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Schamanismus und Deprivation

Nachdem ich „Alone in the wild“ (Season 1) mit Ed Wardle gesehen habe, frage ich mich, ob der Ursprung des Schamanismus nicht auch die Erfahrung der Einsamkeit und die Hinwendung zu einem Gegenüber gewesen sein könnte. Also, die Erfahrung, als Mensch allein in der Natur zu sein, und das Bedürfnis, sich mit einem Gegenüber auszutauschen. Wardle z.B. findet, als er sich bereits in einem eher instabilen psychischen und physischen Zustand befindet, einen moosüberwucherten Elchschädel, den er Bruce nennt und dem er einen Platz an seinem Feuer anbietet. Er interagiert mit Bruce, redet mit ihm etc. Es hat mich an den Film „Cast Away“ mit Tom Hanks erinnert, der sich aus einem Volleyball sein Gegenüber „Wilson“ erschafft.

Schamanismus macht für mich u.a. aus, alles als beseelt wahrzunehmen, und ich frage mich, ob soziale Deprivation (vielleicht in Kombination mit Umständen, die die psychischen Vorgänge verändern wie etwa Hunger) die Bereitsschaft verändert, alles als beseelt wahrzunehmen, aus dem Bedürfnis heraus, ein Gegenüber zu erfahren und in Resonanz zu gehen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 4. September 2015 und wurde abgelegt unter "Spirit & Verse". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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