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Archiv: Mittwoch, 1. Juni 2016

Bücher im Mai

Im Mai hatte ich nicht viel Gelegenheit zum Lesen wegen Kurzurlaub, Wohnzimmerboden und Küche. Daß es dann doch drei Bücher geworden sind, hat mich überrascht 🙂

  1. Jim Thompson: In die finstere Nacht. Aus der Bibliothek. Ich habe das Buch mitgenommen, weil es als „Noir-Thriller“ angepriesen wurde und weil Thompson angeblich so fabelhaft schreibt. Ich nehme an, das hat er auch getan, als das Buch erschien. 1953. Für den Leser von heute erschließt sich die Story nicht so wirklich. Es geht um einen kleinwüchsigen, todkranken Serienkiller, der in einem kleinen Ort einen Kronzeugen erledigen soll. Dazu kommt er gar nicht, weil sämtliche Figuren um ihn herum merkwürdig agieren, und er selbst immer paranoider wird und dabei das Offensichtliche übersieht. Am Ende wird er auch noch paranoid und psycho, so daß der Schluß komplett in Gefasel absäuft. Ziemlich scheußlich, und ich bin überrascht, daß Heyne das Buch überhaupt verlegt hat.
  2. Sylvia Deuse: Jakobsweg auf der Via de la Plata. Bücherschrankfund. Die Autorin beschreibt ihre Pilgerfahrt mit dem Fahrrad von Sevilla nach Santiago. Das Buch hat mich insofern enttäuscht, als daß ich mir mehr Einblicke in innere Prozesse und weniger Wegbeschreibungen gewünscht hätte. Hätte das Buch noch Kartenmaterial geboten, wäre es ein perfekter Reiseführer geworden. Und das interessiert mich persönlich halt nicht so. Wird also wieder ausgesetzt.
  3. Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Bücherschrankfund. Das Buch skizziert Leben und Wirken von Gauß und Humboldt bis etwa zu ihrem 60. Lebensjahr. Mir hat es gut gefallen, weil es durchaus ironisch und urkomisch ist. Das Ende habe ich offenbar ganz anders gelesen als die meisten anderen (zumindest nehme ich das anhand der Rezensionen an), aber egal. Wird wieder ausgesetzt.
Liam, 01.06.2016, 13:28 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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