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Archiv: Januar 2016

WochenendRückblick

[Wetter] Grau und regnerisch. Ich mag das.

[Gemacht] Samstag war ein ziemlich zersplitterter Tag. Ich bin erst spät aus dem Bett gekommen, hatte mit hexenschußartigen Rückenschmerzen zu tun, die mich vom Sport abhielten. Ich habe gelesen, mich wieder hingelegt, wollte dann kochen und habe dabei Migräne bekommen. Also wieder ins Bett. Abends war ich total matschig und habe nur noch DVD geguckt und am Rechner gesessen. Sonntag sind mein Mann und ich nach dem späten Frühstück unterwegs gewesen, u.a. am Bücherschrank. Abends haben wir zusammen gekocht, Aufstiche gemacht und Brot gebacken. Und gleich schauen wir noch Dexter.

[Crafts’n’Arts] Nichts.

[Gesportelt] Wegen Rückenschmerzen pausiere ich gerade.

[Gehört] Jesper Munk. Falloch. Insomnium. Shape Of Despair. Drei Fragezeichen.

[Gelesen] Ogden u.a.: Trauma und Körper. Habe es endlich beendet, yeah! 🙂

[Gesehen] Dexter.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee, Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Plansachen: einen ganz tollen asiatisch inspirierten Salat mit Babyspinat, Radieschen, Mango, Erdnüssen und Tofu. Ein Fertiggericht (mein erstes seit…Jahren?), bestehend aus Jasminreis und einem veganen Curry, war ganz nett. Einen Burger samt Pommes.

[Gedacht] Daß ich gern hier weg möchte, zurück nach England. Heimweh.

[Gekauft] Ich habe mir endlich das Wildwood Tarot gekauft. Es ist sooo toll <3

[Spirituelles] Ich habe gebetet und mir Karten für den Februar gezogen.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe zwei wichtige Termine. Der eine könnte mein Leben ziemlich durcheinanderbringen und ich hoffe, daß er das tut 🙂

Liam, 31.01.2016, 19:24 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #56

Auch diese Woche habe ich versucht, möglichst viele Cupboard Goodies zu verbrauchen.

  • Freitag: Chorizo-Eintopf mit Bohnen, dazu Brötchen (omnivor)
  • Samstag: Spätzle mit Kohlgemüse und Speck, dazu Veggieschnitzel (omnivor)
  • Sonntag: Knödel mit Pilzrahm bzw. Sauerkraut (vegan)
  • Montag: Chorizo Carbonara, dazu Salat (omnivor)
  • Dienstag: Eiercurry, dazu Reis (vegetarisch)
  • Mittwoch: Blumenkohlsuppe (vegetarisch)
  • Donnerstag: Rahmkohlrabi mit Salzkartoffeln und Eiern (vegetarisch)

Vielleicht werde ich am Wochenende nochmal einen Schoko-Apfel-Kuchen backen, denn so allmählich werden die Äpfel schrumpelig.

Liam, 29.01.2016, 11:36 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Am Samstag war es vormittags sonnig, gegen Nachmittag bezog es sich, blieb aber trocken. Falls es Sonntag Wetter gab (ich nehme an, draußen), habe ich davon nichts mitbekommen.

[Gemacht] Samstag waren wir nach dem Frühstück einkaufen, diesmal um ein paar Sachen zu besorgen, die wir bei uns nicht bekommen. Anschließend waren wir eine Kleinigkeit essen. Bevor es ans Kochen ging, habe ich mich noch einmal hingelegt. Nach dem Essen haben wir einen Film geschaut und ich habe gelesen. Den Sonntag haben wir gemütlich daheim verbracht: wir haben ein fabelhaftes Vollwertbrot gebacken, ein bißchen gehaushaltet, ich habe Sport gemacht, Musik gehört und gekocht. Und nachher gibt’s wieder einen Film.

[Crafts’n’Arts] Derzeit schone ich mich noch.

[Gesportelt] Nur geradelt.

[Gehört] Andreas Eschbach: Das Jesusvideo. Wovenhand. Exilanation.

[Gelesen] Immer noch „Trauma und Körper“.

[Gesehen] Dexter, ein paar Folgen von Staffel 3.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee, weißen Tee, grünen Tee 🙂

[Gegessen] Abgesehen von den Plansachen: einen Fischburger mit Pommes. Orangen. Apfelkuchenkekse (sowas von süß…).

[Gedacht] Ein paar Dinge aus der Therapie beschäftigen mich gerade. Eigentlich wie immer.

[Gekauft] Bettwäsche für den Sohn.

[Spirituelles] Ich habe gebetet.

[Ausblick auf die nächste Woche] Nur ein einziger Termin. Sieht nach einer streßarmen Woche aus.

Liam, 24.01.2016, 18:44 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Speiseplan #55

Nachdem ich den Speiseplan und den Einkaufszettel für die kommenden Tage geschrieben hatte, ist mir aufgefallen, daß ich in den letzten Monaten wieder vermehrt Vorräte angehäuft habe, und zwar nur teilweise, weil es sich um temporäre Angebote handelte. Viele Dinge würde ich jederzeit im Laden bekommen, und dennoch habe ich sie in großer Menge gekauft. Wenn ich auf die letzten zwei Monate bezüglich meiner Therapie zurückblicke, wird mir auch klar, warum ich wieder gehortet habe. Nun jedoch ist es Zeit, den Berg etwas abzubauen! Ich habe also versucht, möglichst viele meiner „Cupboard Goodies“ einzubauen.

  • Freitag: Miniknödel mit Spinat und Kichererbsen (vegan)
  • Samstag: Creamed Corn mit Ingwer, dazu Rösti und Würstchen (vegan)
  • Sonntag: glasierte Karotten mit Cumin und Mandeln, Falafel, Couscous mit Granatapfel, dazu Salat (vegan)
  • Montag: Graupensuppe mit Lauch und Kürbis (omnivor)
  • Dienstag: Paprika-Tomaten-Curry mit Sojahackbällchen, dazu Reis (vegetarisch)
  • Mittwoch: Selleriegratin, dazu Kartoffelpüree und Spiegelei (vegetarisch)
  • Donnerstag: Wirsingsuppe mit weißen Bohnen (vegetarisch)
Liam, 22.01.2016, 12:00 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Das Wetter war ein bißchen paradox dieses Wochenende. Wir hatten Sonnenschein und Schneefall. Auf jeden Fall ist es ganz schön kalt geworden.

[Gemacht] Eigentlich hatten mein Mann und ich die Idee, uns das Schneetreiben im Schwarzwald anzugucken, aber als der Samstag dann da war, fühlte es sich besser an, den ganzen Tag einfach daheim zu verbringen. Wir haben ausgiebig gefrühstückt und gelesen, nachmittags habe ich Sport gemacht. Nach dem Kochen am Abend haben wir noch ein Brot gebacken. Später habe ich an einem Bild für das Life Book gemalt. Sonntag haben wir nach dem Frühstück einen Kuchen gebacken, denn unsere eingelagerten Äpfel sind zum Teil ein wenig schrumpelig geworden 🙂 Danach haben wir Regale montiert und Bilder aufgehängt – nun ist mein Zimmer komplett fertig. Am Nachmittag waren wir in der Bahnhofsbuchhandlung stöbern. Und nachher werden wir noch einen Film schauen.

[Crafts’n’Arts] Ein Bild für das Life Book ist fertig geworden. Leider melden sich augenblicklich meine ramponierten Sehnen, so daß ich jetzt, wo ich auf dem aktuellsten Stand bin, wohl erstmal eine kleine Pause einlegen werde. Ich muß mir auch Alternativen für bestimmte Techniken ausdenken. Beispielsweise werde ich in Zukunft wohl darauf verzichten, besonders realistisch ausgestaltete Gesichter zu malen, einfach weil das eine enorme Belastung für die Sehnen ist. Stattdessen werde ich einfachere Gesichtsvarianten malen oder sogar auf Collagen ausweichen. Ich weiß, daß ich das als Chance sehen sollte, aber ich empfinde das gerade nur als Einschränkung…

[Gesportelt] Eine Runde Kraft und Ausdauer. Habe diesmal zwei zusätzliche Übungen gemacht und bin ziemlich zufrieden mit meinen Fortschritten.

[Gehört] Die drei Fragezeichen. Apocalyptica. Ordo Rosarius Equilibrium.

[Gelesen] Ich arbeite mich langsam aber stetig durch das Buch von Ogden/Minton/Pain (Trauma und Körper).

[Gesehen] Dexter, Staffel 2, ein paar Folgen.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee, Ingwertee und Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Plansachen: frisches Brot mit Guacamole und selbstgemachten Minz-Frischkäse, vollwertigen Apfel-Schokokuchen, einen Burger samt Pommes, vegetarische Frikadellen.

[Gedacht] Im Moment bin ich stark mit den Dingen beschäftigt, die in meiner letzten Therapiestunde hochgekommen sind.

[Gekauft] Ein paar Zeitungen. Einen neuen Trockner. Unser Alter ist am Samstag komplett durchgeschmort :/

[Spirituelles] Ich habe mir wieder einen Grüner-Mann-Altar eingerichtet.

[Ausblick auf die nächste Woche] Zuviele Termine, von denen alle wichtig sind.

Liam, 17.01.2016, 18:39 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

PTBS und Konsum

Die Überschrift klingt ein bißchen, als hätte ich da zwei beliebige Begriffe, die nichts miteinander zu tun haben, in Relation gesetzt, finde ich, dabei sind sie für mich eng verbunden.

Ich mag Minimalismus. Ich habe 2009, als ich das erste Mal nach zehn Jahren in einer Wohnung umgezogen bin, damit begonnen, meinen Besitzstand radikal zu reduzieren. Ich besaß z.B. mehrere tausend Bücher, von denen ich einen Großteil zurückließ. Bei einem weiteren Umzug zwei Jahre später sortierte ich noch einmal mehrere hundert Bücher aus und seither versuche ich, mit den zwei Bücherregalen hinzukommen. Ich kaufe mir nur selten neue Bücher und nutze stattdessen kostenfreie Bücherquellen wie Bibliotheken und Bücherschränke. Auf diese Weise habe ich eine gute Fluktuation und bekomme nicht das Gefühl, von der schieren Menge an Büchern überwältigt zu werden.

Bücher waren jetzt nur ein Beispiel aus meinem Alltag. Dasselbe Verhalten habe ich aber auch bei vielen anderen Dingen. Ich bin gut darin, Besitztümer loszulassen und auszumisten, und ich habe nie verstanden, warum Menschen an ihrem Besitz festhalten. Aus dem Blickwinkel des Minimalismus betrachtet, ist das ziemlich erstrebenswert, und ehrlich gesagt macht es die Pflege des vorhandenen Besitzes einfacher und übersichtlicher.

Daß ich aber ein echtes Problem damit habe, Dinge in Besitz zu nehmen und mir mal etwas zu gönnen, ist die Kehrseite der Medaille. Und hier kommt die PTBS ins Spiel. Bevor ich mit der Therapie begonnen habe, habe ich jahrelang nicht geschafft, auf meine Bedürfnisse zu achten, weil ich nicht imstande war, sie zu identifizieren. Insofern war es leicht, Dinge wegzugeben, denn ich konnte nicht spüren, ob sie mir wichtig waren, ob ich sie brauchte oder ob sie mir dienten. Ganz zu schweigen von der Empfindung, ein Ding einfach zu mögen. Wenn sich das Gefühl von „ich mag XY“ überhaupt mal regte, habe ich das ganz schnell mit rationalen Argumenten unterdrückt: „was willst Du denn damit? Es staubt nur voll und Du benutzt es sowieso nicht“. Wenn Menschen davon sprachen (und sprechen), daß sie sich etwas leisten, etwas gönnen, ist das, als würde ich versuchen, auf einen blinden Fleck zu gucken. Ich verstehe das nicht. Warum sollte man sich etwas gönnen wollen?

In der Therapie habe ich begriffen, daß ich mich selbst nicht spüre und daher auch keine Aussagen darüber treffen kann, was ich mag, was ich brauche, was mir guttut und letztlich: wer ich bin. Das zu verstehen, hat mir viele merkwürdige Momente in meinem Leben erklärt, beispielsweise das große Problem, Steckbriefe auszufüllen oder so simple Fragen wie „was ist Deine Lieblingsfarbe?“ oder „welchen Film möchtest Du schauen?“ zu beantworten. Zu den meisten Dingen habe ich keine Meinung. Wenn ich eine Meinung habe, dann ist diese oft von der PTBS und den traumatisierenden Erfahrungen geprägt und daher für Nichttraumatisierte nicht oder nicht richtig nachvollziehbar. Die PTBS verändert die Funktionsweise des Gehirns und ein Symptom ist, daß man zur Wahrnehmung bestimmter Dinge nicht mehr fähig ist, wohingegen die „Fähigkeit“, Dinge, die man als potentiell belastend oder gefährlich einstuft, wahrzunehmen, ansteigt. Unterm Strich führt das dazu, daß man durch die PTBS eine ziemlich eingeschränkte Wahrnehmung der Realität mit all ihren Möglichkeiten hat – das trifft auch auf die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse zu.

Nicht zu wissen, wer man ist, und sich selbst nicht oder nur teilweise spüren zu können, führt dazu, daß man sich selbst gegenüber nicht richtig fürsorglich sein kann. Es ist sehr schwer für mich, darauf zu achten, genug Schlaf zu bekommen, vernünftig zu essen, mir Pausen einzuräumen etc. Alles, was dann auch noch über die Erfüllung der absoluten Grundbedürfnisse hinausgeht, ist kompliziert. Ich finde es nicht einleuchtend, warum ich mir Extras kaufen oder besondere Erlebnisse gönnen sollte. Schon mit Vokabeln wie „Selbstliebe“, „Selbstfürsorge“, „sich verwöhnen“ und „sich etwas gönnen“ habe ich meine Probleme. Werbung gleitet absolut an mir ab – ich könnte mich nicht daran erinnern, wann ich überhaupt je losgegangen bin, um mir ein beworbenes Produkt zu kaufen.

Mir ist durch die Therapie und die begleitende Lektüre von Fachbüchern bewußt geworden, daß es für PTBS-Patienten ziemlich normal ist, sich für wertlos zu halten. Dieses Wissen hilft mir zumindest manchmal über das schlechte Gewissen hinweg, das ich wegen des Gefühls der eigenen Wertlosigkeit habe. Es hilft mir auch, zu verstehen, warum ich teilweise extrem unangemessen reagiere – warum ich z.B. lachen muß, wenn ich jemandem von den erlittenen Traumatisierungen erzähle und er dabei weinen muß oder wieso ich auf die emotionale Bedürftigkeit von anderen scheinbar hämisch, verletzend oder gleichgültig reagiere.

Das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit, die empfundene Scham hinsichtlich irgendwelcher „Vergünstigungen“ oder „Belohnungen“ sowie die Unsicherheit über die eigene Person und die eigenen Vorlieben führen letztlich dazu, daß ich es vermeide, Sachen für mich zu kaufen, die über die Erfüllung von Grundbedürfnissen hinausgehen. Darum, nehme ich an, ist meine minimalistische Haltung zumindest zu einem Teil krankheitsbedingt.

An diesem Artikel schreibe ich jetzt seit mehreren Wochen und habe immer noch das Gefühl, daß ich nicht wirklich in der Lage bin, das auszudrücken, was ich sagen möchte: es fühlt sich seltsam an, daß Minimalismus so gehyped wird, wo ich ihn als Symptom der PTBS identifiziere. Mein Haushalt ist leicht sauber zu halten, aber mir wäre lieber, ich würde mich hier nicht nur als Gast fühlen, sondern mit den Dingen wirklich etwas verbinden können. Ein Gefühl von Heimat in meinem Haus und in mir selbst entwickeln können…

Liam, 15.01.2016, 13:39 | Abgelegt unter: PTBS | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Speiseplan #54

  • Freitag: Gemüsesuppe (vegan)
  • Samstag: Chorizo Carbonara, dazu einen fancy Salat (omnivor)
  • Sonntag: Deep Dish Pizza, dazu Salat (omnivor)
  • Montag: Pasta mit Rahmporree (vegan)
  • Dienstag: geschmorter Wirsing, Mandelsauce und Rösti (vegan)
  • Mittwoch: Grünkernlasagne, dazu Salat (vegetarisch)
  • Donnerstag: Bolognese nach Jamie Oliver, dazu Salat (vegan)

Am Wochenende möchte ich außerdem einen Schoko-Apfel-Kuchen backen.

Liam, 14.01.2016, 22:38 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #53

Zwischen den Feiertagen habe ich es nicht geschafft, unseren Speiseplan zu posten. Keine Ahnung, warum. Jetzt ist der Alltag jedoch wieder da und ich möchte damit weitermachen.

  • Freitag: Pasta nach Jamie Oliver (vegan)
  • Samstag: Cajun-Reis mit Okra und Paprika, dazu Spiegelei (vegetarisch)
  • Sonntag: Reisnudeln mit gemischtem Gemüse, Teriyaki-Sauce und Sesam, dazu knusprig gebratener Tofu (vegan)
  • Montag: Zwiebelpizzen (vegetarisch)
  • Dienstag: Suppe von roten Linsen (vegan)
  • Mittwoch: Staudenselleriegratin, dazu Salzkartoffeln (vegetarisch)
  • Donnerstag: gefüllte Zucchini, dazu Couscous (vegetarisch)
Liam, 11.01.2016, 12:33 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Ich war dieses Wochenende nicht vor der Tür, aber es sah grau aus.

[Gemacht] Samstag haben mein Mann und ich, nachdem wir es monatelang aufgeschoben hatten, Vorhänge gebügelt, abgemessen und umgenäht. Ich liebe es, Patchwork Quilts aus winzigen Kleinteilen zu nähen, dafür habe ich auch die nötige Geduld. Aber so große Stoffstücke zu wuppen, nervt mich einfach nur. Jedenfalls haben wir diese Aktion heldenhaft hinter uns gebracht und nun hängen die Vorhänge endlich. Abends haben wir zusammen gekocht und später Dexter geguckt. Sonntag habe ich nach dem Frühstück den Inhalt von Kisten aus dem Keller sortiert, anschließend Yoga gemacht und ein Brot gebacken. Abends habe ich gekocht und gespült und bin dann auf dem Sofa versackt. Vermutlich werden wir nachher wieder einen Film gucken.

[Crafts’n’Arts] Obwohl es mich in den Fingern juckt, das Life Book Projekt der ersten Woche abzuschließen, muß ich pausieren, denn meine alte Sehnenscheidenentzündung fand das angestrengte und sehr detailreiche Malen nicht witzig. Ich denke, es hat schon einen Grund, daß ich so stark der Aquarellmalerei verbunden bin, denn ich empfinde sie als sehr sehnenschonend. Derzeit mache ich also eine Pause, ohne meine Hand zu schonen oder eine versteifende Schiene zu tragen. Ab und zu stretche ich die Sehne vorsichtig (aber sie zeigt eigentlich selbst an, wann sie das möchte).

[Gesportelt] Nach langem mal wieder Yoga gemacht.

[Gehört] Wovenhand. Drei Fragezeichen. VNV Nation. Chrome. Yoga-Musik.

[Gelesen] Jutta Gay/Inga Menkhoff: Das große Buch der Bienen. Das Buch ist so spannend und informativ geschrieben, daß ich direkt 130 Seiten am Stück gelesen habe und ich glaube, ich habe davon sogar eine Menge behalten. Yay 😀

[Gesehen] Dexter.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola.

[Gegessen] (Da fällt mir gerade wieder ein, daß ich schon länger keinen Speiseplan mehr gepostet habe…) Cajun-Reis mit Spiegelei. Brötchen mit Guacamole. Chips. Reisnudeln mit gemischtem Gemüse, Tofu und Teriyaki.

[Gedacht] Seit ein paar Tagen schreibe ich an einem Blogbeitrag über PTBS. Ich fand anfangs, es sei eine gute Idee, ihn zu veröffentlichen, bin mir dessen inzwischen aber nicht mehr sicher. Ich würde gern persönlicher über die PTBS schreiben, aber ich fühle mich angesichts meiner früheren Blogerfahrungen gehemmt. Hm.

[Gekauft] Nichts.

[Spirituelles] Meditiert.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe drei Termine und muß ein Telefonat führen – alles Sachen, die ich nicht unbedingt mag.

Liam, 10.01.2016, 18:17 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Zwischen den Jahren

Immer noch zwischen den Jahren, irgendwie, obwohl ein Teil des Alltags schon wieder da ist. Auto in der Werkstatt, Kind hat noch Ferien, ich hatte auch schon wieder den ersten Arzttermin. Überhaupt ist diese Woche voll. Zu voll. Ich würde gern noch an diesem Ort zwischen den Jahren bleiben, wenn der Feiertagsstreß bereits abgefallen ist, aber alles noch verlangsamt passiert. Das ist die Zeit, die für mich die Jahresend-/Jahresanfangstage ausmacht.

Mir scheint, die meisten Dinge sind gerade noch im Nebel verborgen. Rauhnachtsenergie. Eigentlich wollte ich diesmal die Rauhnächte ganz bewußt erleben, aber es kam anders. Hatte mal wieder ein leidiges Schlafproblem und verbrachte viele Tage übermüdet und voller schrecklicher Bilder im Kopf. Trotzdem scheint es, hat sich etwas Grundlegendes geändert: ich kann endlich akzeptieren, daß ein Symptom meiner kPTBS nunmal Schlafstörungen sind. Es macht keinen Sinn, krampfhaft zu versuchen, einen „normalen“ Schlafrhythmus oder eine „normale“ Schlafmenge etablieren zu wollen. Das erzeugt nur Druck. Es klappt am besten, wenn ich keine Erwartungen erfüllen muß – auch nicht meine eigenen. Seit ich meinen Schlafbereich umgestaltet habe, fühle ich mich dort wohler. Geborgener. [Was für ein merkwürdiges Wort…kommt mir vor, als hätte ich es gerade in einem Antiquitätenladen gefunden]. Andere mit dem Schlaf verknüpfte Probleme lassen sich nicht so leicht lösen. Liegen triggert. Dann geht der Blutdruck hoch. Das macht Alpträume. Dadurch fürchte ich den Schlaf noch mehr. Ein Teufelskreis. Aber ich arbeite daran.

Im Augenblick habe ich mir, glaube ich, ein paar Dinge zuviel aufgebürdet. Ich habe mich für eine Aquarell-Challenge angemeldet, bei der man jeden Tag im Januar ein Bild malt (Zeitlimit: 30 Minuten). Ich habe mir mehrere wirklich interessante, hilfreiche Bücher aus der Bibliothek geholt, die ich gern lesen würde. Außerdem ist am 1. Januar das Life Book 2016 gestartet, und weil gestern schon die zweite Woche eingeläutet wurde, habe ich da gerade ein paar Projekte in der Schleife. Einerseits ist es gut, wenn ich mich beschäftige, andererseits neige ich leider dazu, mich gleich zu überfrachten und dann frustriert einfach gar nichts zu schaffen. Naja, auch daran arbeite ich.

Pläne für das neue Jahr habe ich eigentlich keine. Gute Vorsätze schon gleich gar nicht. Ich möchte einfach weiter an mir arbeiten und ein paar gute Gewohnheiten wie regelmäßigen Sport beibehalten.

Liam, 05.01.2016, 11:57 | Abgelegt unter: Allgemein,PTBS | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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