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Bärlauchkapern

Von Bärlauchkapern mache ich pro Saison nicht mehr als ein Glas. Warum? Bärlauch steht nicht unter Naturschutz, doch er ist in weiten Teilen Deutschlands gefährdet bzw. nur selten vorhanden. Ich habe nun das Glück, in Süddeutschland zu leben, wo er sehr häufig vorkommt. Und ich möchte auch, daß das so bleibt. In den letzten Jahren, in denen Wildkräuter durch die vielen Medienberichte wieder populärer geworden sind, wird auch mehr gesammelt. Leider gehen dabei nicht alle Sammler rücksichtsvoll und schonend vor. Einer meiner alten „Bärlauch-Spots“ ist regelrecht verwüstet worden, weil irgendwer die Pflanzen quadratmeterweise samt der Knollen herausgerissen hat. Das macht mich total ärgerlich und ich möchte mich keinesfalls in die Riege dieser „Naturfreunde“ einreihen. Ich sammle also insgesamt nur dort, wo Bärlauch zahlreich ist, und dann auch nur die Menge, die ich selbst verarbeiten und verzehren kann. Mir ist außerdem wichtig, von jeder Pflanze nur ein, maximal zwei Blätter zu ernten, damit sie diesen Verlust verarbeiten kann. Ich werfe nicht ein einziges Blättchen und nicht eine einzige Blüte fort – das hat meiner Meinung nach auch etwas mit Respekt vor der Natur zu tun. Es ist genug da für jedermanns Hunger, aber nicht für jedermanns Gier – oft gehört und doch so wahr!

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Bärlauchkapern stellen also – genau wie Bärlauchsalz – für mich eine Kostbarkeit da. Obwohl Bärlauch eine Zwiebel hat, vermehrt er sich auch durch die Samen, und diese können nur gebildet werden, wenn die Blüten bestäubt werden. Sammelt man also zu viele Blüten, bilden sich zu wenige Samen und der Bärlauch hat weniger Chancen darauf, neue Pflanzen zu bilden bzw. neue Standorte zu besiedeln.

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Das Rezept für die Bärlauchkapern: eine handvoll Bärlauchblüten vorm Aufblühen sammeln und verlesen. Mit 2 TL Salz bestreuen und zwei Stunden ruhen lassen. Dann 400 ml Essig in einem kleinen Topf aufkochen, die Bärlauchblüten dazugeben und einmal kurz aufkochen lassen. Die Knospen abseihen und direkt in ein sterilisiertes Bügelglas geben. Den Essig noch einmal aufkochen lassen, dann über die Kapern gießen. Das Glas verschließen. Mindestens zwei Wochen ziehen lassen. Bärlauchkapern halten sich bis zu ein Jahr lang.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 25. April 2015 und wurde abgelegt unter "Foraging, Fruit & Root". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

1 Kommentar

  1. gruener-mann.de » Bärlauchblütensalz:

    […] ich schon beim Beitrag zu den Bärlauchkapern schrieb, ist auch Bärlauchblütensalz für mich eine wahre Kostbarkeit, von der ich pro Saison nur […]

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