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Sirup selbermachen

Wenn ich den Einkaufszettel für unseren Großeinkauf am Wochenende mache und unser Essen für die kommenden Tage plane, gucke ich immer in unsere Vorratsschränke. Ich habe zwar insgesamt einen guten Überblick, aber es hilft mir, keine Vorräte zu horten (wozu ich leider neige), wenn ich mir öfter mal bewußt mache, was alles da ist und was wir verbrauchen müssen. Auf diese Weise habe ich es geschafft, daß wir fast keine Lebensmittel mehr wegwerfen, weil sie schlecht geworden sind.

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Bei meinem üblichen Blick in den Vorratsschrank habe ich neulich eine Tüte Sirupzucker entdeckt, die mein Mann irgendwann mal vom Einkaufen mitgebracht hatte. Den hatte ich völlig vergessen. Mich hat es überhaupt etwas irritiert, daß es sowas wie einen speziellen Sirupzucker gibt. Zutaten: Zucker und Citronensäure. Nun ja. Auf der Packung war ein Rezept für einen Holunderblüten-Zitronen-Sirup abgedruckt. Da es momentan keine frischen Holunderblüten gibt und ich keine getrockneten verwenden wollte, habe ich stattdessen einen Minz-Zitronen-Sirup gekocht.

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Dafür habe ich den Zucker mit der angegebenen Menge Wasser aufgekocht, bis die Mischung klar wurde. Sodann wurde sie über die in feine Scheiben geschnittenen Zitronen und die verlesene Minze gegeben. Das Ganze durfte nach dem Abkühlen 48 Stunden im Kühlschrank ausziehen, wurde dann abgefiltert, einmal aufgekocht und in sterilisierte Flaschen gefüllt.

Ich selbst mag nicht so gern Süßkram, deswegen brauche ich vom fertigen Sirup höchsten mal ein Teelöffelchen voll, aber nachdem mir das Kochen soviel Spaß gemacht hat, habe ich noch andere Sirupe gekocht. Der Erste war ein Pfefferminzsirup mit Minze vom türkischen Supermarkt. Da mir der spezielle Sirupzucker zu teuer war und ich auch nicht ganz einsah, wieso Citronensäure drin sein muß (das Zeug ist immerhin ein Nebenprodukt vom Schwarzschimmel…), habe ich dafür einfach 500 g weißen Zucker mit 350 ml und der Pfefferminze aufgekocht, dann abkühlen und 48 Stunden mazerieren lassen, noch einmal für 3 Minuten gekocht und dann abgefiltert in eine sterilisierte Flasche umgefüllt. Ein Bild habe ich davon nicht gemacht, denn es sah einfach aus wie Gestrüpp in einer klaren Flüssigkeit 😉

Zuletzt habe ich Chai-Sirup gekocht, von dem ich ein Bild zu machen komplett vergessen habe. Das Rezept dafür: 500 g weißen Zucker zusammen mit 350 ml Wasser, einem Stück in dünne Scheibchen geschnittener Ingwerwurzel, 1 TL schwarzem Tee, 1 Bird Eye Chili, 1 Sternanis, 4 cm Zimtrinde, 5 Gewürznelken und 4 grünen Kardamomkapseln (alle trockenen Gewürze im Mörser angestoßen) aufkochen. 3 Minuten kochen lassen, dann abfiltern und in eine sterilisierte Flasche füllen.

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Auf dem Bild von links nach rechts: Minz-Zitronen-Sirup, Chai-Sirup und Pfefferminz-Sirup. Sobald die Wildkräuter weiter sind, würde ich gern einen Spitzwegerich-Sirup und später im Jahr auch einen Holunderblüten- bzw. Rosenblüten-Sirup kochen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 22. März 2015 und wurde abgelegt unter "Fruit & Root". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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