mir allerdings, daß viele Traumata Dritter geschildert werden, weil das mMn zu einer Retraumatisierung führen kann. Muß man mögen.

[Gesehen] Habe endlich geschafft, „Mama“ zu gucken. Der lag jetzt ein paar Monate auf meinem Stapel. Ist ein klassischer Gruselfilm, würde ich sagen, von daher keine Überraschungen. Von „Transparent“ habe ich ein paar Folgen geguckt, hat mich bisher aber nicht besonders angesprochen.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und ein bißchen Cola.

[Gegessen] Abgesehen vom den Wochenplan-Sachen: einen Burger. Müsli mit Joghurt und Erdbeeren. Chips beim Filmgucken. Leckere Frühstückssachen. Popcorn. Rührei.

[Gedacht] Im Moment kämpfe ich gegen das Gefühl, sprachlos und ohnmächtig zu sein. Es ist gut, wenn sich andere Kanäle auftun, über Dinge zu sprechen, und wenn man von Menschen, die man mag, das Feedback bekommt, das man braucht.

[Gekauft] Ein Patchworkbuch, um das ich jetzt schon ein paar Jahre herumgekreist bin. Auf der Nadelwelt habe ich nichts gekauft, dabei hatte ich mir extra etwas mehr Geld eingesteckt. Aber angesichts der Masse dort hatte ich das Gefühl, bereits mehr als genug zu haben. Ich möchte eigentlich erstmal mein aktuelles Quiltprojekt beenden, dann ein weiteres Top quilten und dann…ja, dann habe ich auch mehr als genug Stoff im Schrank für weitere Projekte.

[Spirituelles] Bekomme im Moment guten Kontakt zu mir selbst. Das fühlt sich bestärkend und gut an.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe jeden Tag einen Termin. Viel zuviel! Andererseits bin ich froh, wenn ich an ein paar Sachen einen Haken machen kann.

Liam, 17.05.2015, 17:34 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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