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Bücher im Februar

Der Februar war für mich ein wirklich harter Monat, der mich mit vielen alten Problemen konfrontierte, auf die ich stark körperlich reagierte. Oft ging es mir so schlecht, daß ich nur vorm Rechner oder Fernseher den Tag irgendwie rumzukriegen versuchte. Da ich zum Lesen einen freien Geist brauche, ist die Liste entsprechend kurz:

  • Tom Rob Smith: Kolyma. Das ist sozusagen die Fortsetzung von „Kind 44“, welches ich im Januar gelesen habe. Leo Demidow wird von einer Frau, die er einst verhaftet hat, durch die Entführung seiner Adoptivtochter dazu gezwungen, ihren in Kolyma internierten Mann zu befreien. Die Männer im Gulag finden allerdings heraus, daß er ein ehemaliger MGB-Agent ist. Und dann stellt sich auch noch heraus, daß die Ehefrau ganz andere, undurchsichtige Ziele verfolgt… Mir hat das Buch gut gefallen, allerdings ist Rußland zwischen 1912 und 1953 auch ein Steckenpferdthema von mir. Wie glaubhaft die Geschichte und ihre Figuren sind, sei mal dahingestellt – spannend zu lesen war das Buch allemal und ich werde mir sicher auch den dritten Leo-Demidow-Roman kaufen.
  • Luise Reddemann / Cornelia Dehner-Rau: Trauma heilen. Das Buch versteht sich als praxisorientierter Ratgeber für traumatisierte Menschen. Die Autorinnen erklären, wie Traumatisierungen funktionieren und geben Patienten Strategien und Techniken an die Hand, mit denen die Integration eines Traumas gelingen kann. Mir hat gut gefallen, daß das Buch sehr positiv und optimistisch geschrieben ist und daß es viele praktische Übungen und Tips bereithält.
  • Simon Kernick: Erlöst mich. Bücherschrankfindung. Der Ex-Cop und Auftragskiller Dennis Milne wurde von einem zwielichtigen Geschäftsmann dafür engagiert, die Polizistin Tina Boyd zu erschießen. Diese ist nach Manila gereist, um das Oberhaupt eines Kinderpornorings zu stellen. Milne entschließt sich dazu, Tina nicht zu ermorden, und verbündet sich stattdessen mit ihr. Die Protagonisten Milne und Tina spielen in vielen Büchern Kernicks eine Rolle – für mich war das allerdings der erste Roman, den ich überhaupt von ihm gelesen habe. Rasend inszenierte Geschichte mit einem tragischen Ende. Hat mich super unterhalten. Wird aber wieder ausgesetzt.
  • Sylvia Schneider: Tees zum Wohlfühlen. In dem Buch gibt die Autorin einen Überblick über die Teekultur in China und Japan, in Indien, im Orient und schließlich in Europa. Es findet sich viel Wissenswertes über Heilkräuter und Gewürze inclusive vieler inspirierender Rezepte, die teilweise extra für dieses Buch von Koryphäen der Tibetischen und Japanischen Heilkunde erdacht wurden. Ein wundervolles Buch, kann ich nur empfehlen.
Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 28. Februar 2015 und wurde abgelegt unter "Book & Silverling". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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