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Archiv: August 2016

Paßwortgeschützte Jakobsweg-Einträge

Vor kurzem habe ich davon geschrieben, daß ich im kommenden Jahr nach Santiago de Compostela pilgern werde. Im Vorfeld wird es hier ein paar Einträge über diese Reise geben, von denen manche paßwortgeschützt sein werden. Falls Du diese gern lesen möchtest, kannst Du mir eine E-Mail an william[at]gruener-mann[.]de schicken und das Paßwort anfordern. Falls wir uns noch nicht kennen sollten, schreib mir doch bitte dazu, wie Du auf mein Blog aufmerksam geworden bist und warum Dich die Pilger-Artikel interessieren. Bist Du selbst schon einmal nach Santiago gegangen oder möchtest das noch tun? Oder findest Du so eine Reise einfach spannend?

Liam, 09.08.2016, 10:45 | Abgelegt unter: Spirit & Verse | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Samstag war es ganz angenehm, Sonntag war wärmer und daher für mich nicht so toll.

[Gemacht] Dieses Wochenende war ich irgendwie angeschlagen und hatte mir den Magen verkorkst. Samstag haben wir früh gefrühstückt und während mein Mann in den Baumarkt gefahren ist, habe ich gelesen. Später haben wir gehaushaltet und sind nachmittags mit dem Sohn nach Durmersheim gefahren, wo wir eigentlich auch in den Biergarten wollten – der Betriebferien hatte. Also sind wir über einen Umweg wieder heim gefahren. Ich habe gekocht, während mein Mann Brot gemacht hat. Später habe ich auf der Terrasse gesessen und gemalt, gelesen und ein bißchen am Rechner getüdelt. Außerdem habe ich am Abend noch den ersten Teil des Spanischkurses abgeschlossen. Sonntag bekam ich gleich beim Frühstück Migräne, so daß ich mich direkt wieder ins Bett verkrochen habe und bis zum Abend nichts weiter gemacht habe als gekocht und gespült. Toller Sonntag so. Mal sehen, vielleicht raffe ich mich nachher noch zu irgendwas auf…

[Crafts’n’Arts] Tagebuch gemalt. Ich kann überhaupt keine Menschen malen, aber das hält mich nicht mehr davon ab 🙂

[Garten] Habe die Zucchini von totem Laub und ein paar Schnecken befreit. Die Viecher müssen surfen können, anders kann ich mir nicht erklären, wie sie es immer wieder über die Wasserbarriere schaffen… Habe ein paar Auberginen geerntet und entdeckt, daß meine Ghost Peppers riesig geworden sind.

[Gesportelt] Hätte ich sehr gern, aber ich habe mich dazu zu krank gefühlt.

[Gehört] Shape Of Despair. Meditationsmusik.

[Gelesen] Jakobswegkram.

[Gesehen] Zwei Folgen von The Quest.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola.

[Gegessen] Nicht besonders viel…

[Gedacht] Kein Wunder, daß Pilgern gerade ein Thema ist.

[Gekauft] Ein Headset.

[Spirituelles] Ich habe wieder mit regelmäßiger Zen-Meditation angefangen. Tut mir total gut.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich muß zum Zahnarzt und habe auch sonst eine Menge Termine 🙁

Liam, 07.08.2016, 19:35 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #82

  • Donnerstag: Pasta mit Lecso (omnivor)
  • Freitag: Zwiebelsuppe, dazu Green Goddess Salat (vegetarisch)
  • Samstag: gratinierte, gefüllte Pfannkuchen (vegetarisch)
  • Sonntag: Roasted Potatoes mit Tomaten, dazu Bratfisch (omnivor)
  • Montag: indische Tomatensuppe, dazu Baguette (vegan)
  • Dienstag: Kohlrabisuppe mit Linsen (vegan)
  • Mittwoch: Gemüsekuchen (vegetarisch)
Liam, 04.08.2016, 21:35 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Bücher im Juli

Im Juli hatte ich einen guten Lesefluß und es sind direkt ein paar mehr Bücher geworden.

  1. Ewald Weber: Das kleine Buch der botanischen Wunder. Aus der Bibliothek. In 21 unterhaltsam geschriebenen Kapiteln nimmt Weber den Leser auf eine spanende Exkursion ins Reich der Pflanzen mit. So lernt man die größte einzellige Pflanze und die faszinierenden Kannenpflanzen kennen, lernt etwas über im Dunkeln leuchtende Venusfliegenfallen und die Flughöhe von Samen und darf sich über parasitäre Pflanzen und eine Palme mit Nabelschnur wundern. Hat mir total gut gefallen, kann ich nur empfehlen.
  2. Carmen Mayr: Köstliche Wildpflanzen und Beeren. Selber finden, achtsam sammeln, ganzjährig genießen. Aus der Bibliothek. Das Buch gliedert sich in vier Teile. Zunächst stellt Mayr das dar, was sie unter „natürlicher Ernährung“ versteht, porträtiert im Anschluß einige heimische Wildpflanzen, dann gibt es eine Übersicht über die gängigen Konservierungs- und Zubereitungsmethoden für Wildpflanzen und zuletzt folgt ein großer Rezeptteil. Die Rezepte sind mehr oder weniger vollwertig (in der Vollwertbewegung gibt es ja durchaus die Diskussion, ob Crème fraîche oder Schmand noch als vollwertig gelten, aber ok).  Das fand ich klasse. Gut gefallen hat mir auch die gesamte Aufmachung des Buches, insbesondere die Photos von Ulla Mayer-Raichle. Was mir persönlich nicht so zugesagt hat, war die leicht eso-hafte Stimmung, die im gesamten Buch mitschwingt…ist vermutlich beabsichtigt, spricht mich aber halt nicht an. Außerdem gab es ein paar Schnitzer bei den als vegan gekennzeichneten Rezepten, weil Honig, Sahne und Butter halt nicht vegan sind. Viele Rezepte sind mir persönlich zu aufwendig – ich mag zwar gutes, wildes Essen, aber ich mag es schnell und einfach. Glaube auch, daß schnell und einfach mehr Leute zum Nachkochen inspiriert als kompliziert und aufwendig. Alles in allem ein schönes Buch, aus dem ich jedoch nichts nachkochen werde und das ich auch nicht besitzen muß.
  3. Hans-Ulrich Grimm: Die Kalorienlüge – wie uns die Nahrungsindustrie dick macht. Aus der Bibliothek. In dem Buch berichtet Grimm über Substanzen, die in der industriell verarbeiteten Nahrung eingesetzt werden und die hormonähnliche Wirkung haben. Mit dem Effekt, daß immer mehr Menschen immer dicker werden. Neue Erkenntnisse vermittelt der Autor nicht, andererseits denke ich, daß es wichtig ist, daß das Thema endlich mal in der Mitte der Gesellschaft ankommt.
  4. Margret Merzenich und Erika Thier: Brot backen. Traditionelles aus dem Holzbackofen. Ursprünglich hatte ich mir das Büchlein aus der Bibliothek geliehen, aber weil ich so begeistert war, habe ich es mir auch noch gekauft. Rein optisch ist das Buch nicht besonders auffällig. Eher kleinformatig mit wenigen Bildern und modernes Layout gibt es auch nicht. Aber nach den Informationen, die die beiden Autorinnen hier teilen, kann man lange suchen! Beide backen sie in einem Holzofen und teilen ihre Erfahrungen, gehen auf die Tradition des Backens vor allem in Württemberg ein, erklären den Aufbau und den Betrieb von Holzöfen und bieten eine Fülle an interessanten Rezepten. Schnelle „no knead“-Hefebrote, wie sie gerade modern sind, gibt es hier nicht, dafür jede Menge Inspiration für alle, für die Backen Handwerk, Kunst und Herzenssache ist. Bin total begeistert von diesem Buch und hoffe, es wird noch lange aufgelegt!
  5. Stephan Orth: Couchsurfing im Iran – meine Reise hinter verschlossene Türen. Aus dem Bücherschrank. Der Journalist Orth hält sich für über 60 Tage im Iran auf und lernt beim Couchsurfen eine Menge Leute kennen, von denen die meisten die Gesetze der Mullahs auf die eine oder andere Weise umgehen. Das Buch ist wunderbar. Ich lese sowieso gern Reiseberichte, noch dazu wenn sie so lebendig und lustig, dabei aber auch tiefgründig und nachdenklich verfaßt sind. Sehr empfehlenswert. Wird wieder ausgesetzt.
  6. Marius Jung: Moral für Dumme. Das Elend der politischen Korrektheit. Aus der Bibliothek. In dem Buch widmet sich Jung zusammen mit seinem Co-Autor Oliver Domzalski der Sprachverhunzung im Zuge der politischen Korrektheit. Das Buch versteht sich als Satire, aber ehrlich gesagt finde ich, daß die beiden einfach nur aussprechen, was eh eine Tatsache ist: daß man sich kaum mehr traut, Texte zu verfassen, weil es gang und gäbe geworden ist, die Form über den Inhalt zu stellen, daß der Versuch, alle Minderheiten beim Formulieren miteinzubeziehen einfach nur ein unsägliches Sprachchaos verursacht und daß sich vor lauter Betroffenheit und „Awareness“ viel zu viele Leute ins Höschen machen. Zwei meiner Lieblingszitate: „Warnschilder, Textänderungen und Weichspülbegriffe umgeben uns wie eine allgegenwärtige Gummizelle. […] Unter Erwachsenen (naja…) hat sich die „Triggerwarnung“ inflationiert. Zur Erläuterung: Ein „Trigger“ ist ein Auslöser für die schmerzliche Erinnerung an eine traumatisierende Situation. Der Begriff wurde bis vor einigen Jahren nur im Zusammenhang mit „posttraumatischer Belastungsstörungen“ aufgrund „schwerer seelischer oder körperlicher Verletzungen“ verwendet. Mittlerweile haben ihn sich verhuschte Sensibelchen geschnappt, um ihre Überempfindlichkeit gegen das aufzuwerten, was man da draußen als „das Leben“ bezeichnet, und sich als Opfer fühlen zu können. Sollen die tatsächlich Traumatisierten doch sehen, wo sie einen neuen Begriff herbekommen.“ (S. 26). Und: „Manchmal wirkt es so, als sei die Politische Korrektheit einfach nur die Rückkehr der prüden Etepetete-Moral adliger alter Schachteln des 19. Jarhunderts: „Das macht man nicht. Das sagt man nicht. Über Unangenehmes wird einfach nicht gesprochen – dann geht es vielleicht weg“. Aber Themen, über die man nicht spricht, verschwinden nicht.“ (S. 113). Besonders gut hat mir das Buch übrigens deshalb gefallen, weil ich selbst zu der einen oder anderen Randgruppe gehöre, die unter der Politischen Korrektheit der neuen Moralapostel leidet 😉 Fazit: unbedingt lesen.
  7. Günther Weber und Dieter Ott: Gut Brot will Weile haben – Der Bäcker vom Lorettohof und seine besten Rezepte. Aus der Bibliothek. Das Buch beschreibt den Lebensweg von Günther Weber, der zusammen mit seiner Frau den Lorettohof am Rande der Schwäbschen Alb führt. Dort gibt es Holzofenbrot und Ziegenkäse zu kaufen. Der Leser erfährt, was ein gutes Brot braucht, und warum sich Weber dafür entschieden hat, wieder im traditionellen Holzofen zu backen. Ein Rezeptteil rundet das Buch ab. Insgesamt hat mir die Lektüre sehr gefallen. Das Einzige, was ich schade fand, ist, daß die Rezepte für recht große Mengen (jeweils 4 kg Brot bzw. rund 20 Brötchen/Backstücke) und für den Holzbackofen ausgelegt sind. Zwar könnte man jetzt rumexperimentieren, aber dazu habe ich ehrlich gesagt nicht die Lust. Schön zu lesen, aber kein Must Have.
Liam, 01.08.2016, 20:50 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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