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Archiv: Juni 2016

WochenendRückblick

[Wetter] Nachdem es Donnerstag und Freitag brütend heiß war, gewitterte es in der Nacht zum Samstag. Samstag war es dann bedeckt und angenehm kühl, Sonntag ähnlich.

[Gemacht] Samstag habe ich nach dem Frühstück die Jalapeños eingemacht und die Sachen für den Grillabend vorbereitet (Salat, Gemüsespieße etc.). Zwischendurch saß ich bei Regen auf der Terrasse und habe gelesen, total schön. Abends haben wir gegrillt und später waren mein Mann und ich noch am Bücherschrank. Ein bißchen Fußball habe ich auch noch geguckt, und gelesen. Sonntag sind wir gleich nach dem Frühstück los, haben Eier beim Hühnerhof gekauft und waren dann Richtung Rhein unterwegs. Habe einen Ort entdeckt, den ich demnächst nochmal allein besuchen möchte. Nachmittags haben wir gehaushaltet, abends dann gekocht, gebacken und Frischkäse gemixt, während nebenher das Spiel lief. Jetzt gleich werden wir wohl noch lesen.

[Crafts’n’Arts] Mein erstes Sauerteigbrot gemacht. Also, das erste mit selbstgezüchtetem Sauerteig.

[Garten] Durch den Regen gab es nicht viel zu tun. Habe nur die Chilis nochmal anders fixiert. Gerade die Thai-Chili ist recht hoch aufgeschossen und ich habe bei Wind immer Angst, daß sie umknickt, wo sie doch gerade blüht.

[Gesportelt] Mache ich morgen.

[Gehört] Lincoln Child: Nullpunkt. Ist halt ganz typisch für Child, kann man aber gut nebenher hören. Dark Country Zeug. Wovenhand.

[Gelesen] Kirk D. Strosahl/Patricia J. Robinson: In diesem Moment. Stress überwinden und achtsam werden – das 5-Stufen-Programm.

[Gesehen] Im Herzen der See. Ich fand ihn einen guten Film, den ich mir aber wohl nur einmal angucken werde. Er kommt trotz moderner Animationstechnik nicht an den alten Gregory-Peck-Film ran bzw. an dessen Stimmung.

[Getrunken] Wasser. Schwarzen Tee, auch schwarzen Eistee (Golden Yunnan). Granatapfel-Eistee. Cola.

[Gegessen] Haferbacklinge mit veganem Tzaziki. Selbstgemachtes Brot mit Minzfrischkäse. Beim Grillen Gemüsespieße mit Banane und Pilzen in Harrisa mariniert – so lecker! Nudelsalat nach einem Rezept, das ich in einem Englandurlaub kennengelernt habe. Jalapeños mit Frischkäse gefüllt. Müsli mit Nektarinen und Joghurt.

[Gedacht] So einiges zum Brexit.

[Gekauft] Backferment. Drei Gärkörbchen. Hatte früher schon mal welche, aber leider hat es die insektenbefallmäßig erwischt. Starte nochmal einen Versuch.

[Spirituelles] Ja, und mal wieder schwer zu formulieren.

[Ausblick auf die nächste Woche] Zum Glück wurde ein nerviger Termin abgesagt, aber ich habe trotzdem jede Menge vor. Ich würde gern, wenn es so angenehm kühl bleibt, Stoffe für meinen nächsten Quilt raussuchen, endlich mal.

Liam, 26.06.2016, 18:13 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Eingelegte Jalapeños

Seit ich mein neues Spielzeug (aka Küche) habe, bin ich ziemlich damit beschäftigt, tausend Dinge zu backen, zu brutzeln und einzukochen. Heute habe ich das erste Mal grüne Jalapeños eingelegt. War ganz simpel.

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Alte Marmeladengläser gründlich spülen und mit kochendem Wasser ausspülen, um sie zu sterilisieren. Deckel nicht vergessen. In jedes Glas kommt 1 TL gelbe Senfkörner und 1 gepellte Knoblauchzehe. Jalapeños waschen und in dicke Scheiben schneiden. Die Gläser vollpacken und nachstopfen, es soll schön eng werden. Nun je 500 ml Wasser und Weißweinessig zusammen mit je 1 EL Rohrohrzucker und Meersalz zum Kochen bringen. Die Gläser mit diesem Sud vollfüllen, verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Nach einer Woche kann man probieren, aber sie sind rund ein Jahr (oder länger) haltbar.

Liam, 25.06.2016, 16:07 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Housekeeping | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #76

In den letzten Wochen ist das Ausprobieren neuer Rezepte leider viel zu kurz gekommen, aber wer eine Riesenbaustelle im Haus hat, hat wenig Lust auf Experimente. In der kommenden Woche möchte ich wenigstens mal ein neues Rezept ausprobieren…

  • Freitag: Pasta mit Sauerampferpesto (vegetarisch)
  • Samstag: Grillen (vegetarisch)
  • Sonntag: mediterrane Gemüsequiche (vegetarisch)
  • Montag: Gnocchi mit Fenchel-Chorizo-Tomatensauce (omnivor)
  • Dienstag: Pizza, dazu Salat (omnivor)
  • Mittwoch: Pizza mit Pilzen, Paprika und Chorizo (omnivor)
  • Donnerstag: Zucchinicremesuppe mit Frischkäse, dazu Baguette (vegetarisch)

Einen Kuchen werde ich vermutlich nicht backen, obwohl ich seit einer Weile mit einer vollwerigen Biskuitrolle liebäugele…

Liam, 22.06.2016, 22:04 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Räucherstäbchenfrau

Früher ist es mir oft passiert, daß ich „seltsame“, aber irgendwie doch immer bereichernde Begegnungen mit Menschen hatte. Ich habe im ursprünglichen Text an dieser Stelle ein paar Beispiele genannt, die ich aber wieder gelöscht habe, weil ich fand, daß sie nur für mich gedacht waren, obwohl es schön war, mich daran zu erinnern. Jedenfalls gab es in den letzten Jahren keine dieser Begegnungen mehr. Ich hatte die Tür zu anderen Menschen komplett geschlossen und wer selbst mit kPTBS und/oder sozialen Phobien lebt, wird das nachvollziehen können. Ich war nicht mehr offen und bereit für solche intensiven Begegnungen mit Fremden.

Durch die Therapie hat sich scheinbar etwas geändert. Ich kann es selbst nicht benennen, aber seit ein paar Monaten ergeben sich plötzlich wieder solche Begegnungen. Manchmal werde ich im Supermarkt angesprochen, manchmal auf offener Straße oder während ich in einem Wartezimmer sitze. Etwas an mir, meiner Gestik und Mimik muß sich geändert haben, denn mein eigentliches Verhalten habe ich nicht verändert. Jedenfalls scheine ich wieder zu signalisieren, daß ich offen bin.

Und das ist das Seltsame, denn wenn ich die Wahl hätte, würde ich solche Begegnungen nach wie vor vermeiden. Ich bin nicht gut mit Menschen. Mir leuchtet nicht ein, wozu Smalltalk gut sein soll, weil er vermutlich Ziele verfolgt, die nicht meine sind. Ich habe allgemein wenig Interesse an Menschen, halte sie in der Regel für unberechenbar und daher gefährlich (bestes Beispiel: Fahren auf der Autobahn). Mich auf Menschen einzulassen, war und ist immer ein Kampf. Ironischerweise ist mir oft gesagt worden, daß ich ein guter Zuhörer bin. Ich habe mich stets gefragt, warum niemand die auf der Hand liegende Frage stellt, nämlich: warum erzählst Du nichts von Dir? Irgendwann ging mir auf, daß ich sowas wie eine Fassadenidentität habe. Ich schaffe es also, Menschen glauben zu machen, daß sie sehr viel über mich wüßten oder daß es nicht viel zu wissen gäbe. Habe durch ein früheres Blogprojekt auch die Erfahrung gemacht, daß Menschen glauben, das, was ich ganz bewußt von mir im öffentlichen Raum zeige, gäbe Auskunft darüber, wer ich wirklich bin und was wirklich in meinem Leben und in mir drin passiert. Das fand ich immer rührend und irgendwie auch lustig, weil ich stets davon ausgegangen bin, daß anderen – genau wie mir selbst – klar ist, daß das, was man sieht, immer nur ein kleiner Ausschnitt ist, der verschiedene Instanzen der Zensur durchlaufen hat, bis er dann mal öffentlich wird. Aber vielleicht ticken andere Menschen gar nicht so. Vielleicht schützen andere Menschen sich selbst, ihre inneren Prozesse gar nicht so stark wie ich das tue. Ich nehme an, auch das unterscheidet Traumatisierte von Nichttraumatisierten.

Während ich jetzt gerade schreibe, merke ich, wie spannend ich das Thema finde, obwohl ich eigentlich etwas ganz anderes erzählen wollte 🙂

Heute jedenfalls hatte ich mal wieder eine kurze, intensive Begegnung mit einer Fremden. Ich saß im Auto, stand auf einem Parkplatz und wartete. Die Frau kam mit einer Kiste zu mir und drückte mir Räucherstäbchen in die Hand. Dazu erzählte sie mir die Geschichte von dem indischen Dorf, in dem diese Stäbchen aus Naturingredienzien handgerollt werden. Sie habe diese Räucherstäbchen mit nach Deutschland gebracht und verkaufe sie hier, um diesem Dorf zu helfen. Ich hörte ihr eine Weile zu, kaufte ihr dann zwei Päckchen ab. Drei Stäbchen schenkte sie mir noch dazu, und dann, als sei es ganz wichtig und der eigentliche Grund ihrer Kontaktaufnahme, hat sie mir etwas gesagt, das mich im Grunde geschockt hat. Weil es so paßt, zu mir, meinem Leben, meinen Wünschen und irgendwie auch zur aktuellen Zeit, wo das besagte Thema gerade mal wieder am Köcheln ist. Und das klingt jetzt in mir nach.

Ich habe das Gefühl, wieder auf dieser Welle zu reiten, wie ich das von früher kenne. Ich weiß nicht, ob ich dafür bereit bin, aber scheinbar muß ich dazu auch gar nicht mein Einverständnis geben – es passiert einfach so. Verwirrend und irgendwie auch schön…

Liam, 21.06.2016, 23:00 | Abgelegt unter: Spirit & Verse | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Mittsommer 2016

Wie ich schon schrieb, ist mein Terminkalender gerade rappelvoll mit Terminen, die viel Zeit und Energie brauchen. Da ich seit Jahren keine eigentlichen Rituale mehr feiere, war ich etwas überrascht davon, plötzlich wahrzunehmen, daß ich zu Litha gern „irgendwas“ machen wollte. Mir war allerdings auch direkt klar, daß das sicher nichts mit Kerzen, Räucherwerk und unterm Vollmond tanzen zu tun haben würde 🙂

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Am Samstag hatte ich ja meine alte Knetmaschine aus dem Keller geholt und war so begeistert davon, wieder ohne Hilfe Brot backen zu können, daß mir direkt in den Sinn kam, mal wieder ein Flechtbrot bzw. einen Hefezopf zu backen. Backen bzw. Kochen sind meine täglichen Rituale, die dem Alltag Struktur geben. Beides kann aber auch zu einem spirituellen Ritual werden.

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Ich denke, der Unterschied zwischen diesen beiden Ritualformen ist eigentlich nur das Einlassen bzw. die Energielenkung. Im Alltag geht es meist darum, möglichst effektiv und damit zeitschonend zu kochen und dabei gleichzeitig meine Familie und mich selbst mit Nahrung und Gemeinschaft (beim Essen) zu versorgen. Dahinter steckt letztlich auch ein Wert, den ich gern pflege und weitergeben möchte, nämlich sich für die Mahlzeiten Zeit zu nehmen und das Essen bzw. den Koch zu würdigen. Mit PTBS ist es immer wieder ein Thema, für sich selbst gut zu sorgen und sich in jeder Hinsicht zu nähren.

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Dahingegen macht für mich das spirituell-rituelle Kochen und Backen aus, mich auf einer Art Meta-Ebene auf das Geschehen einzulassen. Während ich das Korn mahle, wandern meine Gedanken zu John Barleycorn und zum Kornwolf. Die Eidotter in meiner Schüssel leuchten mir wie kleine Sonnen entgegen und lösen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten aus, wo ich gar nicht fassen konnte, daß in jeder Eierschale so eine perfekte orange-goldene Kugel schwimmt.

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Der Knetvorgang wirft für mich die Frage auf, aus welchen heterogenen Elementen ich selbst bestehe, und wie sie sich zusammen zu einer Einheit fügen. Ich schaue dem Teig zu und prüfe ihn hin und wieder. Es braucht seine Zeit. Wo will ich Dinge überstürzen, wo bin ich geduldig?

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Der Teig muß bei der Wärme eigentlich nur eine halbe Stunde gehen, aber wie bei meinen Broten drücke ich ihn mehrmals zusammen und lasse die Hefe noch länger arbeiten. Wieder kommen Erinnerungen hoch. Vor 20 Jahren habe ich mit einem geschenkten Brotbackautomaten angefangen. War ich damals schon der, der ich heute bin?

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Während ich den Teig auswelle, denke ich an den Tag, als ich das Holz gekauft habe, und während ich die Füllung auftrage und schließlich den Teig flechte, kommen mir Erinnerungen an andere Ritualbrote, die ich gebacken habe.

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Beim Flechten der Teigstränge muß ich auch über die Frage nachdenken, mit wem ich verbunden bin. Bin ich bindungsfähig? Lieber ein einsamer Wolf? Wo bin ich Verknüpfungen eingegangen, aus denen ich mich gern lösen würde? Wo werde ich mit anderen „verbacken“, ohne das zu wollen?

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Daß dazu die Sonne in meine Küche scheint – am bisher einzigen richtig sonnigen Tag seit langem – paßt absolut. Hin und wieder berühren meine Gedanken Dinge, die ich mit vergangenen Mittsommerfesten verbinde, und ehe ich es mich versehe, ist der Zopf im Ofen.

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Am Abend spüre ich meinen Körper schwer und müde. Was sich in einem Blogpost in zwei Minuten liest, hat vier Stunden gedauert – definitiv ein langes Ritual. Ich esse vom Zopf, teile ihn mit anderen, und schaue mir noch einmal im Kurzdurchgang meine Gedanken und Emotionen vom Nachmittag an. Da war Sonne und Schatten, Süße und Bitterkeit. Wenn alles im Ausgleich ist, bin ich in Balance. Mittsommer markiert den Abschied von der Sonne, denn auch wenn uns die richtig heißen Tage noch ins Haus stehen, die Sonne wird von jetzt an weniger lang am Himmel stehen. Wie gehe ich in die Hitze hinein? Wie in die Dunkelheit?

WochenendRückblick

[Wetter] Durchwachsen und eher kühl. Ich fand’s gut.

[Gemacht] Samstag nach dem Frühstück habe ich nach Jahren endlich mal wieder ganz allein ein Brot gebacken. Ich hatte einfach nicht die Kraft, den schweren Vollkornteig 10 Minuten lang per Hand zu kneten. Jetzt, wo ich in der neuen Küche viel mehr Platz auf den Arbeitsflächen habe, konnte ich meine alte Knetmaschine reaktivieren, was bedeutet, daß ich fortan Brot so wie ganz früher komplett selberbacken kann. Darüber bin ich total glücklich 😀 Während das Brot gemacht hat, was es sollte, habe ich Sport gemacht. Abends habe ich dann gekocht und im Anschluß gelesen. Wir hatten überlegt, Fußball zu gucken, haben dann aber doch lieber einen Film gestreamt. Sonntag  nach dem Frühstück habe ich einen Keksteig angesetzt und Pudding gekocht, dann sind wir zu einer Marienkapelle gefahren, die wir uns angeguckt haben. Später waren wir was essen. Abends habe ich gekocht und die Kekse gebacken. Jetzt werde ich wohl noch lesen oder einen Film gucken, weiß noch nicht.

[Crafts’n’Arts] Nope.

[Garten] Weil es momentan so viel regnet, gibt es nicht viel zu tun. Ich habe meine Auberginen und die Chilis unter das Vordach gerettet, damit sie nicht derart naß stehen, aber deren Erde ist leider schon total durchnäßt. Den Auberginen scheint das weniger auszumachen, sie werden immer größer und bilden allmählich Blütenansätze, aber eine meiner Chilis hat ganz gelbe Blätter bekommen 🙁 Ich hoffe, sie erholt sich, weil sie schon Blüten und kleine Früchte dran hat. Meine Zucchini jedenfalls prosperiert und wird immer riesiger. Nahziel: Weltherrschaft.

[Gesportelt] Geradelt und freies Krafttraining (Core und Beine).

[Gehört] Caladan Brood. Saturnus. Aaron Watson. Kataklysm. Katatonia.

[Gelesen] Jürgen Osterbrink & Franziska Andratsch: Gewalt in der Pflege.

[Gesehen] Fußball 🙂 Horns – so eine Art Horrorfantasythriller, fand ich richtig gut. Ant Man – sehr unterhaltsam und Michael Douglas geht eh immer 🙂 The Messengers – typischer Gruselfilm, berechenbar und ohne Überraschungen.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola.

[Gegessen] Neben den Plansachen: zuviel Fast Food. Ernußcookies. Lakritze. Erdbeeren.

[Gedacht] STFU. Shut the fuck up.

[Gekauft] Ein Buch.

[Spirituelles] Habe darüber nachgedacht, ein Mittsommerbrot zu backen. Müßte ich dann wohl morgen machen…

[Ausblick auf die nächste Woche] Zwei Termine, die mich total nerven. Der eine davon so sehr, daß ich mit richtig mieser Laune dahin fahre…

Liam, 19.06.2016, 17:54 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

Schatz, ich bin so befriedigt…

Das wollte ich nur mal festhalten, an diesem frühen Samstagabend, und wo ich den Tag mit Brotbacken, Essenkochen und Küche-fertig-Einräumen verbracht habe.

Weil…..manchmal vergesse ich, wie gut sich das anfühlt, Korn zu mahlen, Teig zu kneten und ihn dann stundenlang zu betüddeln, frisches Gemüse und Obst zu schnippeln, in meinen Gewürzen zu schwelgen und am Ende bei Tisch satte, zufriedene Menschen sitzen zu haben.

Manchmal denke ich, Hausarbeit und Haushaltsführung sollte ich quasi „nebenher“ wuppen können, weil „das bißchen Arbeit“, richtig? Falsch. Die Entwertung meiner eigenen Arbeit und Leistung ist Teil meiner kPTBS. Ein Teil, der total tückisch sein kann, denn egal, wie sehr ich mich anstrenge, es ist natürlich nie genug. Das Spielchen kann ich auch bis zum körperlichen und mentalen Zusammenbruch spielen (was ich schon oft genug getan habe, lernfähig, wie ich bin *hüstel*), was mich dann in eine unangenehme Abhängigkeit von anderen treibt (die dann meine Aufgaben übernehmen müssen).

Gerade jetzt also, wo ich am Küchentisch sitze, auf dem Herd ein Massaman Curry brodelt und der Duft von Basmatireis vom Reiskocher aufsteigt, da will ich kurz innehalten und mir bewußt machen, wie wertvoll das hier ist. Das, was ich hier tue.

Ich will mir auch ins Bewußtsein rufen, daß ich soviel mehr kann, als ich selbst oft denke. Klar, irgendwo da draußen gibt es Unversehrte, die das, was ich tue, und einen Vollzeitjob unter einen Hut kriegen ohne zusammenzubrechen (Respekt!), aber für mich ist das alles hier eine große Leistung.

Ich glaube, dafür habe ich mir eine Belohnung verdient. Frisches Brot mit Mozzarella und gegrilltem grünen Spargel nachher in der Halbzeit klingt gut…

Liam, 18.06.2016, 17:15 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Housekeeping,PTBS | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

Speiseplan #75

In diesen Mittjahreswochen habe ich wie immer um diese Zeit so viele Termine, daß das Kochen und das Ausprobieren von neuen Rezepten ein wenig auf der Strecke bleibt. Bin trotzdem stolz darauf, auch in solchen Streßzeiten jeden Tag etwas Vernünftiges auf den Tisch zu bringen.

  • Samstag: Massaman Curry, dazu Basmati (vegan)
  • Sonntag: Spargel mit Salzkartoffeln und Hollandaise (vegetarisch)
  • Montag: Staudenselleriegratin, dazu Kartoffelpüree und Würstel (vegetarisch)
  • Dienstag: Nudelgratin mit Lauch (vegetarisch)
  • Mittwoch: Burger (vegan)
  • Donnnerstag: Brennesselsuppe (vegetarisch)

Falls es zeitlich hinhaut, würde ich am Wochenende auch gern mal wieder ein echtes Brot backen. Toast ist mal ok, aber mir fehlt gutes Brot…

Liam, 16.06.2016, 18:48 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Der Samstag war durchwachsen und abends hat es geregnet, bei Sonnenschein und mit Doppelregenbogen. Der Sonntag fing grau und trocken an, später wurden wir – allerdings unterwegs – von starken Regenfällen überrascht. Abends dann wieder Sonnenschein und Regen zusammen, inclusive Regenbogen.

[Gemacht] Am Samstag haben wir nach dem Frühstück damit begonnen, unsere neue Küche einzuräumen. Im Moment haben wir viel mehr Platz als Dinge, so daß ich demnächst ein paar eingemottete Schätzchen aus dem Keller hochholen kann. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit meiner Pastamaschine, diversen Kochbüchern und meinen Crème brûlée Förmchen 🙂 Abends haben wir gegrillt, anschließend war ich mit meinem Mann bei zwei Bücherschränken. Später haben wir noch einen Film geguckt und ich habe gelesen. Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück Richtung Schwarzwald aufgebrochen. Eigentlich wollten wir uns das Kloster Hirsau angucken, aber als wir dort waren, schüttete es wie aus Kübeln und obendrein war Mittelaltermarkt. Also sind wir kurzentschlossen weitergefahren, haben unterwegs Erdbeeren gepicknickt und uns herrliche Landschaften angeguckt. Jetzt gleich gucken wir noch Fußball.

[Crafts’n’Arts] Ein bißchen photographiert.

[Garten] Außer Gießen gab es nichts zu tun.

[Gesportelt] Ein bißchen geradelt, immer noch schön vorsichtig wegen Verletzung.

[Gehört] Caladan Brood. Bham Bham Hara. Deine Lakaien. Wovenhand. The Crüxshadows.

[Gelesen] Pollmer/Keckl/Alfs: Don’t Go Veggie.

[Gesehen] Ich bin dann mal weg. Fand die Verfilmung gelungen. Tremors. So ein bißchen 90er-Trash muß!

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee, Cola.

[Gegessen] Falafel. Beim Grillen: Gemüsespieße (besonders lecker: Champignons mit Bananen und Harissa), tatsächlich grillbare vegane Würstel (die meisten werden irgendwie dröge) und Tabouleh. Erdbeeren.

[Gedacht] Bei tumblr bin ich über einen Satz gestolpert, der mich nachdenklich gemacht hat. Ich glaube, ich kann das jetzt nicht so pointiert wiedergeben, jedenfalls ging es sinngemäß darum, daß ein männlicher Autor seiner Verwirrung hinsichtlich weiblichen Verhaltens Ausdruck verleihen wollte. Er schrieb, Frauen verlangen von Männern, daß sie sie nicht als Objekte sehen – und dann seien Social Media Apps wie tumblr, instagram und fb voll von Selfies von Frauen, die sich selbst Hundeohren und -schnauzen mit heraushängender Zunge mittels Photo-App ankleben.

[Gekauft] Erdbeeren und Spargel.

[Spirituelles] Ach je. Nee.

[Ausblick auf die nächste Woche] Viel zuviele Termine, eigentlich jeden Tag.

Liam, 12.06.2016, 18:57 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #74

Diesmal gibt’s:

  • Samstag: Grillen (vegetarisch)
  • Sonntag: Spargel, Salzkartoffeln und Hollandaise (vegetarisch)
  • Montag: Pasta mit Lecso (omnivor)
  • Dienstag: Brennesselsuppe (vegetarisch)
  • Mittwoch: Spargel, Salzkartoffeln und Hollandaise (vegetarisch)
  • Donnerstag: Riesenbohnengratin mit Rösti (vegan)
  • Freitag: Chorizo-Carbonara, dazu Salat (omnivor)
Liam, 10.06.2016, 12:09 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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