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Ein paar Lieblingskräuter

Da das Thema Wildkräuter inzwischen im Mainstream angekommen ist, gibt es eigentlich genug Bücher und Internetseiten, die helfen, Wildkräuter zu bestimmen, aber ich dachte, ich zeige mal ein paar meiner Lieblingskräuter. Falls Ihr selbst losgehen und foragen wollt, denkt bitte daran, daß Ihr nur Kräuter sammelt, bei denen Bestimmung Ihr Euch zu 100% sicher seid – im Zweifelsfalls laßt ein Pflänzchen lieber stehen, bevor Ihr mit unangenehmen Nebenwirkungen zu tun habt. Denkt bitte auch daran, niemals einen Standort komplett leerzuräubern. Die Pflanzen können sich nur dann vermehren und noch mehr Freunde gewinnen, wenn Ihr ihnen die Chance dazu gebt.

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Das hier ist die Knoblauchsrauke. Ihr Knoblaucharoma ist sehr viel feiner als das des Bärlauchs, weswegen man sie auch gut vertragen sollte, wenn man ansonsten mit dem starken Zwiebelaroma Probleme hat. Die Knoblauchsrauke erkennt man gut an ihren besonders geformten Blättern, die immer versetzt am Stengel stehen. Sie blüht weiß und gibt ein nur leichtes Koblaucharoma ab. Ich verwende sie gern in Salaten, Suppen und Quiches und empfinde sie als sehr mild.

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Gundermann ist ein Bitterkraut, d.h. alle seine Teile schmecken vergleichsweise bitter. Man erkennt ihn an seinen runden Blättern mit dem „Wellenschnitt“ am Blattand und an seinen rosigen bis violetten Blüten. Beides verwende ich eher sparsam, z.B. die Blätter für Pastasaucen und die Büten als Salatdekoration.

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Goldnessel sticht im Gegensatz zur Brennessel nicht. Sie kann leicht anhand der weißen Flecken auf ihren Blättern identifiziert werden. Wenn sie blüht, erkennt man, woher sie ihren Namen hat 🙂 In ihren Blüten sitzt ein winziger Nektartropfen (wie bei allen Lippenblüten), den man aussaugen kann. Goldnessel mag ich besonders gern in Saucen und Suppen.

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Spitz- und Breitwegerich sind miteinander verwandt, nur daß der Erstere lange, lanzettförmige und der Zweitere breitere, rundere Blätter hat. Die Blüten- und Samenstände des Breitwegerich kann man übrigens direkt nach dem Pflücken knabbern, sehr lecker. Beide wirken als Akutmaßnahme gegen Insektenstiche. Dazu einfach ein Blatt zerreiben und den Stich mit dem frischen Pflanzensaft behandeln. Ich verwende die Blätter beider Wegeriche in Pasteten, aber auch gern als Teekraut. Der Spitzwegerich ist einer meiner liebsten Erkältungstees.

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Von der Mariendistel verwendet man die Wurzel. Sie ist ein Bitterkraut und hilft, die Leber zu tonisieren. Die Wurzel wird im Herbst gegraben und kann dann z.B. gesäubert und gehackt in 40%igem Alkohol ausgezogen werden, ggf. zusammen mit anderen „Leberkräutern“ wie der Angelika.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 13. Juni 2015 und wurde abgelegt unter "Foraging, Fruit & Root". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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