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Archiv: März 2016

WochenendRückblick

[Wetter] Am Samstag war es bis zum Nachmittag sonnig und warm, dann zog es sich zu und wurde kühl. Der Sonntag war wechselhaft, aber insgesamt ziemlich sonnig und warm.

[Gemacht] Nach dem Frühstück waren wir Samstag einkaufen und nochmal im Gartenmarkt. Anschließend haben wir die Pflanzen aus dem Winterquartier geholt, sie beschnitten und gewässert. Ich habe Setzlinge eingepflanzt, vorgezogene Pflanzen vereinzelt und neue Samen ausgebracht. Abends haben mein Mann und ich gekocht und einen Film geschaut. Später habe ich eine Runde gechattet und versucht, einen Text zu übersetzen. Der Sonntag startete mal wieder nach einer kurzen, schlechten Nacht. Ich liebe es. Nach dem Frühstück habe ich gelesen, später Sport gemacht. Nachmittags waren wir wählen und sind ein bißchen durch die Gegend gefahren und haben geredet. Abends haben wir gekocht und jetzt versacke ich auf dem Sofa bei Film, Tee und später noch Buch.

[Crafts’n’Arts] Nada.

[Gesportelt] Eine Runde Kraft und Ausdauer.

[Gehört] Glenn Meade: Operation Romanow. Das Hörbuch versuche ich jetzt zum x-ten Mal, immer breche ich ungefähr bei einem Drittel ab. Diesmal will ich mich durchbeißen. Aber es ist soooo langweilig………

[Gelesen] Patrick Mauriès: Das Kuriositätenkabinett. Das Buch wurde mir empfohlen, als ich nach Büchern über Kunst mit Knochen suchte, also habe ich es mir mal in der Bibliothek ausgeliehen.

[Gesehen] Den Schluß von True Detective, Staffel 2. Moar. Doof! Das ist genauso ein doofer Schluß wie bei Dexter. Außerdem haben wir angefangen, „The Bridge“ zu gucken.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola. Außerdem einen neuen Broken, bei dem ich nicht recht weiß, was ich von ihm halten soll.

[Gegessen] Neben den Plansachen: Fajitas mit Tofu. Hatten die Packung aus England mitgebracht und die meinen HOT, wenn HOT draufsteht. Lecker! Sojajoghurt. Oliven. Salat und Rohkost. Eine handvoll Chips.

[Gedacht] Müde. Müde. Müde.

[Gekauft] Blumenerde, Samen, Eier, Tomaten.

[Spirituelles] Nöp.

[Ausblick auf die nächste Woche] Zwei Termine, außerdem muß ich zu zwei Bibliotheken und vielleicht zum Arzt.

Liam, 13.03.2016, 19:23 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #62

In der aktuellen Woche mußte ich einiges umschmeißen und die kommende Woche wird ziemlich Pasta-lastig. Außerdem gibt es nochmal die indische Tomatensuppe, weil sie uns allen so gut geschmeckt hat 🙂

  • Donnerstag: Pasta mit Tomaten, Mango und Oliven (vegan)
  • Freitag: Spinatpastete mit Äpfeln und Pilzen (vegan)
  • Samstag: Massamancurry, dazu Basmati (vegan)
  • Sonntag: Gemüsekuchen (vegetarisch)
  • Montag: Linsensuppe, dazu Brötchen (vegan)
  • Dienstag: Chorizo Carbonara (omnivor)
  • Mittwoch: Pastagratin mit Broccoli und Sojahackbällchen (vegetarisch)
  • Donnerstag: indische Tomatensuppe, dazu Baguette (vegan)

Am Wochenende würde ich gern einen Eierlikörkuchen backen (weil ich es diesen Winter nicht geschafft habe, Eggnogg zu machen, habe ich noch eine volle Flasche im Schrank rumstehen).

Liam, 10.03.2016, 13:31 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Notizen zu Saatgut

Ende Februar habe ich Radieschen-, Sauerampfer-, Kürbis- und Zucchinisamen in Anzuchtschalen bzw. in einen Karton gesetzt. Schon acht Tage später tut sich doch einiges:

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Links die Radieschen, rechts der Ampfer. In der mittleren Schale ist bisher leider keine Aktivität zu verzeichnen, aber die Samen waren auch bereits 2012 abgelaufen. Sollten sie sich bis zum kommenden Wochenende noch immer nicht gerührt haben, hole ich sie heraus und setze etwas anderes hinein.

Gestern habe ich noch fünf ebenfalls 2012 abgelaufene Saatscheiben für Küchenkräuter in Töpfe gesetzt. Dabei ist mir aufgefallen, wieviel Saatgut ich um 2010 herum gekauft und nie benutzt habe. Warum? Ich hätte damals so gern gegärtnert, aber mir fehlte die Kraft, körperlich und mental. Die Samen in den Tüten zu belassen und nur davon zu träumen, etwas anzubauen, schien mir außerdem weniger riskant. Ich hätte es nicht gut verkraftet, Pflanzen zu verlieren. Meine Frustrationstoleranz ist also seither gewachsen. Mein Garten dokumentiert also in gewisser Weise, was für innere Fortschritte ich mache, ist ein Therapieprojekt für mich.

Eine wichtige Frage, die immer wieder für mich aufkommt, ist die nach der Quelle meines Saatguts bzw. meiner Pflanzen. Ich weiß darüber erschreckend wenig. In den Gartencentern hier in meiner Region wird zwar vereinzelt Bio-Saatgut angeboten, aber meist nur für Kopfsalat, Petersilie und andere Standardsachen. Seit die Tradionsmarke Kiepenkerl von Monsanto gekauft wurde, traue ich ihr eigentlich nicht mehr über den Weg…nicht mal, wenn Bio draufsteht. Konsequenterweise müßte das für mich bedeuten, nur noch reines Bio-Saatgut zu verwenden und das ist auf Dauer auch mein Ziel. Warum auf Dauer, warum nicht jetzt? Weil ich gerade noch ausprobiere. Das ist meine zweite Saison und das erste Mal, daß ich Pflanzen aus Samen ziehe. Wenn ich sehe, daß das Erfolg hat, werde ich im Laufe der Zeit auf Bio umstellen, also mein bereits gekauftes Saatgut aufbrauchen und nur noch Bio neukaufen.

Noch seltener als Bio-Saatgut sind Bio-Jungpflanzen in den Gartenmärkten meiner Region vertreten. Mal könnte man einen Bio-Salbei erhaschen, aber das war’s auch schon. Wenn ich vollständig auf Bio umstellen will, heißt das, daß ich im Grunde nur noch selbst ziehen und keine vorgezogenen Pflanzen mehr kaufen könnte.

Ist für mich reiner Bio-Anbau allerdings wirklich die Lösung, wo um mich herum sicherlich nicht nur Bio angebaut wird? Pflanzen streuen. Ich erinnere mich, als Anfang oder Mitte der 90er das erste Mal gentechnisch veränderter Raps ausgebracht wurde und Kritiker damit beschwichtigt werden sollte, daß gesagt wurde, der Raps würde ja auf seinen Feldern bleiben. Wenn man sich jetzt so anguckt, wo überall Raps wild wächst, sich also selbst ausgesät hat, würde ich sagen, das war eine glatte Lüge. Und wer das den Konzernen wirklich geglaubt hat, hat nur wenig über Pflanzen gewußt oder war sehr naiv. Mein Garten ist jedenfalls kein geschlossenes System. Pflanzen siedeln sich von außen an, meine Pflanzen streuen ebenfalls. Natürlich weiß ich, daß eine Kürbispflanze, die ich aus einem Bio-Samen ziehe, Bio-Kürbisse hervorbringt, aber bestäubt wurde sie vorher von Bienen, die auch an Nicht-Bio-Pflanzen genuckelt haben.

Angesichts der Tragweite dieser Gedanken (auch in Hinblick darauf, daß ich vielleicht gern selbst Bienen hätte), fühle ich mich ziemlich überwältigt und machtlos. Mich diesen Gedanken zu stellen, ist sehr schwer für mich, weil es schnell dazu führen könnte, daß ich das ganze Gartenprojekt wieder einmotte. Ich muß mich daran erinnern, worum es mir in erster Linie geht (überhaupt gärtnern, Natur beobachten, Therapieprojekt), und daß ich nicht jede Baustelle, die sich auftut, direkt abbacken kann. Immer schön einen Schritt nach dem anderen. Und atmen.

Liam, 08.03.2016, 13:04 | Abgelegt unter: Der Garten,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Grau und regnerisch. Sonntagmorgen gab es sogar Schnee…

[Gemacht] Insgesamt ging das Wochenende leider mal wieder in Müdigkeit unter dank PTBS-bedingten Schlafstörungen. Obwohl ich das schon praktisch mein ganzes Leben lang kenne, macht es mir trotzdem zu schaffen. Samstag waren mein Mann und ich nach dem Frühstück einkaufen, beim Bücherschrank und in der Bibliothek. Nachmittags habe ich mich nochmal hingelegt, konnte aber natürlich nicht einschlafen. Abends haben wir gemeinsam gekocht und einen Film geschaut. Sonntag waren Mann, Sohn und ich auf der Duckomenta in Mannheim und anschließend chinesisch essen. Abends haben wir einen Film geschaut und später habe ich noch gelesen und gechattet. Normalerweise bin ich echt kein Chatter, aber es haben sich Kontakte entwickelt, bei denen der Austausch mir so guttut, daß ich jedesmal froh bin, über meinen Schatten gesprungen zu sein.

[Crafts’n’Arts] Ein bißchen skizziert.

[Gesportelt] Nope. Zu müde.

[Gehört] True Detective OST. Wovenhand.

[Gelesen] Eigentlich nicht.

[Gesehen] Housebound. Angepriesen wurde er als eine Art Persiflage auf die ganzen Haunted House Filme der letzten Jahre. Ich finde, das war er nicht, denn eigentlich war er selbst ein solcher, wenn die Auflösung auch ganz anders war als erwartet. Mir hat er gefallen, war durchaus witzig und schräg. Außerdem haben wir zwei Folgen True Detective/Staffel 2 geguckt.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee, Schoko-Zimt-Tee und Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den geplanten Sachen: Hähnchennuggets und Pommes. Artischocke mit Aioli. Orangen. Sojajoghurt mit Zitronenkuchengeschmack (pervers – der schemckt einfach wie angerührter Zitronenkuchenteig *yum!*).

[Gedacht] Mich hat mein Chat total nachdenklich gemacht. Ich kenne inzwischen einige echt grundanständige Männer, die stark mit dem Einfluß ihrer Vergangenheit auf ihre Gegenwart zu kämpfen haben bzw. die auch an PTBS erkrankt sind. Aus der Entfernung betrachtet schmerzt es mich einfach nur, wie sehr diese Männer sich selbst zerfleischen und in Frage stellen, aber ich weiß ja selbst, wie das ist, wenn man selbst sein schlimmster Feind ist…

[Gekauft] Tomaten.

[Spirituelles] Nix.

[Ausblick auf die nächste Woche] Falls ich mehr Schlaf bekommen sollte, würde ich bestimmt etwas finden, das ich tun kann…

Liam, 06.03.2016, 22:35 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Speiseplan #61

In dieser Woche feiert mein Sohn seinen Geburtstag, darum gehen wir am Sonntag essen und ich werde ein Blech Schoko-Muffins backen 🙂 Ansonsten habe ich das Folgende geplant:

  • Donnerstag: Pastatopf mit Zucchini, Paprika und Chorizo (omnivor)
  • Freitag: Burgerabend (vegetarisch)
  • Samstag: Topinambursuppe, dazu gefüllte Tomaten (vegetarisch)
  • Sonntag: SNGN
  • Montag: Pasta mit frischem Pesto und grünen Bohnen (vegan)
  • Dienstag: indische Tomatensuppe, dazu Brot (vegan)
  • Mittwoch: Chili nach Jamie Oliver, dazu Basmati (vegan)
Liam, 03.03.2016, 12:55 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Start in die Foraging-Saison

Diese Woche habe ich den ersten Bärlauch und damit das erste wilde Grün in dieser Saison geerntet. Da ich in einer sehr milden Region lebe, könnte ich in der Regel auch im Winter Wildkräuter sammeln (z.B. Brombeerblätter und Moose, die auch bei Minustemperaturen zu finden sind, oder Mikrokräuter, die es eigentlich auch immer gibt, wenn man an geschützten Plätzen sucht), aber im Winter lasse ich das Sammeln meist ruhen und konzentriere mich darauf, die in der letzten Saison gefundenen Schätze zu verarbeiten und aufzubrauchen. In den kommenden Tagen wird so auch das Bärlauchpesto aus dem letzten April aufgebraucht werden 🙂

Im Winter habe ich viele Sendungen mit Ray Mears geschaut, den ich sehr schätze. Er hat eine ganz unaufgeregte Art, sich in der Wildnis zu bewegen, und ich empfinde ihn im Umgang mit Mensch und Tier als angenehm und respektvoll. Er hat vor ein paar Jahren zusammen mit Gordon Hillman, der damals noch als Paläobotaniker in London tätig war, eine Reihe namens „Wild Food“ gedreht (ein gleichnamiges Buch ist ebenfalls erschienen). Zentrale Fragestellung dieser Sendereihe war: wie haben sich unsere Vorfahren auf den Britischen Inseln ernährt? Die beiden Männer wollten jedoch nicht nur aus Büchern, sondern vor allem durch Ausprobieren lernen. Um einen allgemeinen Eindruck vom Leben in Jäger- und Sammlergesellschaften zu bekommen, sind sie daher zunächst nach Australien geflogen, wo sie mehrere Tage mit australischen Ureinwohnern verbringen und von ihnen lernen konnten. Die wichtigsten Erkenntnisse für mich waren:

  • von Sammelgut kann nur leben, wer genau hinsieht. Das erfordert großes Wissen und ebensolche Erfahrung, damit das Auge die Formen von Eßbarem erkennt, sowie einen zentrierten/fokussierten und ruhigen Geist. Sammeln kann nur, wer geduldig und entspannt genug ist.
  • es ist wichtig, zu wissen, wann man aufhören muß: es macht keinen Sinn, mehr Energie auf die Suche nach Nahrung aufzuwenden, als diese letztlich geben würde.
  • wenig Gepäck: wer schwere Lasten schleppen muß, sammelt weniger, weil er physische Kraft verliert.
  • Sammelkorb: das Sammelgut wird luftig gelagert. Grobe Anhaftungen und auch Insekten können durch die Lücken im Flechtwerk abfallen.
  • es wird kein Messer verwendet. Messer sind nur unnützer Ballast. Ein Grabstock kann überall gefunden werden und muß nicht mitgetragen werden. [ich werde weiterhin mein Taschenmesser für holzige Pflanzen benutzen, an denen ich größeren Schaden anrichten würde, wenn ich versuchen würde, sie ohne Messer zu ernten]
  • Feuer. Wo auch immer sich die Aborigines niederlassen, entzünden sie zuerst ein Feuer. Mears sagte, dies würde ihnen „a sense of place“ geben.
  • Wissen großzügig teilen: nur wenn viele Mitglieder der Gruppe das Wissen tragen, ist es geschützt und kann weiterhin aktiv genutzt werden. Was für die Aborigines die mündliche Tradition ist, sind für uns schriftliche Niederlegungen.

Wer sich dafür interessiert, wie Mears und Hillman ihre in Australien erworbenen Kenntnisse auf den Britischen Inseln umgesetzt haben und wie ihr Experiment, sich allein aus der Natur zu ernähren, verlaufen ist, hier geht’s zur ersten Folge.

In der letzten Saison war mein Ziel, insgesamt mehr wilde Nahrung zu sammeln und zu essen. Das ist mir gelungen. Für diese Saison habe ich kein klares Ziel. Ich möchte einfach weiterhin gute Gelegenheiten nutzen und noch mehr Wissen erwerben.

Liam, 03.03.2016, 11:53 | Abgelegt unter: Foraging,Fruit & Root | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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