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Archiv: Sonntag, 4. Oktober 2015

WochenendRückblick

[Wetter] Samstag war es sehr sonnig und freundlich, aber weil ich den ganzen Tag drinnen war, habe ich davon nicht besonders viel mitbekommen. Der Sonntag begann regnerisch und trüb, zum Nachmittag hin klarte es aber auf und wurde richtig schön.

[Gemacht] Samstag habe ich nach dem gemeinsamen Frühstück mein Zimmer augeräumt und geputzt, danach Sport gemacht, geduscht und mich ausgeruht. Am Spätnachmittag habe ich aquarelliert und nach dem Abendessen habe ich begonnen, mich um gesammelte Schätze zu kümmern. Später habe ich bei einer Tasse Tee gelesen. Sonntag bin ich superfrüh aufgestanden, habe am Rechner getüdelt, gemeinsam mit der Familie gefrühstückt und habe dann den Rest von meinem Zimmer geputzt und aufgeräumt. Nachmittags habe ich ein Quittenbrot gebacken und gemalt, abends gekocht samt Nachtisch. Später waren mein Mann und ich ein wenig raus und haben anschließend Tee getrunken und dabei einen Film geguckt.

[Crafts’n’Arts] Ganz viel gemalt. Das macht mir gerade unheimlich viel Spaß.

[Gesportelt] Geradelt und zwei Stunden Krafttraining. Ich muß derzeit auf explizite Biceps- und Triceps-Übungen verzichten und das fällt mir echt schwer, zumal ich merke, daß bereits Erreichtes sich wieder verflüchtigt. Menno 🙁

[Gehört] Ganz viel T-Bone Burnett. Ich hab‘ den Blues…

[Gelesen] Babette Rothschild: Der Körper erinnert sich. Die Psychophysiologie des Traumas und der Traumabehandlung. Das Buch ist großartig, kann ich sehr empfehlen. Kann allerdings auch triggern.

[Gesehen] The Grey mit Liam Neeson. Ein Flugzeug mit Ölarbeitern stürzt in der Wildnis ab. Nur sieben von ihnen überleben und müssen sich neben Wind und Wetter auch mit einem Rudel von Wölfen auseinandersetzen. Ich nehme mal an, den Wölfen hat der Film keinen Gefallen getan, aber insgesamt war er dennoch toll – sehr intensiv und hat zum Nachdenken angereg.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee, Gewürztee und Cola, aber alles in Maßen. Durch die Antibiose darf ich gerade nicht normal viel trinken (über 3l), sondern soll bei 2l am Tag bleiben. Ich bin total dehydriert…

[Gegessen] Abgesehen von den Sachen vom Wochenplan: gebackene Quitten. Dinkelflocken-Chia-Trauben-Müsli (ich finde, Chia wird überbewertet…ist auch nur so ne Art Leinsamen^^).

[Gedacht] Habe ganz viel über das nachdenken müssen, was ich gelesen habe.

[Gekauft] Nichts.

[Spirituelles] Ich bin gerade dabei, meinen Altar neu einzurichten. Braucht diesmal ein bißchen Zeit.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe nur einen Termin, aber auf den freue ich mich wirklich.

Liam, 04.10.2015, 22:06 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

31 Days LWSZ, Tag 4

Ruths heutige Idee, um Geld beim Essen zu sparen und gleichzeitig eine größere Auswahl zu haben, lautet: Meal Swap! Es geht darum, Mahlzeiten (z.B. tiefgefroren oder auch warm) mit Freunden und Verwandten zu tauschen.

Glänzende Idee. Ich habe keine Freunde und keine Verwandten.

Tag 4 der Challenge ist für mich also nicht umsetzbar.

Allerdings habe ich eben beschlossen, das Essen für Montag (geplant war ein Blumenkohl-Ananas-Curry) zu verschieben und stattdessen eine Chinasuppe mit Chinakohl, Zucchini und Karotten zu machen, für die ich noch alles vorrätig habe. Den Blumenkohl hätte ich erst noch kaufen müssen.

Liam, 04.10.2015, 16:06 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Foraging…am Meer

In meiner internetfreien Woche war ich in England, genauer gesagt in Kent. Auch dort habe ich einiges zum Foragen gefunden, konnte es allerdings leider nicht verarbeiten, so daß ich mich darauf beschränkt habe, es roh zu essen.

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Das ist Sea Kale, also Meerkohl. Er wächst in England an den meisten Stränden und ist ziemlich genügsam: sogar Kies als Untergrund reicht ihm aus. Er ist leicht daran zu erkennen, daß seine Blätter denen von Kohlrabi ähneln und auch den für Kohl typischen matten Glanz haben. Er schmeckt deutlich bitterer und salziger als Zuchtkohl, kann aber ähnlich wie dieser zubereitet werden. Bei Ray Mears habe ich gesehen, daß man auch seine Wurzel ausbuddeln und über offenem Feuer rösten kann. Da sie sehr stärkehaltig ist, soll sie süßlich schmecken.

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Ich hätte ihn gern in etwas Margarine und zusammen mit Knoblauch und Pinienkernen angebraten und zu Pasta gegessen oder eine Füllung für eine Quiche aus ihm gemacht 🙂

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Brombeeren gibt es auch in England, natürlich, allerdings sind ihre Früchte etwas größer als bei den Hecken, die in meiner Region wachsen. Auch sind sie etwas weniger sauer, wirklich lecker.

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Sanddorn…daß ich ihn nicht mitnehmen und verarbeiten konnte, hat mich echt traurig gemacht, denn er war gerade vollreif, supersaftig und sehr lecker.

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Das ist Samphire, also Meerfenchel. Tatsächlich schmeckt er nach einer Art sehr salzigem und durchaus bitterem Fenchel. In England wird er gekocht oder dampfgegart und als Beilage serviert, aber man kann ihn auch roh knabbern. Von der Textur her erinnert er an Staudensellerie.

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In der Woche hatten wir recht wechselhaftes Wetter mit Regen und Sonne, also ideales Pilzwetter. An einem Tag sind wir „in the woods“ gegangen und habe eine Pilz-Photosafari gemacht. Ich muß gestehen, daß ich Pilze zwar faszinierend finde, es aber trotz so mancher Lektüre und vielen Tutorial-Videos noch nicht geschafft habe, mir soviel Wissen über sie anzueignen, daß ich mich trauen würde, sie zu sammeln, also mache ich das immer nur mit der Kamera. Diese hübschen Fliegenpilze waren lediglich eine von wirklich unzähligen Sorten, die wir zu sehen bekamen. Mein subjektiver Eindruck war, daß in England, da die Wälder dort nicht dermaßen bewirschaftet und „aufgeräumt“ werden wie in Deutschland, sehr viel mehr Pilzarten wachsen.

Neben den hier gezeigten wilden Leckereien haben wir noch viele andere entdeckt, wie etwa Äpfel, Nüsse, Kräuter und Wildgemüse, Seetang etc. Und obwohl es gerade diese wilde Fülle hat, wird leider kaum gesammelt. Gerade mal eine sammelnde Frau haben wir in der ganzen Zeit getroffen.

Liam, 04.10.2015, 11:14 | Abgelegt unter: Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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