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Archiv: Juli 2015

Der Garten am 31.7.2015

In dieser Woche sind zwei neue Bewohner in die Kübel eingezogen, nämlich ein Frisée und ein Lollo Rosso. Sie ersetzen den verunglückten Broccoli. Zu ihren Füßen habe ich Rucola ausgesät.

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Mangold und Blumenkohl wachsen und gedeihen. Zu ihren Füßen habe ich Feldsalat gesät. Der Grünkohl, von dem es heute mal kein Bild gibt, hat auch einen neuen Mitbewohner, nämlich Sauerampfersamen.

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Die kleinen Borretschs, die sich selbst ausgesät hatten, habe ich inzwischen pikiert und in Töpfe gesetzt. Die ersten Tage nach dem Pikieren sahen sie etwas schlapp aus, haben sich aber inzwischen gefangen. Frage mich allerdings, wo ich mit insgesamt elf Borretschpflanzen hin soll, denn immerhin werden sie ja ordentlich groß…

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Die Mini-Aubergine trägt im Moment vier Früchte, von denen zwei schon recht groß sind.

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Von der Tomate konnte ich diese Woche zweimal reife Früchte ernten. Interessant ist, daß ein paar davon mehlig waren, andere nicht. Keine Ahnung, woran das liegt.

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Alles in allem gibt es im Garten gerade wenig zu tun. Ein bißchen gießen, ein bißchen ernten, aber alles sehr übersichtlich.

Liam, 31.07.2015, 18:27 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Juli

Im Juli habe ich mal wieder ziemliche Lese-Unlust gehabt. Mich hat das gute Wetter nach draußen gelockt (oder ich war grumpy, weil es zu heiß war), ich habe mehr gemalt, gesportelt und andere schöne Dinge gemacht. Letztlich habe ich dann die folgenden Bücher gelesen:

  • James Herbert: Die Ratten. Bücherschrankfindung. Das Buch wurde in den Siebzigern geschrieben und dementsprechend liest es sich heute etwas sperrig. Da gibt es z.B. jede Menge skurril anmutende Geschlechterrollenklischees, die Furcht vor dem, was im Dunkeln haust etc. Für mich war das Buch die ideale Lektüre für die ganz heißen Sommertage, wo ich auf nichts Kreatives Lust hatte.
  • Boris von Smercek: R_Evolution. Bücherschrankfindung. Wissenschaftler haben Metamorphin erfunden, ein Medikament, das es Lebewesen erlaubt, sich rasend schnell zu verändern und ihrem Lebensraum anzupassen. Leider geht so ziemlich alles schief, was schief gehen kann, und am Ende finden sich Julie, eine Reporterin, und Jeff, ein Wissenschaftler, inmitten des australischen Buschs wieder, wo sie gegen allerlei mutiertes Getier kämpfen müssen. Das Buch war sehr unterhaltsam, wird aber wieder ausgesetzt.
  • Alys Fowler: Alys‘ Küchengarten. Wie alle Bücher von ihr war auch dieses sehr nett aufgemacht und gut zu lesen. Es hat mich dazu inspiriert, meinen Garten mit anderen Augen zu sehen, nämlich noch viel mehr als Experimentierfeld und weniger als statisches Etwas. Habe nun zu den Füßen der großen Kohlsorten flach wachsende Kräuter gesät – mal gucken, ob die noch kommen.
  • Anand Kaur Seitz: Kundalini Yoga. Das Buch habe ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen, weil es als eines der deutschsprachigen Standardwerke zum KY gilt. Nachdem ich nun dreieinhalb Jahre KY mache, hatte es nichts Neues mehr in petto, war aber eine Anregung, mal darüber nachzudenken, mich mehr mit den Chakren auseinanderzusetzen.
Liam, 31.07.2015, 12:35 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #32

Diese Woche liegt der Fokus darauf, ein bißchen Platz in unseren Schränken zu schaffen, denn wir möchten ein paar Vorräte aufstocken.

  • Freitag: Gemüsesuppe mit Rolldinkel, dazu Brötchen (vegan)
  • Samstag: Grillen (omnivor)
  • Sonntag: Pasta mit Basilikum-Mandel-Pesto und grünen Bohnen (vegetarisch)
  • Montag: grüne Quiche mit Romanasalat und Mangold, dazu fruchtiger Chicoréesalat (vegetarisch)
  • Dienstag: Pasta mit Tomaten-Chili-Sauce (vegan)
  • Mittwoch: Erbsen mit Minze, Salzkartoffeln, Fischstäbchen (omnivor)
  • Donnerstag: Ratatouille mit Safran-Zitronen-Reis (vegan)
Liam, 31.07.2015, 12:04 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Lammas / Foraging

Heute Nachmittag waren mein Mann, unser Sohn und ich hinter unserem Dorf in den Feldern foragen.

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Ich hatte im letzten Jahr einen Spot gefunden, an dem damals vielleicht fünf Stengel Minze aus dem Boden lugten, und ich hatte die Hoffnung, daß sie sich vielleicht vermehrt hätte.

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Hatte sie 🙂 Allerdings ist sie wohl erst kürzlich gemäht worden. Ich habe zwei Hände voller Blätter geerntet, vor allem aber zwei Wurzeln ausgegraben, die ich daheim in einen Topf gesetzt habe. So viril, wie Minze ist, müßte sie eigentlich austreiben. Und dann habe immer genug von dieser tollen Minze daheim.

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Etwas weiter den Weg runter haben wir Schafgarbe gefunden.

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Mein Sohn hat einen Strauß davon gepflückt und war ganz stolz darauf 🙂 Schafgarbe und Minze sind gerade im Dörrautomaten, damit sie uns im Winter leckeren Tee liefern.

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Noch etwas weiter gab es dann Johanniskraut bzw. eine Johanniskrautunterart, die bei uns in der Gegend wächst. Hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, mit den Blüten ein Öl anzusetzen, das man z.B. bei kleinen Verletzungen verwenden kann, aber am Ende habe ich das Kraut doch einfach gebündelt und zum Trocknen aufgehängt, um es später in meinen Kräuterbuschen einzuarbeiten.

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Auf dem Rückweg habe ich dann Berberitzen gefunden. Noch sind sie nicht reif, aber ich freue mich schon jetzt auf die sauren Früchtchen 🙂

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Ich denke immer wieder, in was für einer schönen Region ich hier lebe. Aber dennoch zieht es mich Jahr für Jahr stärker in den Norden, auf die britischen Inseln…

Liam, 30.07.2015, 18:32 | Abgelegt unter: Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Lammas / Das Opfer

„Mitten im Winter habe ich erfahren, daß es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt“ (Albert Camus). Dieses Zitat habe ich diese Woche zufällig in einem Buch aus dem Bücherschrank gefunden, das schon seit dem Winter in meinem Regal steht. Es paßt perfekt in diese Zeit. Lammas ist eins der Jahreskreisfeste, zu denen ich den direktesten und persönlichsten Bezug habe, auch deswegen, weil der Todestag eines Menschen, der mir sehr nahe stand, in diese Zeit fällt. Diese Woche jährt er sich zum zehnten Mal und wirft Fragen bezüglich der Wahrnehmung von Zeit, Zyklen und auch vom Opfer(n) auf.

Grundsätzlich mag ich den Begriff des Opfers nicht. Im naturspirituellen Kontext ist damit ja meist das Darbringen bestimmter Speisen, Getränke, anderer Substanzen oder Handlungen für das Göttliche gemeint. Für mich persönlich ist das Wort jedoch mit Gewalt und Traumatisierung verbunden und daher vermeide ich es in der Regel im spirituellen Kontext. Dieses Jahr jedoch fällt es mir schwer, weiterhin von Geschenken an das Göttliche zu sprechen, sowohl in Hinblick auf den oben erwähnten zehnten Todestag als auch im Zusammenhang mit bestimmten inneren Prozessen, die sich gerade in mir vollziehen. Mir wird klar, daß ich viele Dinge tatsächlich geopfert und nicht hergeschenkt habe und daß ich sie nach wie vor als Verlust empfinde, wenngleich manches über 20 Jahre zurückliegt. Darin regen sich Wut und Verlustgefühle und auch der bittere Wunsch nach Wiedergutmachung (die es nicht geben wird). In esoterischen Kreisen heißt es oft sehr verallgemeinernd und für Traumatisierte absolut unpassend: Du mußt Dir einfach selbst verzeihen und loslassen. Manchmal gibt es nichts zu verzeihen, schon gar nicht Tätern. Und ich glaube, loslassen kann für Traumatisierte ab einem bestimmten Punkt der Integration des Traumas in den Lebenskontext als Bedrohung und Vorstufe zum Zusammenbruch aufgefaßt werden. Ich betrachte die Traumata manchmal als Verletzungen, die einem noch wachsenden Baum zugefügt werden. Seine Rinde wird borkig und narbig, er wächst in eine andere Richtung, aber selbst die esoterisch-verklärteste Person würde dem Baum nicht raten, diese Verletzungen einfach loszulassen. Das ist Schwachsinn. Ich glaube lieber daran, daß es Hoffnung gibt, solange es Leben gibt. Daß da Sommer ist, auch wenn viele Teile der Existenz im Winter liegen.

Überhaupt, Trauma und der innere Sommer – das ist so ein schönes Bild. Ich empfinde mein Innenleben als reich, aber durch die komplexen Traumatisierungen dringt von diesem Sommer nicht viel (oder ehrlich gesagt: meist gar nichts) nach außen. Das Trauma hat die Fähigkeiten, Freundschaften aufzubauen und zu erhalten, Vertrauen zu haben und sich hinzugeben, als Opfer gefordert. Dieser Ast wurde gekappt. Die Frage ist eigentlich nur, ob ich Techniken erlernen kann, die mir helfen, in der Welt, die nach den traumatisierenden Erfahrungen ein fremder, gefährlicher Ort geworden ist, neu auszutreiben. Mich zu öffnen. Die ehrliche Antwort ist im Moment: nein. Ich bin glücklicher allein.

Jetzt gerade, wo das Korn eingefahren wird, betrauere ich all die Opfer in meinem Leben. All die Dinge, die mir genommen wurden. Ich fange aber auch an, zu begreifen, daß diese Dinge ganz unabhängig von mir selbst passiert sind. Mir wurden Opfer abverlangt, und es hatte nichts damit zu tun, daß ich nicht gut oder „lieb“ genug gewesen wäre. Manchmal passieren guten Leute schlimme Dinge. It’s that simple.

Wenn ich in dieser Zeit zum Foragen gehe, bin ich mir dieses Bildes vom Opfer(n) immer bewußt. Ich denke dann an Susun Weed, die einmal von der Erde schrieb: „Now you eat me…soon I’ll eat you“. Jetzt ißt Du mich, bald esse ich Dich. Es geht dann wohl doch ums Festhalten und Loslassen. Um das Bewußtsein von der eigenen Sterblichkeit und von der Notwendigkeit, ständig anderes Leben zu opfern, um selbst zu leben. Die Fülle jetzt enthält schon das Versprechen auf den Mangel. Die Lammassonne läßt mich an den Imbolcschnee denken. Foragen ist wahrscheinlich der Versuch, das Versprechen der Wiederkehr festzuhalten.

Opfer und Trauer, Ernte und Fülle, Sonne und Wolken, äußerer Sommer und innerer Winter – das sind gerade meine Themen zu Lammas.

Liam, 30.07.2015, 12:22 | Abgelegt unter: Foraging,PTBS,Spirit & Verse | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Brombeeren foragen

Am vergangenen Wochenende waren mein Mann und ich auf einem alten Flugplatz spazieren, auf dem sich heute neben Joggern nur noch Krähen und Kaninchen rumtreiben 🙂 Dort standen unzählige Brombeerhecken, die schon einige reife Früchte trugen, obwohl der Großteil wohl noch zwei Wochen brauchen dürfte.

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Natürlich konnte ich nicht anders und verbrachte anderthalb oder zwei Stunden damit, die Hecken abzusuchen und nicht von den ebenfalls an den Früchten interessierten Wespen gestochen zu werden. Wenn man die 300. Brombeere pflückt, guckt man nämlich nicht mehr sooo genau hin und Wespen sind ja doch sehr gut getarnt…

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Am Ende hatte ich eine erkleckliche Menge der süßen Beeren im Sack. Daheim habe ich sie verlesen…

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…und dann im Dörrautomaten getrocknet. Wären es weniger Beeren gewesen, hätte ich sie einfach an der Luft trocknen lassen, aber bei der Masse hatte ich Sorge, daß die Beeren möglicherweise schimmeln könnten. Mir fehlt einfach der Platz, um sie dann anständig auszubreiten.

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Lohn der stundenlangen Arbeit: ein großes Glas getrockneter Brombeeren. Die dürfen jetzt erstmal bis zum Winter im Schrank ruhen – und dann werden sie eine Müslibeigabe, die Sommererinnerungen wachruft.

Liam, 28.07.2015, 21:51 | Abgelegt unter: Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

WochenendRückblick

[Wetter] Samstag war es herrlich kühl und total stürmisch. Sonntag war es wieder etwas wärmer, aber meistens bedeckt, so daß man lange draußen sein konnte, ohne gleich einen Sonnenstich zu kriegen.

[Gemacht] Am Samstag waren mein Mann und ich im Schwarzwald, unser erster echter Ausflug in diesem Brutsommer. Im Rheintal hatte der Sturm es schon auf 20°C runtergekühlt, aber oben auf den Bergen waren es frische 13°C, und das haben wir echt genossen 🙂 Wir haben den Mummelsee und die Schwarzenbachtalsperre besucht, haben ein paar malerische Flecken im Murgtal besucht, haben gepicknickt und photographiert. Abends haben wir gemeinsam gekocht und später einen Film geguckt. Den Sonntag habe ich ganz gemütlich begonnen, nämlich mit Malen. Später waren mein Mann und ich lange foragen, später habe ich dann unsere Schätze verarbeitet und den Garten versorgt. Außerdem habe ich meinen Teil Haushalt erledigt.

[Crafts’n’Arts] Ich habe unterwegs skizziert und auf der Terrasse aquarelliert.

[Gesportelt] Dieses Wochenende war meine Regenerationsphase, nachdem ich diese Woche jeden Tag Krafttraining und/oder Yoga gemacht hatte. Aber ich glaube, an Bewegung hat es dennoch nicht gemangelt…

[Gehört] Röyksopp. Pantera. Tool. Enochian Theory.

[Gelesen] In ein paar Büchern, die ich parallel lese. Außerdem eine neuentdeckte Gartenzeitung: „Frisch aus dem Garten“. Gefällt mir sehr.

[Gesehen] Ragnarök/Der Drachenkrieger. Der Film hatte alles, was er brauchte, und war total spannend.

[Getrunken] Quellwasser aus der Mummelseequelle ♥ Auch ansonsten eine Menge Wasser. Mal wieder Tee. Und etwas Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Sachen vom Wochenplan: Brötchen mit Schwarzwälder Schinken. Zwetschgen. Nektarinen. Chips zum Film. Blaubeeren und Tomaten aus dem Garten. Wilde Brombeeren. Einen Burger.

[Gedacht] Wie bescheuert ich es finde, wenn Leute sich zum Grillen im Wald an einem tollen Ort mit Findlingen und einer Feuerstelle treffen und dabei laute Musik hören. Das sind vermutlich stramme Naturburschen…

[Gekauft] Nichts.

[Spirituelles] Es gab da diesen Moment mit Krähenfedern, zenartigem Foragen und einem Gespräch…

[Ausblick auf die nächste Woche] Diese Woche geht es meinem Körper in mannigfacher Weise an den Kragen: Podologen- und Friseurtermin. Muß außerdem zur Bibliothek und bin für Falafel verabredet.

Liam, 26.07.2015, 18:19 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Der Garten am 25.7.2015

Dieses Wochenende ist leider etwas passiert, vor dem ich große Angst hatte: eine meiner Pflanzen (der Broccoli) wurde von einem Sturm umgelegt und abgerissen. Merkwürdigerweise dauerte das emotionale Tief, nachdem ich den Broccoli gefunden hatte, nicht allzu lange an. Ich habe recht zügig damit begonnen, Pläne für den entstandenen freien Platz zu machen.

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Ich habe dann wenigstens noch die Blätter geerntet, die zusammen mit dem ersten Mangold ins Abendessen gewandert sind.  Zu Füßen von Wirsing und dem nun nicht mehr vorhandenen Broccoli hatte ich diese Woche Rucola gepflanzt, damit das Erdreich nicht bloß liegt. Mal gucken, ob der noch keimfähig war, denn das Saatgut war eigentlich bereits 2013 abgelaufen.

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Und was lerne ich daraus? Vielleicht kann ich meinen Garten doch mehr als organisches Ganzes begreifen, ohne die Angst davor, daß ihn mir jemand zerstören könnte. Ich kann hier Vertrauen lernen. Jedenfalls ein bißchen…

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Mangold und Blumenkohl sind wieder ein ganzes Stück gewachsen. Interessanterweise wird der Mangold so gut wie gar nicht angeknabbert, der Blumenkohl jedoch scheint eine besondere Delikatesse zu sein. Ich probiere, die Löcher in den Blättern als positives Zeichen zu sehen: es ist ein gesunder Blumenkohl. Alys Fowler schreibt in einem ihrer Bücher, daß sie es ok findet, wenn ihre Pflanzen angeknabbert werden, solange sie nicht vollständig abgeweidet sind. Vielleicht kann man diese Gelassenheit ja lernen, wenn man sieht, daß am Ende trotz der Fraßstellen noch genug für einen selbst übrig bleibt. Zu Füßen dieser beiden Pflanzen habe ich die Woche Feldsalatsamen ausgestreut, die auch schon abgelaufen waren. Vielleicht habe ich ja Glück und es kommt noch was.

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Die Mini-Auberginen haben in den letzten Tagen einen ganz schönen Schub gemacht. Noch Anfang der Woche war von Früchten nichts zu sehen, und jetzt sind sie schon gut erkennbar. Das Beste ist, daß die Pflanze noch voller Blüten ist.

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Der Grünkohl wächst und wächst. Habe ihn zusammen mit den anderen Bewohnern meiner Kübel diese Woche gedüngt.

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Die Habaneros werden immer größer. Wenn es alle Früchte an dieser Pflanze schaffen, wird sie mir rund 50 scharfe Schoten spendieren.

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Highlight dieser Woche war die erste Tomatenernte. Die Tomaten sind sehr lecker, schön aromatisch und nicht wässrig. Ich würde sagen, da habe ich alles richtig gemacht 🙂

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Das ist die Nana-Minze, die immer noch blüht. Zu den kleinen, schlanken Wildbienen haben sich nun vor allem schillernde Fliegen gesellt, die ganz scharf auf den Nektar sind. Bin gespannt, ob sich die Minze selbst aussät.

Liam, 25.07.2015, 18:15 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #31

In dieser Woche werde ich keine neuen Rezepte ausprobieren. Stattdessen habe ich mir jede Menge Lieblingsessen rausgesucht 🙂

  • Freitag: gefüllte Zucchini, dazu Couscous (vegetarisch)
  • Samstag: gegrilltes Fischfilet mit Speck und Mandeln, dazu Kartoffel-Romana-Gemüse (omnivor)
  • Sonntag: Zwiebelsuppe (vegan)
  • Montag: Gnocchi mit Broccoli und Chorizo in Tomatensauce (omnivor)
  • Dienstag: gebratener Reis mit Gemüse und Ei (vegetarisch)
  • Mittwoch: Tomatensuppe mit Einlage (vegan)
  • Donnerstag: Pasta mit Pesto und Bohnen (vegetarisch)

Außerdem haben wir einen Apfel-Gewürz-Kuchen gebacken, ein absoluter Dauerbrenner in unserer Familie.

Liam, 25.07.2015, 08:14 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Kräuter foragen

Am letzten Wochenende war ich Kräuter sammeln. In meiner sehr wärmeverwöhnten Region kann es im August dafür nämlich durchaus schon zu spät sein, weil die Erde und alles, was auf ihr wächst, nach mehreren Wochen gnadenloser Hitze einfach nur verbrannt ist. Weil es bei uns so warm ist, blühen viele Kräuter, die andernorts erst im Hochsommer herauskommen, bereits im Juni, und typische Herbstkräuter wie etwa die Goldrute machen sich schon im Juli bemerkbar. Den klassischen Kräuterbuschen, der ja traditionell Mitte August zusammengestellt wird, muß ich einen bis anderthalb Monate früher zusammensammeln.

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Am letzten Wochenende war ich also wieder einmal auf meinem Berg unterwegs. Ich nutze diese Ausflüge nicht nur zum Sammeln, sondern auch um zu schauen, welche Kräuter als nächstes soweit sein werden, so daß ich ein wenig besser planen kann.

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Jetzt gerade blüht der Feldthymian. So ein wunderbares Gewächs! Es ist herrlich aromatisch, z.B. unter Pellkartoffeln gemischt, und kann, wenn man es trocknet und für den Winter einlagert, als Tee gegen Husten und Heiserkeit getrunken werden.

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von links nach rechts: Rainfarn, Johanniskraut, Beifuß und Feldthymian

Den Beifuß habe ich nur zum Teil für den Kräuterbuschen gesammelt. Vor allem wollte ich mir wieder einmal eine Beifußzigarre drehen, die ich zum Ausräuchern des Hauses und im rituellen Kontext verwende. Sobald der Beifuß getrocknet ist, entferne ich das Paketband und wickle die Zweige mit einem dünnen Garn zusammen, das mitverbrannt werden kann.

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Den Rainfarn verwende ich nicht innerlich, sondern pflücke ihn aufgrund seines aromatischen Duftes und seiner Blütenform, die mich an kleine Sonnen erinnert – genau das richtige für die kalten, grauen Tage, die garantiert kommen werden. Aufgehängt an einem warmen, gut belüfteten und schattigen Ort trocknen die Kräuter sehr schnell und schonend.

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Für den kommenden Spätherbst habe ich mir schon notiert, wo ich wunderbare Schlehen finden werde. Sloe Gin, ich komme! ♥

Liam, 24.07.2015, 11:23 | Abgelegt unter: Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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