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Bücher im April

Im April fiel mir das Lesen leider nicht so leicht wie noch im März. Ich habe oft nur ein paar Zeilen gelesen, wenn überhaupt.

  1. Jan Grossarth: Vom Land in den Mund – warum sich die Nahrungsindustrie neu erfinden muß. Aus der Bibliothek. In kurzen Kapiteln beleuchtet Grossarth den Widerspruch zwischen dem als gut gelobten Biolandbau, der als böse verschrienen Lebensmittelindustrie und den Anforderungen der modernen, überbevölkerten Gesellschaft. Was mir gut gefällt, ist, daß der Autor hier ein sehr vielschichtiges Portrait komplexer Zusammenhänge bietet, das sich unterhaltsam liest und einen dennoch nachdenklich und irgendwie ein bißchen schlauer zurückläßt. Was mir nicht einleuchtet, ist, daß das schmale Bändchen 18 € kostet, denn es wäre durchaus wünschenswert, daß mehr Menschen es läsen…
  2. Tom und Lauri Holmes: Reisen in die Innenwelt – der Selbsterfahrungs-Guide in Bildern. Aus der Bibliothek. Wir alle bestehen aus vielen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen, von denen in unterschiedlichen Momenten verschiedene im inneren „Wohnzimmer“ auftauchen und dort miteinander agieren. Da wären z.B. der Multitasker, der innere Antreiber, das innere Kind und das „Genußschwein“. Das Buch versucht, unsere innere Dynamik zu erklären und dabei zu helfen, bestimmte Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern. Ich muß gestehen, daß ich mit dem Buch nicht viel anfangen konnte. Zum einen weil es populärwissenschaftlich verfaßt ist und mir daher zig wichtige Informationen fehlen (klar, es soll ja gerade möglichst einfach zu lesen sein), zum anderen weil ich ein massives Problem damit habe, daß der Genuß-Anteil als „Genußschwein“ bezeichnet wird. Da sich das durch das ganze Buch zieht und mir permanent mit seiner latent mitschwingenden Entwertung auf den Keks geht, konnte ich mich nicht voll auf den Inhalt einlassen. Ganz ausgeklinkt habe ich mich dann beim letzten Kapitel, das sich der Verbindung von Spiritualität und inneren Anteilen widmet. Not my cup of tea.
  3. Rae Spoon & Ivan E. Coyote: Goodbye Gender. Das Buch ist das textgewordene Bühnenprogramm „Gender Failure“ der beiden und ist im Grunde eine Sammlung von Texten rund um das Thema Gender. Gefallen hat es mir, weil die enthaltenen Geschichten nachdenklich, lustig, absurd und manchmal auch traurig sind. War unterhaltsam und schnell zu lesen, allerdings glaube ich, daß mir gerade solche auf genderkorrekte Sprache fokussierten Bücher im englischen Original besser gefallen würden. Beim nächsten Mal.

Reingelesen habe ich noch in andere Bücher, aber da ich sie nicht beendet habe, zähle ich sie hier auch nicht auf.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 1. Mai 2016 und wurde abgelegt unter "Book & Silverling". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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