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Archiv: Samstag, 3. Oktober 2015

31 Days LWSZ, Tag 3

Den heutigen Tag hat Ruth der Planung unserer Mahlzeiten gewidmet. Ich plane diese immer wöchentlich und nachdem ich weiterhin Frischzeug kaufen werde, habe ich nicht das Gefühl, daß ich meine bisherige Planungsweise ändern müßte. Mir ist allerdings wieder einmal deutlich geworden, wie wichtig ich das Planen der Hauptmahlzeiten finde. In meiner Herkunftsfamlie gab es das, soweit ich mich erinnere, nicht bzw. nicht in dem Umfang, wie ich es für mich und meine Familie mache. Es wurde meist für ein oder zwei Tage eingekauft, dann wurde erneut eingekauft, ohne vorher geplant zu haben. Es wurde spontan gekauft, was vorhanden war bzw. worauf man Lust hatte. Anders war es bei den Mahlzeiten am Wochenende, weil diese meist aus einem klassischen Braten oder einem anderen, aufwendigeren Gericht bestanden, für das oft etwas Vorlauf (z.B. eine Bestellung beim Metzger) vonnöten war.

Mein Wochenplan ist nicht starr. Wenn ich merke, daß ich von einem Essen noch genug für den Folgetag habe, wenn bestimmte Zutaten zu teuer oder nicht vorhanden sind oder wir etwas aus dem Garten verarbeiten müssen, werfe ich um. Soviel Flexibilität ist für mich völlig ok, solange es nicht auf alle Tage einer Woche zutrifft. Dennoch mag ich es, einen Wochenplan zu haben. Er erleichtert den großen Einkauf am Ende der Woche und ermöglicht es mir trotzdem, auf spezielle Wünsche und Gelüste einzugehen. Außerdem kann ich beim Großeinkauf nochmal checken, welche Gemüse und Salate gerade Saison haben (bzw. im Supermarkt zu einem vernünftigen Preis verfügbar sind….das ist nicht immer dasselbe). Wenn ich mich (meist donnerstags) hinsetze und den Einkaufszettel schreibe, werfe ich auch nochmal einen Blick in den Vorratsschrank und plane das Essen so, daß diese regelmäßig verbraucht und wieder aufgefüllt werden. Außerdem hält mich eine gute Planung von Spontankäufen ab. Diese passieren natürlich trotzdem (wie jüngst das Kopierpapier), aber bei weitem nicht so ausufernd wie es sonst der Fall sein könnte.

Zurecht weist Ruth darauf hin, daß Angebautes aus dem eigenen Garten eine fabelhafte Ergänzung für den Speiseplan ist. Was mir fehlt, ist die Erwähnung wilder Nahrung, die man umsonst bekommt (sofern man bereit ist, etwas Zeit und körperliche Arbeit zu investieren).

Liam, 03.10.2015, 18:24 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Weihnachtspost und Geburtstage

Habe gerade meinen Schreibtisch aufgeräumt und dabei jede Menge Weihnachtskarten gefunden. Mir ging auf, daß ich dieses Jahr niemandem eine Karte schreiben werde. Ich habe keine Familie (abgesehen von der Familie, mit der ich zusammenlebe) und keine Freunde mehr, mit denen ich mir regelmäßig Post schicke. Irgendwie ein trauriger, merkwürdiger Gedanke.

Ich habe mich für unsentimental gehalten, aber es war auch traurig und merkwürdig, daß mir dieses Jahr abgesehen von meiner Familie nur die Sparkasse zum Geburtstag gratuliert hat. Ich habe noch ein paar automatisch verschickte Glückwunsch-Mails von Foren bekommen, in denen ich mal war, aber mehr nicht.

Ich bin gern allein, aber diese Bilanz ist irgendwie gerade schmerzhaft.

Liam, 03.10.2015, 16:58 | Abgelegt unter: PTBS | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im September

Anfang September war ich das erste Mal in der Landesbibliothek und bin angesichts der ganzen Bücher dort in so eine Art Bücher-Delirium verfallen *lol* Leider ist die gesamte Bibliothek nach Jahrgängen sortiert, was es sehr schwer macht, einfach mal zu stöbern, was ich im Grunde noch lieber mag als die Katalogrecherche. Dennoch habe ich mir einen riesigen Stapel ausgeliehen. Ich bin jedoch realistisch: ich werde wohl nicht alles komplett lesen, sondern in viele Bücher nur mal reinschauen und sie wieder weglegen, falls sie mich nicht ansprechen. Im September habe ich jedenfalls folgendes gelesen:

  • Terry Harrison: Erste Landschaften (Aquarellmalerei). Aus der Bibliothek. Dank Terry Harrison habe ich vor einer Weile angefangen, Landschaften zu malen, und bis heute verwende ich viele seiner Techniken (und übrigens auch seine Pinsel^^). Das Buch war ein guter Reminder für bestimmte Techniken und hatte auch noch viele neue Tips parat.
  • Sabine Morgan: Wenn das Unfaßbare geschieht – vom Umgang mit seelischen Traumatisierungen. Aus der Bibliothek. Das kleine Buch faßt die wichtigsten Fakten kompakt zusammen und bietet überdies eine große Auswahl an stabilisierenden Übungen sowie Vorschläge für die Gestaltung zweier Wochen nach einem traumatischen Erlebnis. Letzteres hat mich eher befremdet, aber ok.
  • Heinz Schweizer: Stadt und Land – moderne Aquarellmalerei. Aus der Bibliothek. Schweizer gibt hier einen Einblick in seine Arbeit, wobei ich persönlich die knapp gefaßten und wenig bebilderten „Tutorials“ nicht so hilfreich fand wie die großformatigen Abbildungen seiner Werke.
  • Martin Sack u.a.: Komplexe Traumafolgestörungen. Aus der Bibliothek. Ich habe das Buch in Auszügen gelesen, weil ich nicht alle Inhalte hilfreich fand, aber das, was ich gelesen habe, hat mir sehr weitergeholfen.
  • Magdalena Beljan: Rosa Zeiten? Eine Geschichte der Subjektivierung männlicher Homosexualität in den 1970er und 1980er Jahren in der BRD. Aus der Bibliothek. Das Buch ist eine Dissertation und entsprechend sperrig liest es sich. Lange Präambel, viele Wiederholungen, um Thesen zu untermauern. Alles in allem ganz nett, aber ich habe das Buch nicht beendet, weil es mich irgendwann gelangweilt hat.
Liam, 03.10.2015, 10:07 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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