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Archiv: November 2015

LWSZ, die letzten Tage

Die letzten Tage der Challenge habe ich hier bisher nicht betrachtet, weil mich gegen Ende des Monats ein bißchen die Motivation verlassen hat – weil ich gemerkt habe, daß ich offenbar schon eine ganze Menge „richtig“ (=funktionierend) mache. Ich möchte aber dennoch auch die letzten Tage kurz betrachten und ein Fazit abgeben.

Tag 23 – es ging darum, im Haus verlorenes Geld zu finden (z.B. in Jackentaschen oder in Form von vergessenen Gutscheinen). Ich habe solches Geld nicht. Geld ist nichts, mit dem ich nachlässig umgehe und es dadurch vergesse oder verlege oder sonstwas.

Tag 24 – die Herausforderung bestand darin, kostenlose Dinge zu bekommen. Ich denke, auch darin bin ich schon ziemlich gut: ich forage viel, nutze meine lokalen Bibliotheken und freie Bildungsangebote im Internet, besuche Bücherschränke. Diesmal habe ich außerdem noch einen Gutschein genutzt, den ich von Amazon für Apps bekommen hatte. Ich habe mir ein Handyspiel der drei Fragezeichen ausgesucht, mit dem ich seither schon eine Menge Spaß hatte 🙂

Tag 25 – an diesem Tag hatte Ruth die Idee für uns, daß wir Sachen, die wir selbst nicht haben, gegen Sachen, die wir haben, eintauschen können. Tauschen ist toll ♥ Ich habe schon oft getauscht, vor allem Selbstgemachtes gegen Selbstgemachtes. Im Oktober hat sich das allerdings nicht angeboten.

Tag 26 – einen kostenlosen Abend mit dem Partner zu verbringen, war Ruths Vorschlag, um kein Geld auszugeben. Ihre Ideen dazu haben mir wirklich gut gefallen und vieles davon machen mein Mann und ich regelmäßig (Heimkino, spazieren/Phototour, gemeinsam kochen, kostenlose Konzerte besuchen). Da wir beide total vergrippt waren und sind, haben wir auf die einfachste Variante zurückgegriffen, den Kinoabend daheim mit Popcorn aus dem Vorrat.

Tag 27 – einen kostenlosen Tag mit der Familie verbringen. Ich glaube, auch das machen wir regelmäßig. Daß wir Geld dafür ausgeben, miteinander Zeit zu verbringen, ist eher die Ausnahme. Unsere Highlights sind dabei Spaziergänge in der Natur mit Photoapparat und/oder Skizzenbuch und/oder Foraging, Gartenarbeit/Hüttenbauen, Bibliotheksbesuche, an den Fluß fahren/Schiffe gucken, Naturbasteleien und gemeinsam backen.

Tag 28 – Reflexion. Wie ich oben schon andeutete, ist mir im Rahmen der Challenge vor allem aufgefallen, zu wie vielen Gelegenheiten wir bereits kein (oder wenig) Geld ausgeben. Ich glaube, der größte Faktor, für den ich Geld auszugeben bereit bin, ist wohl Nahrung.

Tag 29 – ein Budget aufstellen. Was soll ich sagen? Auch das praktizieren wir seit Jahren für so ziemlich alle regelmäßig anfallenden Sachen. Manche Sachen werden bei uns jedoch nicht budgetiert wie z.B. Nahrungsmittel, weil wir – Haushaltsbuch sei Dank – über Jahre festgestellt haben, daß sich unsere Ausgaben in dem Bereich eigentlich immer im selben Rahmen bewegen und wir glücklich damit sind, wie unsere Ernährung ausschaut.

Tag 30 – einen Finanzplan für die Zukunft machen. Ohne ins Detail zu gehen: auch den haben wir schon.

Tag 31 – am letzten Tag der Challenge hatte Ruth eine Liste für uns, was wir nun tun und was wir lieber lassen sollten. Im Grunde geht es darum, das, was wir während des LWSZ-Monats gelernt haben, umzusetzen. Wie ich schon schrieb, hatte ich das Gefühl, daß wir viele Ideen bereits umsetzen, und ich denke, das werden wir auch so beibehalten.

Mein Fazit: der LWSZ-Monat hat mir durchaus Spaß gemacht, hatte aber für mich nicht so wirklich neue Ideen in petto. Mir ist bewußt geworden, daß wir an vielen Stellen bereits sparsamer sind als das offenbar viele andere sind, und das macht mir ein gutes Gefühl. Ich habe allerdings auch gemerkt, daß ich vor allem mit mir persönlich manchmal unnötig knauserig und hart bin – ich nehme an, das hängt auch mit der kPTBS zusammen. Da möchte ich in Zukunft öfter mal ein wenig großzügiger sein.

Liam, 08.11.2015, 12:52 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #46

Ich bin immer noch erkältet und fühle mich ziemlich kraftlos, also habe ich für diese Woche nach einfachen, schnellen Rezepten gesucht. Außer für den Sonntag.

  • Freitag: Pasta mit Blumenkohl und Mandeln (vegetarisch)
  • Samstag: Brennesselsuppe (vegan)
  • Sonntag: Tagine mit Kartoffeln, Bohnen und Oliven, dazu Grillhähnchen (omnivor)
  • Montag: Zwiebelkuchen, dazu Salat (omnivor)
  • Dienstag: Pasta mit Mango, Tomaten und Oliven (vegan)
  • Mittwoch: Ofenrataouille mit Röstkartoffeln (vegan)
  • Donnerstag: Linsencremesuppe mit Apfel (vegan)
Liam, 07.11.2015, 11:37 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Herbstlich mit Hochnebel, Nebel und recht kühlen Nächten. Ich mag das 😀

[Gemacht] Samstag waren meine Familie und ich ein bißchen raus, zum Bücherschrank. Wir haben anschließend lange gelesen und den Tag vorm Kamin verschlumpert. Meine Grippe hat mich total müde gemacht und darum habe ich mich dann auch zu nix mehr aufraffen können. Sonntag haben wir ähnlich verbracht,  zusätzlich aber noch mit Matheüben.

[Crafts’n’Arts] Ich habe nur ganz wenig gemalt. Müde Augen und Dauerhusten hielten mich davon ab 🙁

[Gesportelt] Nope. Ich werde jetzt wohl eh erstmal 10-14 Tage pausieren müssen. You know you’re hooked if resting day takes more discipline than working out.

[Gehört] Ich habe dieses Wochenende zwei tolle Bands entdeckt, die ich bisher nicht kannte, nämlich War Is The Answer und Breaking Benjamin. Von denen habe ich mir je ein Album gekauft und die höre ich gerade. Außerdem habe ich S.J. Watson mit „Ich.Darf.Nicht.Schlafen.“ gehört.

[Gelesen] Wolf Dieter Storl: Ur-Medizin. Liest sich etwas zäh, weil sich vieles aus seinen anderen Büchern wiederholt.

[Gesehen] River Cottage: Three Good Things.

[Getrunken] Wasser. Ingwertee mit Honig. Schwarzen Tee. Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Sachen vom Wochenplan nicht allzu viel.

[Gedacht] Ich habe darüber nachgedacht, was ich nächstes Jahr anbauen möchte und was nicht. Aber ich glaube, dazu mache ich mal einen eigenen Thread auf.

[Gekauft] Zwei Alben. Eine große Schachtel Kopfschmerztabletten.

[Spirituelles] Schnaps für die Geister rausgestellt. Eine Karte gezogen.

[Ausblick auf die nächste Woche] Mich weiter auskurieren.

Liam, 01.11.2015, 18:43 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Oktober

Der Oktober war für mich extrem fordernd und anstrengend. Ich hatte einen Termin, der mich stark hat dekompensieren lassen und die Folgen sind auch nicht ohne. Da war einfach kein Raum für Bücher. Gelesen habe ich eigentlich nur Folgendes:

  • Ekkehardt Hofmann: Landhäuser malen. Aus der Bibliothek. Ein kleines, feines Buch samt DVD. Fand beides sehr gut und hilfreich.
  • Babette Rothschild: Der Körper erinnert sich. Aus der Bibliothek. In dem Buch geht es um körperbasierte Traumatherapie. Gefallen hat mir daran, daß die Autorin nicht für an PTBS Erkrankte völlig unmögliche Übungen denkt (sich berühren lassen oder so), sondern das Augenmerk auf feinste körperliche Vorgänge und Empfindungen legt. Sehr hilfreich! Ich fand das Buch so gut, daß ich überlege, es mir zu kaufen.

Reingelesen habe ich noch in andere Bücher, aber die werde ich wohl frühestens im November beenden und sie dann entsprechend dort listen.

Liam, 01.11.2015, 14:06 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Ahnenfest/Samhain

Über Samhain, das Ahnenfest, zu schreiben, fällt mir nicht unbedingt leicht. Ich glaube, ich habe hier noch nie Persönliches über meine Familie geschrieben und das möchte ich auch weiterhin nicht tun, aber ich verrate wohl nicht zuviel, wenn ich sage, daß meine Beziehung zu meiner Herkunftsfamilie schwierig ist. Insofern kann ich meine Ahnen im Sinne meiner Blutsverwandtschaft nur sehr begrenzt ehren. Für mich macht es mehr Sinn, den Begriff der Ahnen auf all diejenigen Menschen auszuweiten, die mein Leben positiv berührt haben. Dazu zählen Menschen, die längst tot sind. Menschen, denen ich nie begegnet bin und deren Namen ich nicht einmal kenne. Menschen, deren Erfindungen, Ideen, Geistesleistungen, deren Mut, Courage, Aufrichtigkeit und Hinwendung zum Leben mich beeinflussen und beeindrucken.

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Für sie und für die Geister stelle ich zu Samhain ein Glas Hochprozentiges heraus, weil ich denke, daß Geister mit dem „Sprit“/Spirit etwas anfangen können. Der Alkohol verdampft und wird daher für sie verfügbar. Es ist ein Gruß aus dieser Welt in die andere, an den nichts geknüpft ist: keine Bedingung, keine Bitte, kein Deal.

Früher habe ich in dieser Nacht ein Ritual gefeiert oder eine schamanische Reise gemacht, aber seit einer Weile, seit die kPTBS sich so stark in den Vordergrund schob, fühle ich mich dazu nicht fähig. Sie hat die Inhalte auch aus meiner Spiritualität herausgesaugt und mich mit vielen Zweifeln und Fragen zurückgelassen. Ich kann nichts mehr für selbstverständlich nehmen. Ich kann die andere Seite oft nur ahnen, aber nicht richtig fühlen, wie ich mich selbst oft nur ahne und nicht richtig wahrnehme.

Ich versuche, die Verbindung nicht ganz abreißen zu lassen. Ich hoffe, es funktioniert.

Liam, 01.11.2015, 14:00 | Abgelegt unter: PTBS,Spirit & Verse | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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