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Archiv: Donnerstag, 1. Oktober 2015

Speiseplan #41

In dieser Woche probiere ich ein paar neue Rezepte aus, denn ich habe mir ein neues Kochbuch von Jamie Oliver gekauft („Superfoods“).

  • Freitag: Tomatensuppe mit Zuckermais und Süßkartoffel (vegan)
  • Samstag: Pizza mit Chorizo und Pilzen (omnivor)
  • Sonntag: süß-scharfes Grillhähnchenfilet mit Ratatoille und Salzkartoffeln (omnivor)
  • Montag: Chinasuppe mit Butternutkürbis, Chinakohl und Zucchini (vegan)
  • Dienstag: Pasta mit Birnen und Walnüssen, dazu Salat (vegan)
  • Mittwoch: Kürbisrisotto (vegan)
  • Donnerstag: Fish’n’Chips, dazu Mushy Peas (omnivor)

Am Wochenende backe ich außerdem einen Quitten-Walnuß-Kuchen, auf den ich mir eine Kerze stecken werde 🙂

Liam, 01.10.2015, 21:11 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

31 Days LWSZ, Tag 1

Ruth Soukup bietet für den Oktober kostenlos die Live Well Spend Zero Challenge an, nachzulesen hier. Es geht darum, im Oktober kein Geld auszugeben bzw. kein Geld auszugeben, das auch gespart werden könnte (will sagen: laufende Kosten wie Miete, Versicherungen und Co. sollen natürlich beglichen werden und Ruth hat auch direkt geschrieben, daß man weiterhin Klopapier kaufen darf^^). Da ich mich allgemein sehr für Haushalten, Budgetierung, Foraging/kostenlose Mahlzeiten und dergleichen interessiere, habe ich mich dafür angemeldet und möchte mal schauen, wie sich das für mich anfühlt bzw. was das mit mir (und meiner Familie) macht.

Grundsätzlich ist es so, daß wir allgemein auf viele Geldausgaben verzichten, die offenbar für die meisten Menschen ganz normal sind. Damit meine ich z.B. Geld für Zigaretten/Kaffee (to go)/Alkohol, für’s Kino und andere Veranstaltungen, für Mitgliedschaften in Clubs, für Kirche oder andere Glaubensgemeinschaften, für Restaurantbesuche und regelmäßige aushäusige Mahlzeiten etc. Ich nehme an, der Luxus, den wir uns leisten, ist gutes Essen und gelegentliches Fast Food, wobei das im Vergleich zu früheren Zeiten auch deutlich weniger geworden ist. Insofern bin ich mal gespannt, wo wir tatsächlich noch effektiv einsparen können.

Für die Challenge sollten die Vorräte nicht noch extra aufgestockt werden, aber als ich zur Vorbereitung des LWSZ-Monats meinen Vorratsschrank aufgeräumt habe, mußte ich feststellen, daß ich eigentlich eh eine Menge im Haus habe. Ich nehme jetzt mal Abstand davon, ein Bild meines Vorratsschranks zu zeigen, aber ich habe u.a. Getreide (vor allem Dinkel, aber auch Weizen und Roggen sowie Haferflocken), rote Linsen, Pasta und Reis da, und zwar jeweils mehrere Kilo. Dazu kommen Konserven mit Hülsenfrüchten, Öle, Essige, Zwiebeln und Knoblauch, Cashews, Tomatenpüree, Margarine, Hefe, tiefgekühltes Gemüse und sogar etwas Obst, ein paar Süßigkeiten, Zucker, Salz, Gewürze überhaupt, eingelegtes Gemüse wie Oliven und Peperoni, Kartoffelpüreeflocken, unterschiedliche Mehlarten (z.B. Pizzamehl), vegane Aufstriche, Käse, Wurstwaren, diverse Saucen und Marinaden, Tee, Pflanzenmilch und -sahne sowie die im Laufe des letzten Jahres konservierten Foraging-Sachen. Ganz schön viel. Im Grunde. Denn es ist Teil meiner PTBS, daß ich immer einen gut gefüllten Vorratsschrank brauche, um mich sicher zu fühlen. In den letzten Jahren konnte ich immerhin schon insofern an mir arbeiten, als daß ich den Vorrat reduzieren konnte und nun nicht mehr einmal im Jahr einen großen Müllsack voll entsorgen muß. Wirft allerdings die Frage auf, wofür ich die Vorräte brauch(t)e, denn offenbar geht es weniger darum, etwas mit ihnen zu machen, als vielmehr darum, sie einfach zu haben. Für die Notzeiten, die kommen könnten, aber offenbar nie kommen. Hüstel. Ich könnte also vermutlich eine ganze Zeitlang aus meinem Vorratsschrank leben, aber das würde das Problem aufwerfen, daß meine Vorräte schrumpfen würden, was mich destabilisieren würde. Und das ist definitiv etwas, was ich während dieser Challenge nicht erleben möchte. [Wow, ich habe gerade geschafft, mich um mich selbst zu kümmern. Selfcare, yay!]

Ruth schlägt vor, den ganzen Monat über nur das einzukaufen, was zum Überleben notwendig sei. Ich nehme mal an, ich bewerte das in Folge der PTBS anders als Nichttraumatisierte, jedenfalls betrachte ich es als überlebensnotwendig, jeden Tag frisches Obst und Gemüse zu mir nehmen zu können. Mein kleiner Garten kann mich aber nicht mit dem versorgen, was ich täglich brauche bzw. für die ganze Familie brauchen würde. Demnach werde ich weiterhin täglich Frischzeug kaufen. Als überlebenswichtig betrachte ich außerdem Medikamente, Klopapier und Taschentücher sowie Benzin für mein Auto. Sollte in diesem Monat eine Reparatur an ebendiesem anfallen oder sollte ein Haushaltsgerät kaputt gehen, das ich wirklich brauche (Kühlschrank, Herd, Getreidemühle), dann würde ich das ebenfalls reparieren (lassen) oder ersetzen. Desweiteren ist der Oktober ja nochmal ein guter Monat zum Foragen und dafür werden wohl gewisse Anschaffungen wie Zucker, Schnaps etc. notwendig werden, die ich auch tätigen möchte, um die gesammelten Schätze verarbeiten zu können.

Heute war Tag 1 der Challenge und der wöchentliche Einkauf stand an. Ich mache dazu immer eine Liste, so daß ich allgemein schon ganz gut vor Spontankäufen gefeit bin. Auch wichtig: nie hungrig einkaufen gehen, sonst kaufe ich mehr als nötig. Beim Einkaufen heute haben wir uns dennoch nicht nur an die Liste gehalten. Es gab bisher noch nie dagewesene vegane Doppelkekse, außerdem Butternutkürbis und Berliner Ballen (die Ersten nach der Sommerpause). Für meinen Sohn habe ich Aufschnitt und als Mitbringsel Milchreis gekauft. Kopierpapier war im Angebot, also kam das auch noch mit. Unterm Stich betrachtet habe ich vorrangig das gekauft, was auf der Liste stand (80-85%), und das rekrutiert sich aus Frischzeug und Trockenwaren wie Nüssen, Mehl etc., die ich nicht während einer einzigen Mahlzeit verwende. Ich würde sagen, ich hätte die oben genannten Sachen weglassen können, hätte das aber bedauert. Insofern war der Einkauf für mich heute echt ok. Unser Supermarkt liegt in der Nähe eines Fast Food Restaurants, aber dem habe ich widerstanden und stattdessen etwas daheim gegessen. Später stand noch der Kauf eines Arzneimittels an, über das sich nicht diskutieren läßt. Alles in allem ein Tag im Sinne von LWSZ, jedenfalls so, wie ich das für mich sehe.

Liam, 01.10.2015, 18:57 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare
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