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Archiv: September 2016

¡Adiós a mis lectores benévolos!

Bin heute gefragt worden, wie mein Sommer war. Dabei sind mir zwei Sachen klar geworden: ich kann Hitze nicht mehr ausstehen und ich habe auf meinem Blog kein Wort darüber verloren, wie mein Sommer war. Oder irgendwas anderes.

Dieses Blog hier war der Versuch, mir einen neuen Raum zu erschließen, von dem ich dachte, ich wüßte schon ungefähr, wie er aussähe. Das war falsch. Der neue Raum, den ich in mir selbst und in meinem Leben entdeckt habe, ist viel größer, bunter und interessanter als ich je zu hoffen gewagt hätte.

Mir ist klar geworden, was mir hier sehr gefehlt hat: freier Flow und Offenheit beim Schreiben. Beides mochte sich aber nicht einstellen, weil ich mit meinem alten Blog und mit dem, was mit ihm verknüpft war, innerlich nicht fertig war. Ich war zutiefst verletzt von der Reaktion von „Freundinnen“ auf mein Coming Out und von der ausgebliebenen Reaktion darauf, als ich dieses Blog von heute auf morgen einfach schloß (danke, Mo, daß Du als Einziger nachgefragt hast, das hat mir wirklich viel bedeutet).

Inzwischen ist mir klar geworden, daß das die Dinge lediglich geklärt hat. Ich bin absolut frei in mein neues Leben reingetanzt und brauchte auch erstmal Zeit, mich darin umzuschauen und einzurichten. In genau dieser Zeit hat mich dieses Blog hier begleitet. Nur hat sich eben gezeigt, daß ich nicht hier bleiben kann, weil ich innerlich längst weitergegangen bin und sehr nach freiem Schreiben hungere.

Deshalb möchte ich mich bei meinen Lesern für’s Reingucken bedanken. Schade, daß ich so wenig von Euch gehört habe – das wäre spannend gewesen. Macht’s gut.

¡Gracias por me leer y adiós!

Liam, 12.09.2016, 23:53 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Zu heiß. Stirb, Sommer, stirb!

[Gemacht] Leider nicht viel. Mal abgesehen davon, daß das Wetter mich ausgeknockt hat, habe ich gerade mal wieder eine Verletzung, die mich davon abhielt, groß aktiv zu werden. Habe also viel Spanisch gelernt, jede Menge YouTube geglotzt (auch auf Spanisch^^), Hörbuch gehört und die Tage vertrödelt. Abends waren wir dafür immer mal kurz raus und haben Eis gefuttert.

[Crafts’n’Arts] Ich habe zwei Quilts zusammengefaltet 🙂

[Garten] Ich konnte die ersten Chilis ernten: zwei Thai, mehrere kleine Carolina Reaper und eine Habanero. Yeeeh! ♥

[Gesportelt] Freies Krafttraining.

[Gehört] Linda Castillo: Die Zahlen der Toten. Eine Polizeichefin amischer Herkunft sieht sich nach einer langjährigen Pause mit Morden konfrontiert, die einer Mordserie aus den 90ern ähneln. Nur daß sie glaubt, den Mörder damals erschossen zu haben. Bisher gefällt mir das Hörbuch richtig gut, zumal es die ungekürzte Version ist.

[Gelesen] Hier und da ein wenig, aber nicht wirklich engangiert. Wie ich schon schrieb: seit ich Spanisch lerne, komme ich nicht zum Lesen…

[Gesehen] Magic in the Moonlight. Der Illusionist Stanley soll eine Spiritistin als Scharlatanin entlarven und verliebt sich dabei in sie. Mir hat der Film gefallen, war „easy watching“ mit netten Bildern aus Südfrankreich und schöner Musik aus den 20ern.

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola.

[Gegessen] Neben den Plansachen: richtig tolles, veganes Fruchteis (Blutorange, Orange-Ingwer, Limette-Minze) von einer neuentdeckten Eisdiele. Selbstgebackene Brötchen. Lakritz. Und die fabelhafteste Linsensuppe aller Zeiten.

[Gedacht] Encore une fois.

[Gekauft] Nix.

[Spirituelles] Ich glaube, diese Kategorie kann ich mal streichen.

[Ausblick auf die nächste Woche] Mal sehen, was die Verletzung so zuläßt…

Liam, 11.09.2016, 17:10 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Speiseplan #86

Diese Woche probieren wir ein paar neue Rezepte aus.

  • Donnerstag: Pilzsuppe mit Reis (vegetarisch)
  • Freitag: Pellkartoffeln, Sojakräuterquark, Bratfisch und Röstmöhren (omnivor)
  • Samstag: Bohnenburger, Vollkornbrötchen und gegrillte Maiskolben (vegetarisch)
  • Sonntag: Linsen-Chorizo-Eintopf (omnivor)
  • Montag: griechisches Huhn mit Couscous-Salat (omnivor)
  • Dienstag: auswärts essen
  • Mittwoch: Pasta Carbonara mit Erbsen, dazu Salat (omnivor)
Liam, 07.09.2016, 21:15 | Abgelegt unter: Fruit & Root,Speisepläne | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

WochenendRückblick

[Wetter] Samstag war es fies heiß und feucht, dafür hat es sich am Sonntag toll abgekühlt, mit Regen.

[Gemacht] Samstag waren mein Mann und ich mal wieder im Elsaß unterwegs. Haben uns die schöne Gegend angeguckt, sind mit der Fähre gefahren und waren in zwei Supermarchés. Nach dem Einkauf sind wir noch ein bißchen durch Frankreich gejöckelt und wieder Fähre gefahren (dabei haben wir festgestellt, daß französische Fähren im Gegensatz zu den deutschen nix kosten, was wir gar nicht wußten). Abends hatte ich meine erste Verabredung zum Skypen auf Spanisch und bin glorios gescheitert. Vor allem daran, daß mein Gegenüber ein Muttersprachler war, der sehr schnell gequatscht hat. Hätte ein Zimmer bei ihm reservieren können, aber im entscheidenden Moment sind mir auch keine Vokabeln mehr eingefallen *lol* Dafür war er sehr nett und hat mir versichert, dafür, daß ich erst seit einem Monat Spanisch lerne, sei das schon ganz hervorragend. Später haben wir noch einen Film geguckt und ich habe im Netz gelesen. Sonntag habe ich nach dem Frühstück Sport gemacht, den Nachmittags verschlumpert, abends dann gekocht. Später waren wir noch am Bücherschrank und haben einen wieder daheim einen Film geguckt. Ganz spät habe ich Spanisch gelernt und jetzt einen Knoten im Frontallappen.

[Crafts’n’Arts] Ich habe unterwegs aquarelliert. Derzeit versuche ich, Bilder in maximal 15 Minuten fertig zu haben, damit sie einen tagebuchartigen Charakter bekommen – das ist ganz schön schwer…

[Garten] Eigentlich mußte ich dieses Wochenende nur ein bißchen die Chilis gießen, die immer roter und reifer werden.

[Gesportelt] Hanteltraining und radeln.

[Gehört] Den Buena Vista Social Club Soundtrack. Und Linda Castillo: Die Zahlen der Toten.

[Gelesen] Nur ein paar Zeilen.

[Gesehen] Finding Vivian Meier. Einen Trailer dazu gibt’s hier. Außerdem mal wieder The Full Monty – zum Schreien komisch!

[Getrunken] Wasser, schwarzen Tee und Cola.

[Gegessen] Abgesehen von den Plansachen: frische Vollkornbrötchen. Baguette mit Tomatenpesto. Oliven. Käse. Einen Kaffeelolli. Erdnüsse. Obst.

[Gedacht] Obwohl ich weiß, daß ich nach vier Wochen nicht perfekt Spanisch verstehen muß, verdaue ich die Skype-Erfahrung nur schwer. Ich fühle mich, als könnte ich rein gar nichts, dabei kann ich schon Kochvideos angucken und verstehe dabei auch durchaus, was gesagt wird. Was sagt mir das? PTBS läßt grüßen…

[Gekauft] Vegane (=milchfreie) Schokokrossies. Vinaigrette. Tabouleh.

[Spirituelles] Gedanken über’s Pilgern.

[Ausblick auf die nächste Woche] Nicht wenige Termine, aber eigentlich freue ich mich auf alle.

Liam, 04.09.2016, 23:32 | Abgelegt unter: Wochenendrückblicke | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Bücher im August

Dieser Monat war etwas durchwachsen. Bis ungefähr Mitte August habe ich es geschafft, fast täglich zu lesen, aber dann hat Spanisch die meisten Kapazitäten und Speicherplätze in meinem Gehirn belegt. Das führte dazu, daß ich abends oft einfach nur noch matt YouTube-Videos glotzen wollte anstatt zu lesen. Daß Lesen gerade etwas unwichtiger ist, merke ich auch daran, daß mein Bücherstapel ungewöhnlich klein ist – nur so sechs Bücher in der Warteschleife.

  1. Bruder Jakobus: Der Weg zu Dir selbst. Das kleine Buch des Pilgerns. Aus der Bibliothek. Der Dominikanermönch Bruder Jakobus pilgert innerhalb von zehn Jahren den Weg von Stuttgart/Kloster Beuron nach Santiago abschnittsweise in einer Gruppe. In diesem Buch sind seine und die Eindrücke seiner Mitpilger festgehalten. Ehrlich gesagt hat mir das Buch nicht besonders gefallen, weil ich seinen Aufbau absolut wirr fand. Man wußte nie, wesen Erlebnisse man gerade liest, weil die einzelnen Abschnitte nicht namentlich gekennzeichnet sind. Auch der Weg wird nicht chronologisch dargestellt, es gibt Vor- und Rückblenden, dann wieder wechselt der Erzähler und so weiter. Sehr sperrig und ermüdend zu lesen. Schade, die Idee fand ich nämlich super.
  2. Egle, Hoffman, Joraschky (Hg.): Sexueller Mißbrauch, Mißhandlung, Vernachlässigung. Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Streßerfahrungen. Aus der Bibliothek. Das Buch zu lesen war in jeder Hinsicht sperrig, dennoch bietet es einen guten Überblick über das komplexe Thema.
  3. Zoran Perowanowitsch: Pilgern auf dem Jakobsweg – Die Suche nach der Quelle des Christentums. Aus der Bibliothek. Das Buch hält nicht, was sein Titel verspricht, denn eigentlich ist es ein Jakobswegbericht wie viele, abgesehen davon, daß er wirklich trübsinnig ist und stimmt. Mehr gibt’s eigentlich nicht zu sagen.
  4. Winfried Hille: Der innere Jakobswegs – Sieben Schritte zu mir selbst. Aus der Bibliothek. In diesem Buch geht es sozusagen ums innere Pilgern. In sieben Kapiteln, die jeweils mehrere Übungen und Anregungen beinhalten, wird der Leser auf den inneren Jakobsweg geführt. Zentrale Frage ist: was macht mich glücklich, was ist meine Lebensaufgabe und wie will ich mein Leben gestalten? Das Buch hat mir ganz gut gefallen, allerdings merke ich auch, daß bestimmte Aspekte, Fragen und Übungen für mich als Mensch mit PTBS ein wenig…merkwürdig und absurd sind. Alles in allem finde ich das Buch eine gute Anregung für alle, die sich auf den Weg machen wollen, ohne zu wandern 🙂
  5. Amy Brill: Die Frau, die Sterne fing. Aus der Bibliothek. Hannah Gardner Price, die Mitte des 19. Jahrhunderts auf Nantucket lebt, wird von ihrem Vater in Astronomie unterrichtet und träumt davon, einen Kometen zu entdecken. Eines Tages steht der Matrose Isaac vor ihrer Tür, der von ihr in Navigation unterrichtet werden möchte. Als sich zwischen der Quäkerin und dem Mann von den Azoren eine zarte Liebesgeschichte entwickeln will, werden sie von ihren Lebensumständen getrennt: Isaac fährt mit einem Walfänger auf See und Hannah entdeckt tatsächlich einen Kometen, was sie berühmt macht und ihr zu Ansehen und Erfolg verhilft. Amy Brill hat ihre Figur Hannah auf Grundlage des Lebens und Wirkens von Maria Mitchell, der ersten amerikanischen Astronomin, entwickelt. Romane lese ich ja doch eher selten, aber diesen habe ich sehr gemocht, wenngleich für mich viele Emotionen und Entscheidungen Hannahs nicht nachvollziehbar waren. Ein interessantes Buch, das mit einem Ende aufwartet, das ich nicht habe kommen sehen.
  6. Silvia Fuller: Eine Frau allein auf dem Jakobsweg. Aus der Bibliothek. Die Autorin schildert in ihrem Buch in nicht-chronologischer Reihenfolge Begebenheiten und Begegnungen von ihrem Jakobsweg, den sie 2010 gegangen ist. Besonders interessant fand ich dabei, daß sie den Camino del norte, den Camino Lebaniego und den Camino Primitivo bis nach Santiago und weiter nach Finisterre gegangen ist, also die eher unbekannten Strecken. Das Buch liest sich wunderbar. Fuller schreibt äußerst sympatisch und lebendig. Das Einzige, was mir leidtat, war, daß das Lektorat nicht so gut war. Das Buch kann ich dennoch sehr empfehlen.
  7. Albrecht Rissler: Zeichnen – Tipps für Kreative. Aus der Bibliothek. Auf jeder Doppelseite gibt Rissler einen Tip für Zeichner, insgesamt über 110. Das Buch hat mir gefallen, weil es auch ein paar Dinge nennt, die ich bisher nicht probiert habe, wie etwa das Malen mit Pflanzenteilen. Gleichzeitig war das Buch – wie die meisten zu dem Thema, sieht man mal von „Mut zum Skizzenbuch“ von Felix Scheinberger ab – total entmutigend. Schon klar, wer seit dreihundert Jahren zeichnet und das auch durchzieht, kann das einfach, aber das hat irgendwie nix mit mir zu tun. PTBS-Baustelle, kein Fehler vom Buch.
Liam, 02.09.2016, 10:49 | Abgelegt unter: Book & Silverling | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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