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Archiv: Dienstag, 14. Juli 2015

Den Aquarellkasten einrichten

Ich habe vor über 15 Jahren meinen ersten Aquarellkasten geschenkt bekommen – und den habe ich immer noch! 🙂 Es ist ein kleiner Kasten mit zwölf Farben, von denen ich die meisten gar nicht brauche. Dann habe ich mir vor vielleicht zehn oder zwölf Jahren einen Kasten mit 24 Farben gekauft, im Laufe der Zeit aber festgestellt, daß ich auch hier die meisten Farben nicht benutze. Nun war es also endlich an der Zeit, mir einen customized Kasten zusammenzustellen 🙂 Einen Leerkasten und die dazugehörigen Näpfchen habe ich im Kunstmarkt gekauft, außerdem ein paar neue Farben von Schmincke, die ich bisher nicht kannte, weil ich die letzten Jahre ausschließlich mit Van Gogh gemalt habe.

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Da ich meist Landschaften oder Pflanze male, brauche ich vor allem ein gutes Sortiment an Grün- und Brauntönen. Über die Jahre hinweg habe ich einige Farben dieser Abstufungen angesammelt. Mit manchen bin ich mehr, mit anderen weniger zufrieden, und so nutzte ich die Gelegenheit, gleich mal diejenigen auszusortieren, die nicht länger meinen Anforderungen entsprechen. Mein Sohn aquarelliert auch und bei ihm haben die Tuben und Näpfchen ein gutes neues Zuhause gefunden. Im zweiten Arbeitsschritt habe ich mir Farbmuster der übrigen Grün- und Brauntöne erstellt. Das war mir deswegen wichtig, weil die Einschätzung einer Farbe doch ziemlich von ihrer tatsächlichen Farbqualität abweichen kann.

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Nachdem ich eine Auswahl getroffen hatte, bei der natürlich auch die grundlegenden Farben wie Gelb, Ultramarin etc. nicht fehlen durften, habe ich noch einmal eine Farbmusterkarte erstellt, um die Farben entsprechend ihrer Wertigkeit in den Kasten zu räumen.

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Zuletzt habe ich die Näpfe einsortiert und mir eine Farbmusterkarte von den Näpfen erstellt, die zeigt, an welcher Position sie sich im Kasten befinden. Das ist deswegen hilfreich, weil ich mir den Kasten komplett neu aufgebaut habe und noch keine Beziehung zu ihm aufgebaut habe: ich weiß kurz gesagt noch nicht 100% genau und intuitiv, wo die Farbe liegt, die ich suche. Beim Aquarellieren muß es manchmal sehr schnell gehen, und auf diese Weise ist sichergestellt, daß ich mich nicht verhaue und das Bild ruiniere. Außerdem sehen getrocknete Farben, die obendrein so kompakt in einem Näpfchen aufbewahrt werden, gern einfach mal „dunkel“ und undefiniert aus, wie man auf dem Bild gut erkennen kann. Außerdem habe ich mir den Farbnamen und den Hersteller vermerkt, denn im Laufe der Zeit vergißt man sowas gern mal.

Das Einzige, mit dem ich gerade noch nicht zufrieden bin, ist das Rot. Es ist ein Permanent Rot Dunkel, das mir jedoch zu „tomatig“ ist. Ich denke, ich werde wenigstens noch ein Rot hinzunehmen, das mehr ins Purpurne geht.

Tja, und so sauber wird der Kasten nie wieder aussehen 🙂

Liam, 14.07.2015, 13:16 | Abgelegt unter: Craft & Creation | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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